El Hierro

40 Tage dauerte unser Aufenthalt auf La Gomera, sehr viel gesehen, bestaunen und erleben dürfen,  aber jetzt wollten wir wieder weiter. Am Sonntag, den 11.04.21 haben wir um 08.00 Uhr zunächst im Hafen getankt und kurz vor halb neun begannen wir die ca. 47 Sm weite Stecke nach El Hierro, Puerto de la Estaca. Insgesamt 9 Stunden hatten wir eingeplant.

markierte mit PKW oder mit E-Bikes gefahrene, bzw. gewanderte Routen auf La Gomera
Letzter Blick auf den Hafen San Sebastián, die Sonne ist noch nicht ganz aufgegangen
letzter Blick auf La Gomera, in der Ferne der Ort Valle Gran Rey
freundlicher Besuch unterwegs, ca. 5 Delfine begleiteten uns längere Zeit
El Hierro kommt näher (noch ca. 2 Stunden Fahrt)
Route von La Gomera nach El Hierro

Bei sonnigem Wetter und ca. 22° C, ruhigem Ozean eine herrlich entspannte „Butterfahrt“. Weil wir mehrmals Delfine gesehen hatten, meinte Guus, dass es hier viel Fisch geben würde und hat prompt die Angel herausgeholt, aber……. leider nichts gefangen. Guus ist halt ein Jäger(s) und kein Fischer.

Gegen 17.00 Uhr erreichten wir den Hafen Puerto de la Estaca, wo wir von einem Hafenpolizist freundlich empfangen wurde und der uns beim Anlegen behilflich war. Der Hafen ist schön gelegen  und bot bis 1972, Fertigstellungsdatum des Flughafens, die einzige Möglichkeit um nach El Hierro zu gelangen. Die Insel wurde im Jahre 2000 von der UNESCO zum Biosphärenreservat und in 2014 zum Geopark erklärt. Es ist die kleinste und südwestlichste Insel der Kanaren und es leben auf einer Gesamtfläche von 268 Km² rd. 11.000 Einwohner. El Hierro wird die „Insel mit Seele“ genannt. Die ersten, bekannten Bewohner heißen „Bimbaches“.

Liegeplatz mit Blick auf Hafeneingang….
……. und auf die andere Seite

 

Blick auf Gesamthafen (vor dem rechten Quer Steg legt 1x täglich eine Fähre an)

Im Hafen sind nur wenige Häuser und zum Einkaufen muss man zu der rd. 10 Km weiter entfernten „Haupt“stadt Valverde (rd. 2.000 Einwohner). Da wir das vorher gelesen hatten, wurde in San Sebastián gut eingekauft, sodass wir die ersten Tagen die Zeit nutzen konnten die nähere Umgebung kennen zu lernen.

Ab Mittwoch, 14.04. hatten wir für eine Woche ein PKW gemietet und so die Insel ausgiebig zu erkunden. Die Entfernungen sind zwar nicht groß,aber aufgrund des gebirgigen Reliefs braucht es seine Zeit.

Im Folgenden, was wir besucht, gesehen und erfahren haben.

Valverde (in 1405 gegründet) liegt auf einer Höhe von 600 Metern an einem Hang und ist die einzige kanarische Hauptstadt, die sich nicht an der Küste befindet. Hübsch ist die Pfarrkirche „Nuestra Señora de la Concepción“. Besucht haben wir auch ein kleines ethnographisches Museum in dem Casa de las Quintas. Wir hatten uns einen „Reisepass“ besorgt, mit welchem man zu 8 verschiedenen Museen oder Informationszentren Eintritt erhielt. In dem letztgenannten Museum wurde man über die Handwerkskunst, die hier auf der Insel von je her betrieben wird, informiert, Töpfern, Weben, Schnitzereien, Korbflechten, Schmieden.

die Pfarrkirche Nuestra Señora de la Concepción
in dem Haus „Casa de las Quintas“ ist das  Museum der Handwerkskunst untergebracht

Der Ort Guarzoca bietet den Aussichtspunkt „Mirador de la Pena„, ein weiteres Werk des Künstlers Cesar Manrique (von dem wir in unseren Beiträgen über Lanzarote einiges erzählt haben), das zum Kulturgut von besonderem Wert erklärt wurde. In dem Gebäude ist ein Restaurant, das Gerichte anbietet, die mit den typischen Produkten der Insel hergestellt werden. Beim Essen im Restaurant oder auf der Terrasse hat man einen tollen Ausblick auf das Tal Valle del Golfo und auf die Felsformation Los Roques de Salmor.

