Roscoff bis Le Havre

Problem mit dem WordPress-Programm besteht noch immer, leider keine Fotos oder Videos möglich. Trotz vielem Hin und Her und e-Mail-Verkehr mit dem Softwarehaus keine Lösung, nur ein neues Programm würde helfen.  Dies wollen wir jedoch  jetzt, wo unsere 10-jährige Segelreise in Kürze endet, nicht noch installieren. Somit können wir nur berichten, leider!

 

In Roscoff, wo wir drei Tage -an einem Wochenende- verbrachten, war ziemlich voll los. Der Ort war voller Touristen, die das schöne Wetterwochenende vor allem im Hafenbereich genossen. Unsere französische  bzw. bretonische Freude Philipp und Dali besuchten uns am Freitag, 14.08. Es gab seit unserem letzten Treff bei uns zu Hause zu Beginn des Jahres vieles zu erzählen. Wiederum eine schöne Begegnung!

Am Sonntag, 16.08. sind wir zu dem Hafen in Perros-Guirec gefahren, nur 23 Sm weiter. Man kann nur ca. 2 Std. vor bis 2 Std. nach Hochwasser in den Hafen gelangen,  indem man über eine Barre (Schwelle) fahren muss. Wir waren bereits um 17.40 Uhr im Bereich des Hafens und konnten erst gegen 20.00 Uhr hinein. Sind bis dahin ein wenig in der Bucht vor dem Hafen herum getuckert. Auch diesen Hafen hatten wir bereits in 2018 besucht. Trotzdem waren nur noch teilweise Erinnerungen an den Ort vorhanden. Kein Wunder, weil wir in den 10 Jahren so viele Häfen gesehen haben, diese können wir uns offensichtlich nicht alle im Einzeln merken,

3 Tage später wollten wir bereits morgens früh los fahren zu der Insel Jersey, eine Strecke von 60 Sm. Unsere Abfahrtzeit in Perros-Guirec passte nicht mit der Tide bzw. der Öffnung der Barre überein, sodass wir bereits am Vorabend, als die Barre gegen 21.00 Uhr frei gegeben wurde, den Hafen verließen und in der Bucht vor dem Hafen für eine Nacht an einer Mooring lagen. Am nächsten Morgen sind wir bereits um 07.00 Uhr los. Leichter Regen begleitete uns bis ca. 11 Uhr. Wind und Welle und eine Strömung von 2 Knoten mit sorgten für einen guten Speed. Bereits um 15.15 Uhr waren wir im Vorhafen des Hafens in St. Helier in Jersey, aber auch dort mussten wir auf  Hochwasser warten um dann über eine Barre (Sill) in den Hafen zu gelangen. Um 21.30 Uhr war es dann so weit. Mittlerweile warteten an die 20 Boote auf die Einfahrt, es war alles ziemlich chaotisch, keine Hafenboys zu sehen. Jeder fuhr los und …. kein Liegeplatz mehr frei für die GusAnne an den bei der Reservierung vorgegeben Stegen G und H. Wir haben an einem französischen Segelboot festgemacht und lagen eine Nacht im „Päckchen“. Am nächsten Morgen fuhren einige Boote weg, sodass auch die GusAnne einen eigenen Liegeplatz bekam.  Sind viel durch die Hauptstadt St. Helier spaziert, die wir ja auch schon kannten. Auf der Hinfahrt in den Süden waren wir über eine Woche auf Jersey und haben die Insel mit einem Leihwagen erkundet.

Freitag, 21.08. also 2 Tage später sind wir bei Hochwasser in den Vorhafen, haben dort günstig für € 1,38 je Liter rd. 560 Liter Diesel getankt und im Vorhafen, der immer genug Wassertiefe hat, angelegt und dort eine Nacht verbracht. So konnten wir uns, wie geplant und unabhängig vom Hochwasser, am nächsten Morgen bereits um 06.20 Uhr (Jersey-Zeit = 1 Std. früher) auf den Weg machen. Der Hafen von Cherbourg war unser Ziel, 64 Sm.

Anfangs hatten wir eine leichte Gegenströmung. Die See war jedoch ruhig und gegen 09.00 Uhr war der Wind um die 12 – 16 Knoten unterstützend. Gegen 15.00 Uhr fuhren wir um das Cap de la Hague, welches für starke Strömungen bekannt (berüchtigt) ist und hatten eine Strömung mit von über 5 Knoten und machten einen Speed von ca. 10 Knoten! Die See war kreuzhaft, sodass die GusAnne von links nach rechts kippte und am Bug stark eintauchte, eine reine „Kirmesfahrt“. Grund war auch Wind gegen Strömung. Der Skipper hat das Ganze mit mehr Motorleistung ein wenig beruhigen können. Fazit, bereits nach guten 10 Stunden hatten wir die Strecke von 64 Sm absolviert und  in Cherbourg an einem Kopfsteg mit schönem freiem Blick auf den großen Hafen festgemacht.

Die Strömung am Cap de la Hague (bekannt als „Raz Blanchard“) gehört mit Geschwindigkeiten von bis zu 12 Knoten zu den stärksten Gezeitenströmungen Europas. Man muss also die Passage nach Gezeitenatlas planen, um nicht abgetrieben zu werden oder in schwere Grundseen zu geraten.

Als wir in 2018 ca. 1 Woche im Hafen von Cherbourg waren, hatten wir  einige schöne Abende mit einem  französischen Ehepaar verbracht, die dort  mit ihrem selbst gebauten Katamaran lagen. Zuvor hatten wir uns in Honfleur kennen gelernt. Wir haben in den damaligen Blogbeitrag darüber berichtet. Wir dachten natürlich  an die Beiden als wir in de Hafen waren und haben ein Segelpärchen, die oft mit ihrem Boot in Cherbourg sind, gefragt, ob sie den Katamaran mit der auffälligen Farbe Rosa kannten. Die Beiden erzählten uns dann die traurige Geschichte, dass der Katamaran in Dezember 2022 im Hafen frühmorgens aufgrund eines vermuteten Kurzschlusses oder defekte Heizung abgebrannt ist. Die Feuerwehr hat die beiden Eigner tot geborgen, von deren Hund fehlte jede Spur. Aufgrund des sich entwickelten Kohlenmonoxids haben sie den Brand wohl nicht bemerkt und konnten sich nicht in Sicherheit bringen.  Die Geschichte hat uns beide sehr mitgenommen.

Vier Tage später sind wir am Mittwoch, 26.08. weiter gefahren nach Le Havre. Eine Route von 75 Sm. Also sind wir morgens bereits um 06.00 Uhr los. Wetter war sonnig und 21 – 24°C warm. Die See war uns gnädig und ebenso der Wind und die Strömung, sodass wir die Strecke bereits nach knapp 11 Stunden geschafft hatten. Très bon!

Die Stadt im Nordwesten des Ärmelkanals ist Standort des Hafens Le Havre, nach Marseille der zweitgrößte Hafen von Frankreich. Le Havre ist ferner die größte Stadt der Normandie. Sie wurde jedoch im Zweiten Weltkrieg stark zerstört, sodass keine Altstadt vorhanden ist. Der Stadtkern weist viel getönte Betonbauten auf. Auch die bekannte St. Josef Kirche wurde komplett aus Beton errichtet. Den Kirchenraum bildet ein durch tausende Glasbausteine farbig ausgeleuchteter 107m hoher Betonturm. Von innen sehr schön anzusehen.

Zufällig hatten Bert und Marlene von dem Schiff „Heimkehr VII“ auch den Hafen von Le Havre angesteuert, sodass wir die Beiden nach fast 10 Jahren wieder getroffen haben. Auf den Weg zu dem Hafen erhielten wir eine WhatsApp von Marlene, dass sie uns auf den AIS gesehen hatten und hinter uns fuhren. Sie hatten ein Problem, ein dickes Fischernetz hatte sich in eine der beiden Schrauben verheddert. Marlene hat bei einem Tauchgang ein Großteil weg schneiden können, aber ein weiterer Teil war fest um die Schraube gewickelt. Zum Glück haben sie 2 Schrauben, sodass sie weiterfahren konnten. Das Problem wurde im Hafen gelöst.