„La Pena“ Dieses Foto stammt aus dem Reiseführer, weil man nicht zu dieser Stelle  hin kommt. Von dort kann man das gesamt Geschaffene  sehen oder fotografieren
Blick auf das Restaurant und Terrasse
Blick vom Restaurant aus auf die Felsformation „Los Roques de Salmor“ im Nordwesten.
Blick auf das Tal „Valle del Golfo“, Das Tal zeigt eine halbrunde Form, die wahrscheinlich durch zwei Bergstürze oder Trümmerlawinen vor 130.000 und 15.000 Jahren entstanden ist. Der Boden im Golfo-Tal ist fruchtbar und wird landwirtschaftlich genutzt

Im Norden der Insel liegt in einer kleinen, von Steilküsten umschlossenen Bucht der Ort Pozo de las Calcosas. Nach alter Tradition werden hier die Häuser mit Roggenstrohbündeln „Colmo“ gedeckt. Bei niedrigem Wellengang kann man in einem natürlichen Becken im offenen Meer schwimmen. Der Ort ist nur im Sommer und an den Wochenenden bewohnt. Ein zehnminütiger, schmaler Pfad führt über die Steilküste bis in den Ort hinunter.

Blick vom Pfad aus auf den kleinen Ort, links in der Mitte sieht man das Naturschwimmbecken
die kleinen einfachen Häuschen vom Nahen

Nur wenige Kilometer weiter, an der Nordspitze der Insel befindet sich ein weiterer Meerwasserpool, Charco Manso, der von einem Felsentor überspannt wird.  Vor einigen Jahrhunderten flossen Lavaströme zur Küste und durch das schnelle Erkalten erstarrte die Lava zu bizarren Formen, das Charco Manso ist ein Beispiel. Mitte in der Klippe entstand ein Becken, welches von Menschen zu einer Bademöglichkeit ausgebaut wurde.

   

La Frontera ist eine der drei Gemeinden der Insel im nordwestlichen Teil.  Zu dieser Gemeinde gehört auch der Ort Las Puntas. Der kleine Ort besteht nur aus wenigen Häusern. Am alten Schiffsanlegeplatz befindet sich ein sehr originelles Hotel, das auf einer Landzunge liegt. Da das Hotel nur 4 Gästezimmer hat, wird es im „Guinness World Records Buch“ als das kleinste Hotel der Welt aufgeführt.

Im Hintergrund der Roque Salmor
das kleinste Hotel der Welt
an der Küste bei Las Puntas, ein weiterer „Charco“ (Lavabrücke), Guus musste natürlich auf die Brücke
farbiges Lavagestein im Wasser

Nicht weit entfernt liegt landeinwärts das Ecomuseo de Guinea, in welchem wir mit unserem „Pasaporte“ Einlass erhielten. Wir hatten einen Rundgang mit einer Guide in einer Lavablase (Höhle) und danach Zugang zu einer Zuchtstation für eine vom Aussterben bedrohte Rieseneidechse. Die Rieseneidechse „Lagarto Gigante de El Hierro“, die bis eineinhalb Meter lang werden konnte ist ausgestorben. In 1975 entdeckte man eine ähnliche Eidechsenart, die bis zu 70 cm groß werden können. Diese werden in der Station gezüchtet um die endemische Tierart der Insel zu retten.

eine der Zuchtexemplare hinter Glas
und die kleine Variante draußen in der Natur

Weiter Richtung Westen kann man zu dem kleinen Bergdorf Sabinosa, angeblich der schönste Ort von El Hierro gelangen. Wir sind mit dem kleinen, jedoch pfiffigen Fiat 500 den Berg hoch, konnten aber diese Feststellung nicht teilen. Anschließend ging es wieder runter ins Tal zu Pozo de la Salud, um dort eine kleine Rast zu machen und einen Kaffee „Cortado“ zu trinken.

der Küstenweg an der Bucht „La Hoya“ entlang
La Sabinosa aus der Ferne
Arenas Blancas

Der Küstenweg führte danach bis in den äußersten Westen mit Blick auf Lavafelder und Steilküsten. Es gibt sogar einen weißen Sandstrand „Arenas Blancas“.

Aussichtspunkt „Lomo Negro“ (schwarze Lende) im Westen der Insel

Der Leuchtturms „Faro de Orchilla“ im Südwesten der Insel, lag bis Ende des 19. Jahrhunderts am „Ende der Welt“. Im 2. Jahrhundert unseres Zeitalters wurde dieser Punkt von Claudius Ptolemäus als den „Nullmeridian“ definiert. Bis zu der Entdeckung von Amerika wurde El Hierro als das westlichste Ende der Welt angesehen. Gegen Ende des 19. Jh wurde der Nullmeridian -wie bekannt- nach Greenwich verlegt.

auf dem Weg zum Leuchtturm
der Faro aus der Ferne
und von Nahem
Erinnerungsmonument des ehem.  Nullmeridians

Im Süden der Insel in der Nähe des Ortes La Restinga befindet sich das Meeresschwimmbad Cala de Tacorón. Der Ort, La Restinga, der nur wenige Kilometer davon entfernt, ist ein kleines Fischerdorf, wo es jedoch auch eine Marina gibt.

La Restinga
ebenfalls
das Meeresschwimmbecken Cala de Tacorón

Als wir uns den Ort La Restinga ansahen, begegneten wir zufällig Brigitte und Jean-Louis, die wir in San Sebatián auf La Gomera kennen gelernt und mit welchen wir zwei schöne Abende verbracht hatten. Die Beiden sind mit Ihrer Segelyacht „Galaad II“ unterwegs. Sie waren mit der Fähre nach El Hierro gekommen und hatten in La Restinga einen Tauchkurs belegt. Wir erhielten eine Einladung zum Abendessen in dem Hotel Parador, nicht weit von Puerto de las Etaca entfernt, wo die beiden übernachteten, bevor es Sonntags wieder zurück nach San Sebastián ging.

danke Brigitte und Jean-Louis, es war lecker und sehr schön mit euch

Sehr schön ist auch die östliche Küste in der Zone von „Las Playas„. In der Bucht erhebt sich der sonderbare „Roque de la Bonanza„. Diesen Küstenbereich haben wir einen Tag später auch von oben bewundern können, als wir auf dem Aussichtspunkt von Isora waren.

Küstenbereich von Las Playas
der Roque de La Bonanza (Familie Cartwright war nicht da)
Blick vom Aussichtspunkt de Isora auf Las Playas

Im Landesinnern in der Nähe des Ortes San Andres stand der „Garoé“ oder heiliger Baum der Bimbaches (Urbevölkerung). Die Blätter und Zweigen dieses Baumes, wie natürlich auch anderer Bäume, weisen die Eigenschaft auf, dass sie die Luftfeuchtigkeit aus den dort fast ständig tief hängenden Wolken kondensieren. Die Bimbaches haben diese Feuchtigkeit in natürlichen Wassersammelbecken aufgefangen. Der ursprüngliche Baum wurde in 1610 von einem Sturm entwurzelt. In 1945 wurde ein Stinklorbeerbaum gepflanzt, mittlerweile 7m hoch, der die gleiche Aufgabe auch heute noch erfüllt.

der jetzige „heiliger Baum“
eines der Auffangbecken

Eine schöne 7,5 Km lange Wanderung haben wir in der Nähe von Los Lianillos gemacht. Der Pfad führte durch Lavafelder und Lorbeer- und Kiefernwald. Herrliche Luft und Natur pur.

   

Spannend war die Fahrt zu dem höchsten Berg von El Hierro, der „Malpaso“, 1.501m hoch. Es führte zum Gipfel nur über ein Erdstraße bzw. Schotterstraße, welche zum Teil Risse, große Löcher und starke Unebenheiten zu bieten hatte. Der Fiat 500 musste ganze Arbeit leisten. Oben wurden wir wiederum mit einer schönen Aussicht belohnt.

der Malpaso vom Tal aus, sieht unscheinbar aus
auf dem Weg hoch
oben auf 1.501m hohe Aussicht
dito
Guus waren 1.501m nicht hoch genug, also setzte er noch rd. 3m drauf

Die Flora auf El Hierro hat auch ihre Besonderheiten. Das Wacholdergebiet „El Sabinar“ im westlichen Bereich der Insel hat eine besondere Art des Wacholders zu bieten. Es sind die Prügelknaben der Insel. Trotz des fast ständigen NO-Windes (Passatwind), nährarmer Boden (Lava) und der wenigen Flüssigkeit in dieser Gegend halten diese Bäume durch.