Neben der Mitgliedschaft in dem Verein Trans-Ocean e.V. wo wir uns auf einem Seminar kennen gelernt hatten, waren es die Beiden auch, die wir in 2017 auf unseren ersten Törn mit der GusAnne in Helgoland getroffen hatten. Jetzt auf unseren letzten Törn zu den Niederlanden treffen wir Schiff und Crew wieder, was ein Zufall!!

Das Wetter ist in den Tagen, die wir hier verbringen so-là-là. Eigentlich wollten wir heute, Samstag 29.08. los, aber das starke Regenwetter und der starke Wind halten uns davon ab. Wir planen die Weiterfahrt nach Dieppe am Sonntag, 30.08., sind 55 Sm.

Es geht also gut voran mit unserer Reise von Marseille nach Zeeland in den Niederlanden! Wir berichten natürlich bis zum Schluß!

Beste Grüße an alle von uns Beiden!

 

 

 

 

Von Muros (ES) nach Roskoff (Fr)

Vorwort:  wir haben ein Problem mit unserem WordPressprogramm, mit welchem wir unseren Blog schreiben. Fotos können nicht mehr geladen werden. Sind dabei das Problem zu lösen, somit zunächst nur Text als weiteren Info für die, die unseren Blog verfolgen. Vielleicht klappt es später auch mit Bildern, wir bemühen uns.

 

Am Montag 27.07.26 haben wir morgens um 08.30 Uhr in Vigo abgelegt und Kurs auf Muros genommen, 44 Sm nördlicher. Sonniges Wetter. Zunächst  ruhige See, die jedoch gegen 11.00 Uhr relativ hohe Wellen brachte. 18 Knoten Wind aus NNW; fuhren somit einen Am-Wind-Kurs. Bei Ankunft im Hafen Muros gegen 16.00 Uhr (bei 30°C) meinte der Skipper, es war eine „sportliche“ Segelfahrt.

Auch in Muros hatten wir schon in 2018 während unserer Reise in den Süden angelegt. Muros liegt 60km westlich von Santiago de Compostela, sodass mann in einigen Straßen die Hinweisschilder der Route dorthin findet. Waren am nächsten Tag  in einem uns vom Hafenmeister empfohlenen Fischrestaurant, welches sich „Vila de Muros“ nannte, essen. Dies war sehr gut, wir hatten u.a. zusammen eine 1/2 größere Seebrasse vom Grill, die wir  dann jedoch mit € 90,- (Beilagen extra) in Rechnung gestellt bekamen!            Tja, spanische Fische sind wohl teuer. 😳

Am 29.07. fuhren wir zum Hafen von Muxia, 36 Sm nördlicher. Eine kurze Fahrt von nur 5 Stunden. Muxia kannten wir noch nicht. Der Ort liegt an der „Costa da Morte“, einen Abschnitt der nordwestspanischen Atlantikküste. Leider wurde die Küste von Muxia durch den Untergang des Öltankers „Prestige“ in November 2002 stark verunreinigt und gehörte zu den am stärksten betroffenen Gebieten. Heute ist dies glücklicherweise nicht mehr erkennbar.

Weiteres großes Pech folgte, als am Abend des 25.12.13 ein Feuer nach einem Blitzeinschlag während eines Weihnachtssturms den Dachstuhl und einen Teil des Sanktuariums der Kirche „Virxe  da Barca“ (Marienheiligtum der Schiffsjungfrau) zerstörte. Natürlich wurde die Kirche restauriert bzw. war man zum jetzigen Zeitpunkt noch damit beschäftigt. Ein netter kleiner Ort.

Freitag, 31.07. fuhren wir die GusAnne nach La Coruña (oder A Coruña wie die Galizier sagen). Eine 7,5 Stunden-Fahrt mit bis zu 10 Knoten Wind und die letzten 3 Stunden eine unruhige See mit über 2m hohen Wellen.

Die eine Woche, die wir in La Coruña verbrachten nutzten wir insbesondere zur Vorbereitung für die Überfahrt über den Golf von Biskaya, die ca. 2 1/2 Tage dauern wird.

Guus ist in den Mast und hat dort alle Anschlüsse etc. nachgeschaut und gereinigt. Der Motor wurde entsprechend kontrolliert sowie sämtliche Bilgen. Es wurde gut gebunkert und Anneke hat Mahlzeiten für während der Fahrt vorbereitet. Hungern werden wir nicht.

Natürlich haben wir auch einige Touren mit dem Fahrrad gemacht und uns die Altstadt etc. zu Fuß angeschaut. Da wir auf der Hinfahrt in 2018 mehr als zwei Wochen in La Coruña verbrachten, war uns vieles in guter Erinnerung geblieben.

Einige Tage vor de Abfahrt haben wir uns die Wettervorhersagen auf die Apps „Windy“, „Prediktwind“ und „Windfinder Plus“ angeschaut und kamen zu dem Entschluss am Freitag, 07.08.26 die Überfahrt nach Camaret-sur-Mer in der Westbretagne zu beginnen. Am Tag vorher haben wir nochmals Diesel getankt und Freitagmorgen um 05.15 Uhr ging es los.

Der erste Tag war wettermäßig dann doch wieder anders als vorhergesagt. Gegen 11.00 Uhr hatten wir sehr hohe Wellen und 16 Knoten Wind aus SO später O. Die Folge war, dass die GusAnne am Bug sehr stark abgehoben wurde und vorwärts stampfte und viel Bewegung ins Schiff brachte, was sehr unangenehm war und wir lange nicht mehr erlebt hatten. Das Ganze hielt gute 11 Stunden an. Danach wurde es etwas ruhiger, sowohl Wind- als auch Seemäßig. Anneke wurde leicht seekrank und war der erste Tag so gut wie abgemeldet. Der Skipper hingegen war standhaft 👍

Das erste Etmal schafften wir 129 Sm. Der zweite Tag, ebenfalls bei sonnigem Wetter bis zu 26°C bot mäßiger Wind und eine ruhige See ……….. sehr angenehm. Wir kamen gut voran, sodass das 2. Etmal ein Resultat von 151 Sm brachte! Haben wir so gut wie keine andere Sportboote gesehen, nur nachts waren einige Frachter über den Radar zu beobachten.

Am Morgen des letzten Tages war der Atlantik spiegelglatt, total schön anzusehen. Bei einem leichten Wind aus NNW -und natürlich von Motor unterstützt- ging es wieder gut vorwärts. Delfine haben uns von weitem gesehen, kamen zum Schiff und begleiteten uns eine Weile. Leider können wir das schöne Video momentan nicht zeigen.

Um 15.15 Uhr am 09.08.26 rief der Skipper „Land in Sicht“. Später stellten wir fest, dass dies noch nicht das Festland war, sondern die der bretonischen Westküste vorgelagerte Insel „Île de Sein“ war. Gute 4 1/2 Stunden später hatten wir dann unser Ziel Camaret-sur-mer nach insgesamt  60 1/4 Stunden erreicht. Den Abend haben wir an Deck verbracht und Revue passieren lassen, im Großen und Ganzen war es eine gute Überfahrt.

Nachdem wir uns gut erholt und den schönen Ort Camaret-sur-mer nochmals genossen hatten ging unsere „Heim“-Reise am Donnerstag, 13.08. weiter nach Roscoff. Diesmal standen 65 Sm an, die wir in 9 1/2 Stunden schafften.

Die Tour hatte es aber in sich. Wir fuhren bei leichtem Nebel los, der jedoch stärker wurde und bis ca. 14.00 Uhr anhielt.  Ferner war ab dem Kap „Ponte de St-Mathieu“ eine starke Gegenströmung bis zu 4 Knoten, gegen die trotz höhere Motordrehzahl schwer anzukommen war. Zum Teil hatten wir nur 1 Knoten Fahrgeschwindigkeit. Wir dachten schon, dass wir erst abends spät im Zielhafen ankommen würden. Gute 3 Stunden später lies die Strömung erfreulicherweise nach, sodass wir wieder unsere „normale“ Geschwindigkeit von 5 -6 Knoten fahren konnten.

Dann kam aber eine Route im nordwestlichen Bereich der Bretagne, die weit in den Atlantik hinein reichenden hohen Felsen und Untiefen beinhaltet. Es war für den Skipper eine sehr achtsame und in voller Konzentration zu fahrende Strecke, wobei sich der Nebel noch nicht gelichtet hatte.

Gegen 16.00 Uhr hatten wir dann noch eine stärkere Strömung mit, was uns eine Fahrgeschwindigkeit von bis zu 9 Knoten brachte! Die „verlorene“ Zeit wurde wieder Wett gemacht und um 17.30 Uhr hatten wir den Hafen von Roscoff schon erreicht. Erholung am Abend war angesagt!

Bleiben hier 3 Tage und planen dann eine Weiterfahrt über Perros-Guirec (Bretagne) zur Kanalinsel Jersey. Darüber erzählen wir im nächsten Beitrag.

Wir hoffen, unser WordPressproblem klärt sich, damit wir Euch die schönen Bilder, die wir noch in Petto haben, hochladen können. Aber… shit happens.

 

 

 

 

Von Lagos (PT) nach Vigo (ES)

Eine Woche Lagos war zum Erholen, Einkaufen und Klarschiff machen, gut.

Fahrrad und Guus „beladen“

Guus Turnfreund Chris, Künstlername „Tissy“, den er in seinem Beruf nutzt, ein hochqualifizierter Werbefachmann, der für weltweit bekannte Marken seine Dienste anbietet, kam ab dem 09.07.26 an Bord. Er hat 10 Tage Zeit mit uns mit zu segeln, um sein seit neuestem entstandenem Interesse am Segelsport zu intensivieren und Erfahrungen auf zu tun.

Am Samstag, 11.07. sind wir ein zunächst nur 13 Sm  von Lagos Richtung Sagres gesegelt und haben dort in der „Walfängerbucht“, die „Enseada da Baleeira“ eine Nacht vor Anker gelegen.

unser Gast Chris an Bord
Küste direkt nahe Lagos
dto. ein schöner alter Zweimaster lag vor Anker
Blick vom Ankerplatz aus (Foto Tissy)

Am nächsten Morgen ging es schon um 06.30 Uhr los zum 68 Sm entfernten,  an der Westküste Portugals gelegenen Hafen von Sines. Wir brauchten für die Strecke rd. 11 Stunden, bei angenehmen Wetter und ruhiger See.

die südwestliche Küste von Portugal (Foto Tissy)
und die äußerste Spitze, das „Cabo de São Vicente“
Blick auf den Hafen von Sines
dto.

Zwei Tage später, 14.07. war der Hafen von Oeiras, 57 Sm nördlicher unser Ziel. Morgens waren zum Teil Nebelbänke im Küstenbereich, was sehr mystisch wirkte aber schön anzusehen war.

Foto Tissy
Leuchtturm „Farol do Cabo Raso“

In Oeiras, was wir beiden schon kannten, haben wir zusammen die Altstadt besichtigt und im Hafen auf einer Terrasse, mit Blick auf die GusAnne, llecker gegessen und viel erzählt.

Blick auf die Kirche „Ingreja Matriz de Oeiras“ in der Altstadt
und eine Foto in der Nähe der Kirche, welches Tissy von uns geschossen hat
die Befestigung von „São Juliāo da Barra“ konnte man leider nicht besichtigen, war jetzt Militärgebiet (Foto Tissy)

Donnerstag, den 16.07. die 4. Fahrt von Tissy, führte nach Peniche, 52 Sm nördlicher. Dieser Ort und Hafen kannten wir auch schon, er gefiel nicht so sehr, aber  für eine kurze Rast und Einkauf ok. Wir entschließen uns am nächsten Tag nach Nazaré zu fahren, weil Chris von dort nach eine schnellere Verbindung nach Lissabon hatte.

Am 17.07. um 08.30 Uhr ging es weiter nach Nazaré, nur 25 Sm nördlicher. Das Wetter war zum Teil bewölkt aber dennoch 20°C.

unterwegs nach Nazaré, vorbei am „Cabo Carvoeiro“
unterwegs (Foto Tissy)

und Glück, erneut Delfine gesehen…………… diesmal kamen sie nah am Schiff.

Nazaré hat uns wieder sehr gefallen. Die Bevölkerung lebt überwiegend vom Fischfang und natürlich dem Tourismus, letztere durch ein windgeschützter, etwa 2 km langen Sandstrand begünstigt. Ein Stadtteil von Nazaré, Sitio, liegt 110m oberhalb der Bucht van Nazaré auf einem hinausragenden Felsplateau.

Blick vom Felsplateau aus
dto.
altes, traditionelles Fischerboot auf dem Strand (Foto Tissy)

Die beliebteste Aktivität in Nazaré ist das Surfen, hier entstehen riesige Wellen, wofür eine 5000 Meter tiefe Meeresschlucht, Canyon, verantwortlich ist. So entstand in 2013 ein Weltrekord für die jemals gesurfte Welle, eine 30 Meter hohe Monsterwelle.

Ferner konnten wir einen  schönen Abendhimmel wir während eines Terrassenaufenthaltes bewundern.

Sonnenuntergang
Abendhimmel mit Halbmond und Venus

Leider musste Chris am 19.07. wieder nach Hause. Es war eine schöne gemeinsame Zeit. Insgesamt ist er 215 Sm mit uns gesegelt/gefahren. Ein Pluspunkt für ihn, er ist nicht Seekrank geworden!

Dankeschön Chris für die schöne Zeit sowie die tollen Aufnahmen und Videos, die du gemacht hast ……. und AUF WIEDERSEHEN!                          (Foto Tissy)

Wir beiden sind noch einen Tag länger in Nazaré geblieben und haben uns am 21.07. wieder auf dem „Weg“ gemacht, zum Hafen in Figueira Da Foz, eine Strecke von 40 Sm. Nach 6 Stunden hatten wir den Hafen bereits erreicht. Auch dieser Ort war uns von der Hinreise in den Süden in 2019 bekannt, aber konnte zum Teil neu entdeckt werden.

Liegeplatz in Figueira da Foz

Nach 2 Tage Aufenthalt hatten wir uns den 69 Sm weiter gelegenen Hafen von Porto ausgesucht. 10,5 Stunden Fahrt bei zunächst bewölktes, später sonnigem Wetter und ruhiger See. Während der Fahrt hat Guus sein Anglerglück nochmals herausgefordert, jedoch mit geringem Erfolg. Das Knarren der Spule und die verbogene Angelrute ließ einiges erwarten, jedoch …………….

der Fang war nur ein Minikrebs, der an dem Calemarköder hing ….. also, abends gab es dann Spaghetti

In Porto gegen 17.30 Uhr angekommen, hatten wir uns kurzfristig dazu entschieden nicht im Hafen anzulegen, sondern das ruhige und schöne Wetter hatte dazu eingeladen im Vorhafen der Marina Douro im Fluß Douro zu ankern.

Blick vom Ankerplatz auf die Brücke „Ponte da Arrábida“ von Porto

Bereits um 06.00 Uhr am nächsten morgen hieß es nicht „Leinen los“, sondern „Anker hoch“ und ab nach Vigo, das ist dann schon Spanien. 76 Sm, 11 Stunden standen an. Zunächst bewölktes Wetter und Wind aus SW mit 9 Knoten. Dann wurde die Welle etwas heftiger, aber wir kamen -auch dank dem Motor- gut voran.

In Vigo, uns auch bereits bekannt, möchten wir 3 Tagen bleiben, bevor die Reise weitergeht, nach Muros.

Liegeplatz in Vigo, an der anderen Seite des Kais ein „großer“ Nachbar
….. und unter uns …..

Allen weiterhin einen schönen Sommer, bis demnächst!

 

 

 

Route von Gibraltar nach Lagos (PT)

Fünf Tage Aufenthalt in Gibraltar, bzw. im Hafen Alcaidesa auf der spanischen Seite in der Stadt La Linea de la Concepcion hat uns gut getan

Wir haben uns den Kern von Gibraltar nochmals angeschaut und ferner festgestellt dass, der Ort La Linea in den letzten Jahren Outfitmäßig aufgewertet wurde (schöne kleinere Parkanlagen, restaurierte Häuser, kleinen Innenplätze etc., was uns gut gefiel.

Blick auf Hafen La Linea und Gibraltar (Foto Poster)
Liegeplatz
kleiner Innenplatz in La Linea
und nochmals Gibraltar mit aufgehendem Mond

Im Hafen hatten wir als Nachbarn, das Schweizer Ehepaar Susanne und Louis von der SY Naviot, die wir in 2021 auf der Azoren Insel Santa Maria kennen gelernt hatten. Wir haben einen netten Abend verbracht.