1. Phase
2. Phase
und immer noch gibt es grüne Zweige

Straßen führten durch herrliche Kiefernwälder, die wie „aufgeräumt und gekehrt“ aussahen. Wie auf La Gomera, gab es auch hier in den feuchteren Gebieten, Bäume, die mit Moos bewachsen sind. Und -wir hatten das Glück im Frühjahr hier zu sein-  zu gut wie an allen Straßen, die im übrigen max. zwei- aber öfters nur einspurig sind-  waren die schönsten Wildblumen zu sehen. Man hatte das Gefühl, man fährt durch eine Parklandschaft.

mit Moos behängte Bäume

     

Viele tolle Eindrücke, wir können die Insel nur Wärmstens empfehlen. El Hierro ist ein wahres Paradies, wenig Fremdenverkehr, sehr zu Freuden aller derjenigen, die die Insel lieben und sie so erhalten wollen, wie sie ist.

Im Hafen war es ziemlich ruhig, nur wenige Segler waren seit den 2 Wochen, die wir hier waren bzw. noch sind, neu hinzugekommen. Weil es in dem Hafen keine Einkaufsmöglichkeiten gibt, wie eingangs erwähnt, kommt montags ein Gemüsehändler mit eigenen Erzeugnissen hierher und bietet seine Ware an. Alles sehr knackig und frisch.

Anneke beim Einkauf

Eine kleine Anekdote: Guus ist immer sehr behilflich, wenn Boote anlegen wollen und steht immer zur Stelle, wenn er sieht, wenn jemand in den Hafen reinfährt und schaut, wo er anlegen kann. So auch an einem Nachmittag, wo ein kleines Segelschiff in den Hafen hineinfuhr und an unseren Steg an seinen Liegeplatz festmachen wollte. Es war nur ein knapp 8m Boot und leicht. Guus hat die am Steg bereits vorbereitete Leine an der Bugklampe des Bootes festmachen wollen, aber durch sein eigenes Gewicht drückte er das Boot weg vom Steg und er plumpste ins Wasser. Tschja, sowas kann passieren.

da musste der „big Capitan“ das Salzwasser abduschen

Wir sind jetzt 2 Wochen in Puerto de la Estaca und planen am kommenden Montag, 26.04.  zu der Insel La Palma zu segeln. Guus hat  die Seekarte studiert. Es sind knapp 52 Sm bis Tazacorte, im Westen der Insel La Palma, somit benötigen wir rd. 10 Stunden Fahrzeit.

Bis dahin bzw. bis zum nächsten Beitrag eine schöne Frühlingszeit und wir beiden stoßen auf eure Gesundheit an!

                           Proooooost

 

 

 

 

Aufenthalt auf La Gomera

Eine Radtour führte am 15.03. nach La Laja, die Strecke war knapp 13 Km (einfach) aber mit einer Steigung bis auf 460m. Anneke musste 2x schieben oder mit müden Beinen ein Stück laufen. Man fährt an einer Schlucht entlang an Stauseen vorbei. In La Laja war der Weg zu Ende, sodass es die gleiche Strecke, aber jetzt ständig Berg runter, zurückging. Etwa auf der Hälfte des Weges haben wir eine Rast in einem kleinen Cafe in El Atajo eingelegt und dort nette Gomeros und ein deutsches Ehepaar kennen gelernt, die mittlerweile schon 10 Jahre in der Schlucht leben, sogenannte Aussteiger.

unterwegs kamen wir an Bäume vorbei, die Mispelnfrüchte trugen. Da wir beide diese Früchte nicht kannten fragten wir eine Signora, die uns dann spontan eine Handvoll Mispeln schenkte

 

 

 

 

 

 

Mispelnpause

 

 

 

 

 

 

 

einen Eindruck der Schlucht

Am 17.03. sind wir mit dem öffentlichen Bus nach Hermigua gefahren um von dort aus eine ca. 10 Km lange Wanderung zur Küste und weiter nach Agulo zu machen. Am Ortsausgang kamen wir an einer Bananenkooperative vorbei, wo gerade viele Stauden Bananen abgeliefert wurde. Als wir zuschauten schenkte ein Senor Anneke eine Banane und auch eine für ihren „Compagnero“, nette Geste!

die Stauden an dem Transportband, eine Staude wiegt rd. 30Kg
und die kleine geschenkte Stärkung zwischendurch

An der Küste konnte man die historische Sehenswürdigkeit „El Pescante“ von Hermigua sehen. Auf den steinernen Säulen waren früher Laufkräne zum Be- und Entladen von Schiffen errichtet, weil die Beschaffenheit der Küste den Bau von Häfen nicht zuließ.