Susanne zeigte uns unseren Eintrag in deren Gästebuch, den wir in Santa Maria erstellt hatten; eine nette Erinnerung

Sonntag, 28.06. hatten wir vor der Fahrt nach Barbate bei einer Tankstelle in Gibraltar unsere Dieseltanks (insgesamt 1.100 Lt. Volumen) aufgetankt zu einem sehr gnädigen Dieselpreis.

da macht das Tanken „Spaß“ Dieselpreis 1,061£ = 1,24€ !!

Der Hafen von Barbate war 38 Sm entfernt. Sonniges Wetter und frischer Wind machten die 7 Stunden Fahrt sehr angenehm. Es war auch in Barbate schon das 3. Mal, dass wir dort angelegt hatten.

Am 30.06. ging es weiter zum Hafen von Chipiona, 52 Sm Entfernung. Wiederum eine angenehme und schnelle Fahrt bei mäßigem Wind und Welle, nach 8 Std. hatten wir bereits unser Ziel erreicht, was eine Durchschnittsgeschwindigkeit von guten 7 Knoten bedeutet.

Chipiona, Stadt und Hafen kannten wir bereits auch schon, hat uns wieder sehr gefallen.

Leuchtturm von Chipiona, 1869 gebaut und mit 69 Metern der höchste Leuchtturm in Spanien
das Castillo de Chipiona, eine historische Festung aus dem 15. Jahrhundert, heute ein Museum
die historischen „Coralles de Pesca“ (Fischreusen) in Chipiona. Diese steinernen vor 600 Jahren errichteten Fischfangvorrichtungen sind immer noch aktiv. Bei Ebbe werden eine Vielzahl an Meerestieren, u.a. Kraken, Krebstiere u.a. gefangen
dto.
Sonnenuntergang in Chipiona

Donnerstag, 02.07. ging es bereits um 06.45 Uhr los nach Vila Real de Santo António, Portugal, direkt an der Grenze zu Spanien. Der Fluß Guadiana bildet die Grenze. Für die 63 Sm, quer über den Golf von Cadiz, benötigten wir bei einer ruhigen Fahrt, was Wind und Welle angeht, 9,5 Stunden, auch wieder ein guter Schnitt.

Wir befinden uns jetzt wieder in Gewässer, wo sich die Gezeiten bemerkbar machen und die Fahrt in den Fluß Guadiana und vor allen die Einfahrt in den Hafen hatten es wegen der starken Strömung und auflaufendes Wasser in sich. Der Skipper meisterte die Aufgabe mit Hilfe des Marineros im Hafen, aber souverän. Vila Real ist ein kleines, früheres Fischerdorf, wo natürlich heute auch wieder der Tourismus für Auskommen sorgt. Der Ort wurde Anfang des 17. Jahrhunderts durch ein Seebeben vollständig zerstört. In 1774 wurde in nur fünf Monaten eine neue Stadt nach dem Reißbrettverfahren gebaut.

Liegeplatz in Vila Real de Santo António
Nachbarn im Hafen, Spanischer Eigner mit einem Französischen und einem Australischen Freund, hatten Pech. Sie hatten Benzin statt Diesel getankt. Der Tank musste somit ausgepumpt werden. Guus konnte behilflich sein, indem er den Skipper eine elektrische Handpumpe lieh um den Benzin in Kanister zu pumpen. Dieser kam mit dem Ganzen jedoch nicht so richtig parat, sodass Guus weitere Hilfe leistete, was ziemlich viel Zeit in Anspruch nahm. Er erhielt als Dank einen warmen Händedruck und zum Abschied wurde fleißig gewunken.

Zwei Tage später fuhren wir kurz nach Hochwasser nach Lagos, wo wir eine Woche verbleiben wollen. 70 Sm standen an, sodass wir bereits 05.30 Uhr portugiesischer Zeit ( eine Stunde früher als in Deutschland) losfuhren. Wir hatten jedoch erneut Glück mit dem Wetter, bis zu 17 Knoten Wind aus der richtigen Richtung (NNO), ebenso die Wellen. Zu Beginn der Fahrt waren Letztere ziemlich hoch, sodass Anneke nach langer Zeit ein wenig mit Seekrankheit zu kämpfen hatte.  Mit einem erneuten „Rekord“ erreichten wir bereits nach 10 Stunden Lagos.

unterwegs nach Lagos, Leuchtturm „Alfanzina“

Ja, auch in Lagos sind wir jetzt bereits zum 3. Mal, aber ein guter Hafen zum Ausruhen und Einkaufen. Wir planen eine Woche zu bleiben, bevor wir die Westküste von Portugal und Spanien bis A Coruna angehen, das sind von hier aus gerechnet rd. 450 Sm.

Guus Freund Tissy kommt am 09.07. zu Besuch und segelt mit uns bis nach Lissabon. Darauf freuen wir uns.

Bis zum nächsten Mal, liebe Grüße aus Lagos

 

 

 

 

 

Von Valencia nach Gibraltar -Marina Alcaidesa in La Linea de la Conceptión-

Insgesamt waren wir 19 Tage in Valencia, doch leider ohne eine Reparatur des Bugstrahlruders. Die Firma, welche die Motorwartung ausgeführt hatte, teilte mit, dass sie die nächsten 2 Wochen keine Zeit hätten. Die Werft, die die GusAnne aus dem Wasser holen sollte und die Reparatur auch ausführen könnte – wann, wie teuer etc. wurde uns nicht gesagt- , teilte mit, dass nur sie an dem Schiff arbeiten durften, Guus als Eigner nicht. Der Skipper beschloss weiter zu fahren und die Reparatur in einem anderen Hafen ausführen zu lassen, weil das Ganze zu lange dauern würde und unbefriedigend war.

Liegeplatz in Valencia. Zunächst hatten wir einen Platz im Nordhafen. Weil der Steg, an dem wir lagen, demontiert wurde -der Hafen wird umgebaut- erhielten wir einen Liegeplatz in dem Stadthafen. Dieser war wegen den vielen Cafés und Kneipen abends bis spät in die Nacht sehr laut, eine Zumutung!
noch ein Letztes aus Valencia: dieses „Street-Art“ Kunstwerk zeigt die ikonische Stencil-Figur (Schablonenfigur) „The Photographer“, die man auf vielen Mauern und Wänden in der Stadt sieht

„Von Valencia nach Gibraltar -Marina Alcaidesa in La Linea de la Conceptión-“ weiterlesen

Fahrt ab 1.05.26 ab Werft Port-de-Bouc (nahe Marseille) bis Valencia

Seit dem 16.04.26 wieder an Bord, d.h. auf dem „Trockenen“ auf der Werft in Port-de-Bouc. Ausführung von Arbeiten am Unterwasserschiff etc. und am 29.04. wurde die GusAnne wieder ins Wasser gekrant.

Guus bei der Arbeit
Abschied von dem sehr freundlichen Team der Werft, von links: Bérénice, Eric, Guus, Elias, Dewe und Anneke   

Ziel unserer diesjährigen Reise ist die Überführung der GusAnne zu den Niederlanden, nach Zeeland zum Hafen von Bruinisse. Da wir u.a. die gesamte Küste von den Niederlanden bis Marseille bereits befahren haben, werden wir uns unterwegs in den einzelnen Häfen nicht lange aufhalten und hoffen spätestens in September in Bruinisse zu sein.

„Fahrt ab 1.05.26 ab Werft Port-de-Bouc (nahe Marseille) bis Valencia“ weiterlesen

Letzter Törnabschnitt 2025 / Inseln des Embiez – Frioul-Inseln – Port-de-Bouc

Obwohl wir bereits am Dienstag, 09.12.25 nach 14 Monaten Verbleib auf unserer GusAnne mit dem Zug zwecks einer ca. 4 monatigen Pause nach Hause gefahren sind, möchten wir doch noch über die letzten 2 Wochen an Bord berichten.

Samstag, 22.11. hatten wir den Hafen von Le Levandou verlassen und sind zu der uns bis dahin unbekannten Insel des Embiez,  im Hafen „Saint Pierre des Embiez“ gefahren. Die Fahrt, 32 Sm, dauerte 7,5 Stunden. Trotz gleicher Wettervorhersagen bei 3 verschiedenen Portalen war der NW-Wind wesentlich stärker und vor allem die Wellen höher, überwiegend gute 2 Meter. Es war somit eine ziemlich anstrengende Fahrt und wir waren froh den Hafen erreicht zu haben.

Strecke von Le Lavandou zur Insel les Embiez
unterwegs, noch kein starker Wind und hohe Wellen, lediglich frisch auf dem Wasser, trotz Sonne

Die Insel des Embiez ist die größte Insel im Archipel des Embiez und liegt vor dem Hafen Le Brusc auf dem Festland Frankreichs. Auf der Westseite ist die Insel hügelig und die dem Festland zugewandte flachere Seite wurde früher zur Meersalzgewinnung genutzt. In 1958 wurde die Insel vom industriellen Paul Ricard, Gründer des Unternehmens Ricard (Markenname eines Pastis) gekauft und er hat die Insel für möglichst viele Menschen zugänglich gemacht.  Die Insel sollte auf seinen Wunsch hin auch seine letzte Ruhestätte sein.

Die knapp 100 Ha grosse Insel ist eine reine Urlaubsinsel, mit Hotels, Ferienhäusern und -Wohnungen, Restaurants und kleineren Geschäften und natürlich dem Hafen mit zwei Hafenbecken, der immerhin 750 Hafenplätze bietet. Eine Insel ohne Autos, sie bietet ursprüngliche Natur. Die Küste hat kleine Buchten, zum Teil mit kleinen Stränden.

Blick auf unseren Liegeplatz (links neben der Motorjacht)

Wir haben die Insel bei per pedes umrundet und die Natur und die Stille außerhalb der Saison genossen.

Blick auf einen Teil der Westküste der Insel
dto.
dto. Im Hintergrund das Festland mit u.a. der Stadt Bandol
links eine ehem. Salzpfanne
in der Nähe des Turms (Tour de la Marine) ist das Grab von Paul Ricard
das Grab von Paul Ricard
sogar Wein wird auf der Insel angebaut. Die Domaine de L’Île des Embiez, ein Weingut der Côtes de Provence, die biologisch angebaute Wein (Rot, Rosé, Weiß) produziert.
vom Mistral-Wind malträtierte Bäume

Mit einer Fähre (10 Minuten-Fahrt) sind wir an einem Tag rüber zum Festland, zum Ort bzw. Weiler Le Brusc. Ein kleines Saint-Tropez mit weniger Glitzer und mehr Fischern.

Blick auf den kleinen Hafen von Le Brusc
eine urige Kneipe

Nach 6 Tagen Aufenthalt auf der Insel des Embiez ging es am 28.11.25 weiter zur nächsten Insel bzw. zur Inselgruppe Frioul-Inseln, die zum Arrondissement von Marseille gehören. Der Hafen Port Frioul liegt auf der Insel île Ratonneau. Eigentlich wollten wir wieder in den alten Hafen von Marseille, aber wegen einer Regatta, die am Wochenende statt fand, war der Hafen komplett belegt, aber im Nachhinein waren wir froh etwas Neues entdeckt zu haben.

Die 4 1/2 stündige Fahrt entlang eines sehr schönen und abwechslungsreichen Küstenabschnitts und diesmal wieder bei sonnigem Wetter und ruhigere See, war sehr entspannend.

während der Fahrt
dto.
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Im linken Teil des relativ großen Hafenbeckens war noch viel Platz, sodass wir längs entlang des Steges anlegen durften und nicht an einer Mooring brauchten.

Liegeplatz. Vom Hafen aus schaute man auf die kleine Nachbarinsel île d’If mit dem Chateau d’If. In dem ehem. Gefängnis wurden Teile des Films „der Graf von Monte Christo“ gedreht. Ganz im Hintergrund Marseille mit der Kirche „Notre-Dame de la Garde“
Liegeplatz mit Blick auf den keinen Ort
über den Hafen thront ein römischer Tempel, meint man zunächst. Es ist jedoch eine christliche Kapelle von 1828. Im 19. Jahrhundert wurde auf der Insel ein Krankenhaus errichtet, um Reisende unterzubringen, die in Marseille ankamen und wegen des Verdachts auf ansteckende Krankheiten, u.a. die Große Pest von Marseille, unter Quarantäne gestellt wurden. Die Kapelle ermöglichte es den Kranken, von ihren Booten aus an Gottesdiensten teilzunehmen. Sie wird heute noch bei besonderen Anlässen für Gottesdiensten genutzt.
dto.

Mit einer Fähre konnte man von der Insel nach Marseille, Anlegestelle im Alten Hafen, fahren. Diese Dienstleistung haben wir 2x genutzt, u.a. um einen Geschäftsfreund von Guus mit seiner Frau zu treffen, die in Marseille wohnen. Ein schönes Wiedersehen.

Dann kam für unsere diesjährige Reise die letzte Fahrt. Am 01.12.25 ging es zum Hafen von Port-de-Bouc, 20 Sm, wo die GusAnne am 4.12. von der dortigen Werft aus dem Wasser gekrant wurde. Es gab einen herzlichen Empfang von der Mannschaft der Werft. Die GusAnne bleibt jetzt bis ca. Mitte April 2026 hier stehen, wenn wir in dieser Zeit zu Hause sind.

Rastplatz
Fazit:

Insgesamt waren wir 14 Monate unterwegs, haben in/an 44 Häfen/Ankerplätzen angelegt bzw. Anker fallen lassen und sind 1.250 Seemeilen gefahren.

In April 2026 fahren wir mit dem Zug zurück nach Port-de-Bouc und planen ab Mai die GusAnne zurück nach den Niederlanden zu fahren. Wir lassen uns dabei Zeit und werden voraussichtlich im Herbst dort ankommen. Dann sind wir insgesamt 10 Jahren mit dem Schiff unterwegs gewesen und möchten es dann veräußern um andere Reisepläne zu verwirklichen. Aber bis dahin dauert es noch eine Zeit und wir werden ab Mai nächsten Jahres wieder regelmäßig unsere Beitrage in diesem Blog schreiben.

Allen eine schöne Adventszeit!!

unsere diesjährige Reise

IT- Sanremo / FR- Nizza, Antibes, Les Issambres, Le Lavandou

Obwohl die Marina „Portosole“ in Sanremo direkt nahe dem Stadtzentrum lag, war es abends und in der Nacht angenehm ruhig. Es ist ein großer Jachthafen, wo viele große, zum Teil protzige Motorjachten liegen.

Beispiele
hier ein extremes Beispiel
unser Liegeplatz (rechts)

Der italienische Kurort Sanremo hat ca. 54.000 Einwohner und ist nur 20km von der französischen Grenze entfernt. Bekannt ist die Stadt für das seit 1951 jährlich in Februar oder März ausgetragene Sanremo-Musikfestival. Auch die Spielbank ist weithin bekannt.

die Spielbank von Sanremo

Elegante Häuser, viele in Jugendstil gebaut und prächtige Villen mit großen, zum Teil öffentlich zugänglichen Gärten gibt es in dieser Stadt zu bestaunen.

seitliche Wand einer Villa in Jugendstil
Villa Nobel, im neogotischen Stil wurde  1874 bezugsfertig

Nach verschiedenen Besitzerwechseln wurde die Villa Nobel in 1891 von dem schwedischen industriellen Alfred Nobel erworben. Er ließ die Villa umgestalten, u.a. entstand im Untergeschoss ein Laboratorium für seine Forschungen und er gab ihr seinen Namen.  Die Villa war auch sein Sterbeort im Jahre 1896.

Heute ist die Villa ein Museum, das das Leben und den Erfindungen von Alfred Nobel zum Thema hat. Zu Nobels Zeiten reichte der Garten bzw. Park der Villa bis ans Meeresufer und wurde lediglich von einer Eisenbahnstrecke unterbrochen. Der Park wird jetzt in den Sommermonaten für Theatervorstellungen und Konzerte genutzt.

In Sanremo befindet sich im Stadtzentrum eine Russisch Orthodoxe Kirche. Ende des 19. Jh. lebten in Sanremo viele Russen und die russische Aristokratie verbrachte die kalten Jahreszeiten in Sanremo. Die Frau des Zaren Alexander II war von der Landschaft und das angenehme Klima begeistert und stiftete in 1913 die Kirche. Für € 2,- kann man einen Innenraum mit vielen Ikonen und Statuen besichtigen.

die russisch orthodoxe Kirche
dto.
und nochmals …..