El Pescante

Weiter ging es zum kleinen Küstendorf Lepe mit einen schönen Blick auf den El Teide auf Teneriffa . Von dort mussten wir ca.  200m hoch steigen um zu der Straße zu gelangen, die zum Ort Agulo führte. Es ging zum Teil durch Bananenplantagen, wo natürlich keine Wanderpfadkennungen zu sehen waren, sodass es auch mal in die Irre führte und wir wieder ein Stück zurück mussten. In Agulo haben wir uns in einem kleinen Restaurant gestärkt und sind dann mit dem Bus wieder zurück nach San Sebastián.

zum Teil führte der Wanderpfad durch Gärten und Plantagen
ein Papayabaum

Vom 19. bis 21. März hatten wir ein PKW gemietet und konnten uns sehr viel von der Insel anschauen. Am 1. Tag haben wir eine Tour durch den westlichen Bereich des Nationalparks „de Garajonay“ gemacht, der in 1986 von der Unesco zum Welterbe erklärt wurde. Es gibt hier eine Vielfalt an Bäumen und Pflanzen, die aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit (durch Nebel entstehend) bestens gedeihen. U.a. nimmt der Lorbeerwald eine Fläche von etwa 4.000 ha ein.

Blumen in großen Mengen
auf einer Straße oberhalb des Parks
mit Moos behängten Bäumen

Anschließend ging es weiter zu dem Ort Vallehermoso (übersetzt: schönes Tal). Obwohl nur 2.900 Einwohner dort leben, ist der Ort die zweitgrößte Gemeinde nach San Sebastián.

ein verkommenes Häuschen am Rand des Ortes. Suche die Katze….

An der Küste von Vallehermoso liegt das Kulturzentrum „Castillo del Mar“, dies konnte momentan jedoch nicht besichtigt werden. Aus der früheren Bananenverladestation wurde ein Zentrum für Konzerte, Freiluftkino und Folkloreauftritte
das Castillo del Mar

Über Agulo und Hermigua ging es wieder zurück nach San Sebastián.

Am nächsten Tag sind wir zuerst zu einem kleinen Ort im Südwesten der Insel nach La Dama gefahren, eine kleinere Straße führte durch mehrere Barrancos (Schluchten) zu dem Ort.

auf dem Weg nach La Dama, vorbei an dem Tafelberg „La Fortaleza = 1.241 m hoch.
La Dama, der kleine Ort ist der wichtigste Obstproduzent von La Gomera
Blick auf eine der Bananenplantagen in  La Dama

Anschließend weiter via Chipude, El Cerado und Las Hayas zurück ins Innenland und wieder zur Küste nach Valle Gran Rey. Vor 7 Jahren haben wir beide dort 10 Tage Urlaub verbracht. Es war schön, noch mal dort zu sein.

Blick auf Valle Gran Rey
Hafen von Valle Gran Rey. Hier können Sportboote nur Ankern oder -wie die kleine Boote- an einer Mooring liegen

 

Blick vom Strand auf den Ort Valle Gran Rey

Am letzten „Auto“-Tag ging es zunächst nochmals zu dem Nationalpark Garajanoy, jetzt im östlichen Teil des Parks  nach El Cedro, ein kleines Dorf am Nordrand des Parks. Der ganzjährig fließende Cedro Bach kommt der Fruchtbarkeit der terrassierten Felder zu Gute.

im Nationalpark auf dem Weg nach El Cedro
dito (das Bild steht nicht Kopf)

Weiter ging es in den Westen der Insel zum Küstenort Alojera.

kleiner Ort mit max. 100 Häusern

Über die uns bekannte aber schöne Strecke Vallehermoso, Agulo und Hermigua wieder zurück zum Hafen San Sebastián.

fast wieder „daheim“, San Sebastián im Blick

In der Marina war auch wieder einiges zu erleben. Nette Bekanntschaften hatten wir direkt kurz nach dem Anlegen. Willi und Johannes vom Katamaran „SY Oktant“ haben uns besucht und wir haben uns mehrmals nett unterhalten. Leider mussten sie knapp 2 Wochen später zurück nach Deutschland, weil die Schule wieder geöffnet war.

Willi und Johannes

Adrian und Melanie mit Ihrem Katamaran „Lujana“ die wir in Arrecife kennen gelernt und die uns in Februar d.J. in Garachico in Teneriffa besucht haben, waren einen Tag später im Hafen und so kam es zu einigen Treffen.