Das alte historische Viertel von Sanremo “ La Pigna“, dessen Geschichte bis ins Mittelalter zurückreicht, ist auf einen Hügel gelegen, etwa 100m über den Meeresspiegel. Die für das Mittelalter typische städtebauliche Kultur wurde aus Verteidigungsgründen angelegt um sich besser vor Überfällen von Piraten zu schützen.

eine der Gässchen in der La Pigna
dito
es wurde in der Alstadt fleißig renoviert, sowohl die Häuser als auch die Gassen. Hier war man schon fertig ….

In der Altstadt befindet sich auch die Kirche „Chiesa di san Giuseppe“, Grundsteinlegung Ende des 17. Jh. Fertigstellung jedoch erst im 19. Jh.

Chiesa di Giuseppe
und von innen
Blick auf die Altstadt vom Schiff aus, am Tage ……
…. und am Abend

Schön war auch der 26 Km lange Radweg von Sanremo nach Imperia, ein perfekt ausgebauter Weg, welcher auf der ehem. Bahntrasse von Imperia nach Sanremo und Ventimiglia verläuft.  Schöne Aussichten auf das Meer und Fahrten durch Tunneln wurden geboten.

auf dem Radweg
dto.

Sanremo hat uns sehr gut gefallen und wir haben uns eine ganze Woche Zeit gelassen, die Stadt kennen zu lernen.

Samstag, den 8.11.25 heiß es dann doch wieder „Leinen los“ und wir sind zu dem 23 Sm westlicher gelegen Nice, Nizza gefahren. Die 5 stündige Fahrt bei sonnigem Wetter, ruhiger See und einer leichten Brise führte u.a. an den italienischen Ort Bordighera vorbei in unmittelbarer Nähe der Grenze zu Frankreich.

der Ort Bordigehra und im Hintergrund ein Teil der See- , oder auch Meeralpen genannt (eine Gebirgsgruppe der südlichen Westalpen)

Knapp 2 Std. später hatten wir Monaco im Visier. Das Fürstentum besteht fast nur aus Hochhäusern, wenn man das vom Weiten betrachtet, dennoch imponierend.

Monaco
das Ozeanographische Museum und Institut für Meereskunde in Monaco, 1889 durch Fürst Albert I gegründet
der Mont Angel, mit 1148m die höchste Erhebung Monacos

Gegen 15.00 Uhr hatten wir im Hafen von Nice, Bassin Lympia, festgemacht. Auch dieser Hafen liegt im Herzen der Stadt und ist von schönen renovierten Häusern umringt.

Luftbildaufnahme (Poster im Hafenbüro)
Hafeneingang (später vom Schlosshügel „Collins du Château“ aus fotografiert)
Gesamtbild des Hafens
unser Liegeplatz
traditionelle bunte Boote „Pointus“ im Hafenbecken. Seit Generationen Fischerboote für Kleinfischerei.

Am nächsten Tag sind wir zu der Strandpromenade „Beau Rivage“, es heißt die Promenade hat zwei Atmosphären, entspannt und trendig. Trotz November noch immer gut besucht. Zahlreiche Café’s, Bars und Restaurants säumen die Promenade. Für eine Kugel Eis und eine Tasse Milchkaffee durfte man dort € 12,- bezahlen.

einen Teil des Strandes
das Hotel „Negresco“ an der Uferpromenade. In 1912 eröffnet, ein Luxushotel im Stil der Belle Époque. Preise je Zimmer ab € 1.600,- bis € 30.000,- je Nacht für eine Suite. Übernachtungskosten für einen Hund € 50,- !!

Die Altstadt von Nizza, die „Vieux Nice“ ist ein schönes Viertel  mit schmalen  Gassen, kleinen Boutiquen und natürlich Bars und Restaurants.

eine der Gassen; im Hintergrund die Kuppel der Kathedrale von Nizza „Kathedrale Sainte-Rérarate“
die Kathedrale vom Marktplatz aus fotografiert
Blick auf die Altstadt und links die Strandpromenade

Eine unserer Wanderungen führte entlang der Küste, Bucht von Villefranche, hoch auf einen Hügel zu dem „Fort du Mont Alban“, eine ehem. militärische Festung aus dem 16. Jh.  Von dort hatte man eine schöne Aussicht auf die Bucht.

Fort du Mont Alban
dto.
Blick auf die Bucht von Villefranche

Eine kleine Anekdote: wir hörten am 2. Tag mittags um 12.00 Uhr auf unserem Boot einen lauten Kanonenschuss und hatten uns ein wenig erschreckt. Da jedoch keine Sirenen zu hören oder aufgeschreckte Menschen zu sehen waren, haben wir uns nichts weiter dabei gedacht. Am nächsten Tag genau das Gleiche. Dann haben wir im Internet recherchiert  und erhielten den Hinweis, dass seit 1860 jeden Tag eine Kanone abgefeuert wird, um die Einheimischen auf das Mittagessen hinzuweisen. Eine Tradition, die ein gewisser Sir Thomas Coventry einführte und seitdem liebevoll beibehalten wird. Der Legende nach vergaß seine junge Frau sein Mittagessen. Um sie herbeizurufen ließ er eine kleine Kanone aufstellen und diese mittags abfeuern.

Vier schöne Tage haben wir in Nizza verbracht. Am 12.11. haben wir uns dann zu dem Hafen von Antibes, Port Vauban, aufgemacht, nur 9 Sm weiter westlich.

Abschiedsfoto von Nizza. Im Hintergrund der Schlosshügel

Die kurze Fahrt, bei erneut schönem Wetter, brachte eine kleine Überraschung, ein Boot der Gendarmerie National kam auf uns zu und die beiden Gendarmen wollten nicht nur wissen wo wir her kamen und  zu welchem Hafen wir wollten, sondern interessierten sich sehr für unser Schiff. Sie hatten das Schild „à vendre“ gesehen. Als wir den Preis nannten, meinte einer von beiden, dass er um das Schiff kaufen zu können, sich wohl einen anderen Job suchen müßte.

die Gendarmerie National

Die Fahrt führte danach an der Gemeinde Villeneuve-Loubet vorbei, kurz vor Antibes. Sehr auffällig war die imposante Architektur des „Marina Brie des Anges“, ein Wohnkomplex mit 1300 Wohneinheiten und eine Marina, heutiges Wahrzeichen der Gegend.

Antibes, eine französische Gemeinde an der Côte d’Azur  mit rund 77.000 Einwohnern ist zusammen mit dem Nachbarseebad Juan-les-Pins ein Urlaubsziel an der französischen Riviera.

Der See- und Yachthafen Port Vauban wurde nach dem Stadtplaner und Baumeister Vauban benannt. Der Jachthafen, mit ca. 1.700 Liegeplätzen ist einer der größten Europas und  wird auch „Milliardärhafen“ genannt. Direkt am Hafen liegt auf einem kleinen Hügel das „Fort Carré“, 1553 erbaut um die Stadt und den Hafen zu verteidigen.

Fort Carré, bereits zu sehen auf der Fahrt zum Hafeneingang
dto. vom Hafen aus fotografiert

Von der Bastion Saint-Jaume am Hafen schaut ein 8m hohe Skulptur „Nomade“ genannt, eine hockende Figur mit angewinkelten Beinen und mit einer Körperhülle aus Schriftzeichen, hinaus auf das Mittelmeer.

Bastion Saint-Jaume , eine Festung an der alten Stadtmauer. In der Mitte sieht man den oberen Teil der Skulptur „Nomade“
die Skulptur „Nomade“ aus weißem Stahl des Künstlers Jaume Plensa.

Weiterhin haben wir dem Schloss Grimaldi noch einen Besuch abgestattet. Das Schloss ist eine zum Palast umgebaute Burg. Die Burg wurde um 1300 im Auftrag des französischen Admirals Rainer Grimaldi erbaut, ein Vorfahr der heutigen Fürstenfamilie in Monaco. In dem Gebäude ist heute eine Museum, das Picasso-Museum. Auf 2 Etagen waren Gemälde und Skulpturen des Künstlers ausgestellt.

Werke von Picasso, ist natürlich Geschmacksache !

Am Samstag, 15.11.25 ging unsere Fahrt weiter nach Les Issambres, zum Hafen Port San Peïre. Ein kleineres Dorf an der Küste der Bucht von Saint Tropez. Beim Ablegen war der Himmel bewölkt und kurze Zeit später regnete es kurz. Gegen 12.00 Uhr mittags schien die Sonne wieder. Aufgrund stürmisches Wetter an den beiden Tagen vorher war noch eine alte Dünung vorhanden und somit teilweise Wellen von ca. 1,7m. höher als vorhergesagt.

unterwegs, im Hintergrund Cannes
unterwegs
unser Liegeplatz
irgend ein Künstler hatte die Kaimauer mit Wandmalerei aufgewertet, es wirkte sehr beeindruckend plastisch
der Hafen Port San Peïre im Hintergrund

Drei Tage später, 18.11. setzten wir unsere Reise fort und fuhren zu der Stadt Le Lavandou, 25 Sm westlicher. In dem Hafen waren wir bereits in März d.J. auf unsere Hinfahrt nach Korsika. Wir sind dorthin, weil wir wussten, dass wir da eine unserer Propangas-Flaschen auffüllen lassen konnten. Dies hatten wir in März auch gemacht. So haben wir wieder für ca. ein Jahr Gas zum Kochen!

Wir werden uns nicht lange aufhalten, weil wir den Ort und die Umgebung im Frühjahr erkundet hatten als wir 14 Tage dort verbrachten. In dem Beitrag von März d.J. haben wir auch darüber berichtet.

Samstag, 22.11. fahren wir zu einem neuen Liegeplatz auf der Insel des Embiez, zu dem Hafen „Saint-Pierre-des -Embiez“, eine Fahrt von rd. 35 Sm = 7Std. Wir werden berichten!

Bis dahin liebe Grüße -noch- aus Le Lavandou

Fahrt entlang Ostküste von Korsika und Überfahrt nach Sanremo, Italien

Nach 2 Tagen Aufenthalt in La Maddalena (Sardinien) haben wir uns am Montag, 13.10.25 nach Korsika aufgemacht. Zunächst führte die Fahrt durch das La Maddalena-Archipel, danach vorbei der Straße von Bonifacio zur Ostküste von Korsika, zum Hafen von Solenzara. Eine ruhige Fahrt von 42 Sm bei sonnigem Wetter, zum Teil entlang Steilküsten.

Rückblick auf das La Maddalena-Archipel
die Straße von Bonifacio, hinten die Steilküste von Bonifacio
während der Fahrt entlang der Ostküste Korsikas
Blick auf Solenzara

Solenzara ist eine kleine Gemeinde mit nur 1.500 Einwohnern, wir hatten den Ort im Frühjahr bereits besucht während einer unseren Autorundfahrten. In der Nacht und am Tag darauf gab es einige heftige Unwetter mit starken Regengüssen.

Vier Tage später ging es weiter nördlich zum 30 Sm weiter gelegenen Hafen Taverna.  Der vorhergesagte Wind von nur bis zu 10 Knoten entpuppte sich als Starkwind mit bis zu 30 Knoten aus NW, sodass wir kreuzen mussten um besser mit bis zu 2m hohen Wellen voranzukommen. Als wir um 17.00 Uhr den Hafen erreichten, hatte das Hafenbüro schon geschlossen und die Marineros Feierabend. Es war noch immer sehr windig, sodass wir kurzerhand entschieden an den Anmeldesteg festzumachen. Am nächsten Tag hörten wir von einer Aushilfe des Hafenbüros, dass wir dort liegen bleiben konnten. Prima!

Hafen von Taverne (Foto Internet)

Der Ort hatte nicht viel zu bieten, sodass wir nach dem Wochenende am Montag, 20.10.25 wieder weiter gefahren sind, nach Bastia. Es war nur eine kurze Fahrt von 25Sm bei ruhigem Wetter. Bastia „kannten“ wir schon, weil wir im Frühjahr dort bereits mit einem Auto waren und übernachtet hatten. Die Stadt Bastia hat uns wieder sehr gut gefallen. Sie hat eine schöne gemütliche Altstadt und animierte uns diese erneut zu durchwandern.

Anfahrt zum Hafen Toga in Bastia
Blick auf die Einfahrt zum Alten Hafen, Vieux Port. Im Hintergrund die Insel Elba
Seiteneingang der Kirche Saint-Jean-Baptiste, erbaut zwischen 1636 und 1666
das Innere der Kapelle „Notre-Dame de Monserata“ im 15 Jahrhundert gebaut. Die „heilige Treppe“, die „Scala Santa“ ist ein historisches Denkmal, die an die Passion Christi erinnert
Blick auf den Fährhafen

In den 8 Tagen, die wir in Bastia verbrachten, wehte an 5 Tage ein sehr starker Mistralwind, zum Teil bis zum 50 Knoten. Der Hafeneingang war fast schneckenförmig, sodass keine Wellen bis in den Innenhafen hineinkamen und unsere GusAnne nur mit dem Wind zu kämpfen hatte.

Porto Toga in Bastia (Foto Internet)

Als die Wetterlage sich wieder beruhigt hatte und auch keine alte Dünung mehr vorhanden war sind wir weiter nördlich zu dem Hafen von Macinaggio, nur 16Sm weiter. Auch in diesem Ort waren wir schon und hatten dort auch übernachtet als wir in April d.J. mit der GusAnne im Westen der Insel im Hafen von Calvi lagen.

Der Hafen von Macinaggio ist der nördlichste Hafen für unsere Bootsgröße am Cap Corse, die Halbinsel im Norden.  Von dort aus planten wir die Überfahrt zum Festland, nach Sanremo in Italien.

Liegeplatz in Macinaggio
ein dunkler bedrohlicher Himmel am Freitagnachmittag, jedoch die Wolken wurden vom Winde vertrieben

Korsika, unsere Insel Nummer Eins, haben wir -wie Sardinien- gut kennengelernt und werden uns sicherlich immer wieder gerne daran erinnern.

Der Mohr, der auf der korsischen Flagge das Symbol der Freiheit ist und für den Kampf der Insel gegen Fremdherrschaft steht, hier als Bronzeskulptur

Nach vier Tage Aufenthalt in Macinaggio, nachdem Guus einen Generalscheck des Schiffes gemacht hatte, sind wir bei einem vorhergesagten guten Wetterfenster am Samstag, an Allerheiligen,  um 13.30 Uhr losgefahren. Der Himmel war bewölkt, die Lufttemperatur bei angenehmen 20°C. Die Überfahrt war mit ca. 90 Sm bemessen und wir hatten 18 – 19 Stunden Fahrtzeit eingeplant.

Weil wir bei den letzten Fahrten des Öfteren kurzfristig Probleme mit dem Aussenplotter hatten, aktivierte Guus vorsorglich das Garmin Hand-GPS-Gerät, welches wir bei einem evtl. Ausfall des Plotters als Orientierungshilfe nutzten konnten. Der Plotter war während der Fahrt einmal ausgefallen, jedoch bei einem Neustart war wieder alle ok! Außerdem hatten wir während der Fahrt alle 3 Std. einen Fixpunkt (Koordinaten und Uhrzeit) in den in der Seekarte bereits eingetragenen Kurs zur Orientierung markiert.

Der SW-Wind von zunächst ca.  5 – 9 Knoten steigerte sich gegen Abend bis zu 15 Knoten, sodass wir mehrere Stunden nur unter Segeln fahren konnten, was eine Ruhe! Die See war bis dahin ruhig aber die Wellen wurden durch den stärkeren Wind natürlich auch höher, sodass die Bewegung des Schiffes etwas stärker wurde, jedoch nicht unangenehm.

letzte Aufnahmen von Korsika, Cap Corse
dto.
die Insel „Griglia“ gegenüber Cap Corse

Um 18.00 Uhr war es schon dunkel, jedoch hatten wir das Glück, dass der Himmel überwiegend wolkenlos war und der 3/4 – Mond den Himmel erleuchtete und somit unsere Sicht optimierte.

Dennoch waren wir froh, als am nächsten Morgen bei Sonnenaufgang das europäische Festland in Sicht war. Man „schläft“ zwar abwechselnd ein Stündchen, aber nachdem man ca. 24 Stunden aktiv war, ist man einfach müde!

Der Himmel kurz vor der Ankunft in Sanremo, Hafen Portosole, war schwarz, der Regen schaffte es aber nicht uns einzuholen.