Auch gab es ein Wiedersehen mit der polnischen Familie, die im Hafen von Lagos in Portugal unsere Nachbarn waren. Eltern und 3 Söhne. Der jüngste Sohn, unser Freund Miguel hat sich in dem 1 1/2 Jahr, wo wir uns nicht gesehen haben, zu einem guten Fischer entwickelt. Im Hafen hat er mit Mandarinenschalen als Köder eine Dorade geangelt.

An unserem Steg lagen u.a. 2 größere Motorboote. Eines wurde nur privat benutzt und mit dem Anderen konnte man gegen Bezahlung einen ganzen Tag zum Angeln bzw. Fischen mitfahren. Auf alle Fälle haben beide größere Thunfische gefangen. Wir hatten das Glück, dass man Guus welchen für unseren Verzehr schenkten, sodass wir total frischen Thunfisch genießen konnten. Mal als  Sashimi mit Sojasoße, mal gebraten mit Knobi oder als feines Gehaktes mit Frühlingszwiebeln, Olivenöl, Zitrone und Kräuter und Baguette. Sehr lecker!

der Thunfisch wurde zurecht geschnitten
dieses Teil hat Guus abbekommen, wir konnten für uns beide je 4 Portionen daraus zurecht schneiden
die „Profis“ hatten schon größere Exemplare zu bieten

Ferner haben wir eine sehr nette Bekanntschaft mit Isabel und Eckhard mit Ihrer SY „KeHHrwieder“ aus Hamburg gemacht. Wir haben uns sehr gut verstanden und mehrere schöne Abende mit einander verbracht, wo es nie an leckerem Essen, gutem Wein und schönen, interessanten Gesprächen gefehlt hat. Heute, am Ostersamstag sind die beiden zum Ankern nach Valle Gran Rey gefahren. Wir hoffen, wir sehen uns auf der Insel La Palma wieder.

Isabel und Anneke,  Isabel hatte als Hauptspeise eine sehr leckere Lasagne gekocht
Guus und Eckhard, Eckhard hatte als Vorspeise einen frischen Pulpo selber gekocht und anschließend in der Pfanne gebraten
Auf Wiedersehen Ihr Beiden

Zunächst war geplant am 2.04.21 weiter zu fahren zur nächsten Insel „El Hiero“. Wegen Corona hatte man jedoch für die kanarischen Inseln beschlossen, dass während der Osterferien ein Besuch auf die einzelnen Inseln nur mit einem Negativtest möglich ist, der nur 48 Stunden alt sein darf. Der Einfachheit halber, haben wir uns dazu entschieden, bis zum 09.04. zu bleiben, das Datum, an  dem vorgenannte Bedingungen ablaufen.

Gestern, 02.04. haben wir eine sehr schöne aber total anstrengende Wanderung vom 18 Km gemacht. Mit einem Taxi haben wir uns nach La Laja fahren lassen, 13Km vom San Sebastián entfernt. Von dort sind wir einen Trail zu dem Aussichtspunkt „Degollada de Pereza“ gefolgt. Es ging knapp 3 Km nur bergauf, einen Höhenunterschied von rd. 500m. Von dort führte einen rd. 10Km langen Trail nach San Sebastián. Zwar ging es hier bergrunter, aber der Trail bestand nur aus dicken, runden, kantigen Steinen oder kleinen Felsen, sodass jeder Schritt mit Bedacht begangen werden musste. Dies war noch anstrengender als der Aufstieg. Insgesamt brauchten wir 7 Stunden für die 18Km lange Wanderung. Richtig müde (Anneke hatte Schmerzen im rechten Knie und linke Hüfte) aber mit einer tollen Landschaft belohnt, kamen wir gegen 19.00 Uhr im Hafen an, wo wir von Isabel und Eckhard mit dem vorhin erwähnten leckeren Essen verwöhnt wurden.

einen Eindruck von dem Trail der hoch zum Aussichtspunkt führte
unterwegs, ein toller Fernblick
unterwegs

Ihr Lieben zu Hause, allen ein schönes Osterfest. Macht trotz Corona das Beste daraus. Wir schicken Euch zum Abschluss Frühlingsblumen als Blumengruß aus La Gomera

Über diesen großen Löwenzahn (vergleiche Guus Handgröße) würde sich doch jeder Osterhase freuen!!!