Regenhimmel vom Heck aus beobachtet
Blick auf Sanremo

Die Wettervorhersage ist für die nächsten Tage bestens, Sonne und um die 20°C, also ideal die Stadt Sanremo, die wir noch nicht kennen, und evtl. Umgebung, zu erkunden.

Darüber werden wir natürlich berichten, bis dahin liebe Grüße von uns beiden!!

 

Sardinien VII (letzte Route) – La Caletta – Marina dei Sardi – La Maddalena

Am 20.09. ging es weiter nach La Caletta, 46,5 Sm nördlicher, eine Fahrt von ca. 9 Std. bei sonnigem Wetter, ruhiger See und leichter Brise, entlang einer sehr schönen Küste. Eine gute Stunde nach der Abfahrt fuhren wir vorbei an der „Pedra Longa“, die wir anfangs unserer Reise in Sardinien schon gesehen hatten, als wir mit einem Mietwagen unterwegs waren. Pedra Longo ist ein Naturdenkmal, eine hohe „Kalksteinpyramide“, die aus dem Meer ragt. Vom Meer aus wieder ein neues Bild.

Küste in der Nähe des Ortes Baunei, Pedra Longa rechts unten
und vom Nahen
weiterer Verlauf der Küste
eine riesige Steilwand, sehr beeindruckend

Eine tolle Fahrt, aber dann …..

in La Caletta angelegt und  …… wir rochen einen uns bekannten Duft …… Batterien, die heiß geworden waren. Und ja, diesmal waren die zwei Startbatterien für den Motor an der Reihe. Auch diese hatten sich aufgebläht durch Überhitzung. Am nächsten Morgen hatte Guus im Hafenbüro nachgefragt, ob sie einen guten Elektriker empfehlen konnten. Wir hatten das Glück, dass Ugo, ein Italiener, der zum Teil auch für den Hafen arbeitete, ein Fachmann war. Er hat sich das System an Bord angeschaut, durchgemessen, die Elektropläne angeschaut und festgestellt, dass auch die 2. Lichtmaschine -altersgemäß- und das vor kurzem eingebaute Relais defekt waren.  Die defekte Lichtmaschine hat ständig Strom produziert und somit die Batterien überhitzt. Die defekten Teile einschl. Batterien wurden bei einer Firma in Cagliari bestellt und eine gute Woche später war alles angekommen. Ugo hat den Tag darauf die Montagearbeiten ausgeführt und nochmals alles sorgfältig überprüft.

Ugo bei der Arbeit
und gemeinsam bei einem Dankeslunch

Die Zeit in welcher wir auf die Batterien etc. warten mussten haben wir u.a.  mit einer Wanderung zu dem Nachbarort Posada und einer Radtour, zum Teil an der Küste entlang nach Santa Lucia und weiter zum Strand Capo Comino verbracht.

auf dem Weg nach Posada
Blick auf Posada. Der Ort  hat eine schöne kleine Altstadt und eine alte Burgruine „Castello delle Fava“ das Wahrzeichen des Ortes
Blick von einer kleinen Gasse auf die Burgruine (oben Mitte)
Castello delle Fava
Blick vom Ort auf die Umgebung Richtung La Caletta
Aufnahme während der Radtour entlang der Küste
die Radtour wurde vom Touristeninformationsbüro empfohlen. Der Informant war wohl selber seit langem nicht mehr da gewesen. Der Sandschotterweg hatte sehr viele Schlaglöcher, die wegen Regen des Vortages auch noch schlammig waren. Da konnte man nur das Rad in die Hand nehmen und gehen

Im Hafen hatten wir viele Bekanntschaften gemacht mit Seglern. U.a. die Engländer Faye und Rob mit ihrem Hund Ywey. Faye war Teakwondo-Trainerin und jetzt schreibt sie Bücher, Krimis. Als sie hörte, dass Anneke viel und vor allem gerne Krimis liest, fragte sie, ob Anneke ihre Bücher lesen möchte um u.a. festzustellen ob die deutsche Übersetzung der Bücher keine eklatante Fehler oder ungeschickte Formulierungen beinhaltet. Die ersten 3 Bücher wurden per Mail zugestellt, also „rann an die Arbeit“.

Dann haben wir noch Ulrike und Jean-Marie aus Luxemburg kennengelernt mit ihrer SY „one moment“, die den gleichen Weg nach Süd-Frankreich zurückfahren wie wir,  vielleicht treffen wir uns nochmal.

Weiter Erni und Willy aus Österreich mit einem besonderen Taiwanischen Holzsegelboot, die auf dem Weg nach Barcelona und weiter waren.

Interessante Begegnungen und Erfahrungsaustausche, die abends bei einem Glas Wein und/oder Bier vertieft wurden.

Direkt neben der Marina steht der Turm „Di San Giovanni“, ein historischer Küstenwehrturm aus der spanischen Zeit.

der Torre di Giovanni
und nochmals einschl. der Strand von La Calatta

Abendstimmung im Hafen …..

Am Mittwoch, 8.10.25 sind wir nach 17 Tagen Aufenthalt in La Caletta weiter nördlich gefahren zur Marina dei Sardi, etwas nördlich von Olbia. In Olbia war in beiden Marinas kein Liegeplatz frei. Die Fahrt von etwa 6 Std. (33 Sm), wiederum bei sonnigem Wetter und leichter Wind führte erneut an einer sehr schönen Küste vorbei.

Während der Fahrt hat Guus mehrmals beide Lichtmaschinen geprüft und durchgemessen, ebenso die Batterien der Hausbank, die Batterien des Bugstrahlruders und der Ankerwinsch und die neue Startbatterien für Motor und Gernerator. Alles so wie es sein soll. Tolle Arbeit Ugo!!

Route von La Caletta zur Marina dei Sardi                                                                        
Blick zurück auf La Caletta und Umgebung.                              
unterwegs in der Nähe von San Teodoro und dem Kap „Coda Cavallo“
die Insel Tavolara in der Nähe von Olbia
Liegeplatz in der Marina dei Sardi. Am 1. und 2. Tag sah es so aus wie jetzt an unserem Steg. Die Marina war überwiegend ein Ort für Charterboote. Freitags wurden diese von den Nutzern zurückgebracht und die Marina war nahezu komplett voll
Blick auf den Hafen  

Am nächsten Tag besuchte uns ein Turnfreund von Guus, Tissy. Er hatte mit seinem Rad die Insel in einer Woche umrundet, und dabei rd. 1.000 km zurückgelegt …. alle Achtung. Wir hatten uns 2 Jahre nicht mehr gesehen, sodass es vieles zu erzählen gab. Er hat an Bord übernachtet und gegen Abend des nächsten Tages ist er zurück nach Olbia geradelt, weil er am Tag darauf frühmorgens nach Hause flog. Schöne Begegnung! Tissy ist von Beruf Art Director und hatte dementsprechendes Profimaterial, wie Drohne, GoPro, Fotoapparat etc. dabei. Er hat sich die Zeit genommen und erklärt wie und wann er das Equipment benutzt. Die Drohne hat er auch im Hafen fliegen lassen, sodass wir unsere GusAnne von oben fotografiert bekamen.

Blick von oben auf die Marina
Drohnen“Blick“. GusAnne, 2.Boot von rechts, nicht direkt auf den ersten Blick zu erkennen, da alle eine weißes Oberdeck haben
Mittagslunch mit Tissy
und wieder Abschied!

Samstag, 11.10.25 sind wir knapp 17Sm weiter nördlich gefahren zu der Insel La Maddalena, „Porto Cala Gavetta“. Dies war der erster Halt unserer Sardinienfahrt am  24. Mai d.J. und jetzt, knapp 4 1/2 Monat später auch unser letzter Halt auf Sardinien.

die Insel Caprera in Sicht, Nachbarinsel von La Maddalena
La Maddalena, Name der Insel sowohl als auch des Ortes

Wir haben die Insel komplett umrundet, schöne Küsten haben uns fasziniert, aber auch das Innenland hat uns gefallen, rd. 3.000 km sind wir mit Leihwagen unterwegs gewesen. Eine sehr schöne Zeit genossen.

Törn rund um Sardinien
man sieht es an den Fahnen, Italien und Sardinien, beim Abnehmen haben sie sich fast zu Staub aufgelöst.                  Wir haben Sardinien fertig!!!