Nazaré, Peniche, Oeiras einschl. des tollen Ausfluges nach Sintra

Nach 4 Tagen Aufenthalt in Figueira Da Foz machten wir uns am 30.09. auf dem Weg (bzw. Wasser) nach Nazaré, 37 Sm südlicher. Dreiviertelstunde vor Niedrigwasser in Figueira sind wir um 10.10 Uhr los bei bewölktem Himmel. Der Wind drehte von Ost nach SW, war aber schwach, der Ozean mäßig bewegt. Der Himmel klarte während der Fahrt immer mehr auf und gegen 14.00 Uhr haben wir sogar einige Delfine gesehen, schön! Um 16.30 Uhr hatten wir angelegt und genossen unseren „Anleger“, Guus ein Bierchen und Anneke ein Gläschen Sekt.

Fahrt von Figueira nach Nazaré
ca. 1/2 Strecke, vorbei an den Leuchtturm „Penedo de Saudade“

 

Zufahrt in der Bucht zum Hafen Nazaré

Die Stadt Nazaré besteht aus 3 Stadtteilen, die beiden Ortsteile „Sitio“ und „Pederneira“ befinden sind oben auf einer Hochebene und der moderne Stadtteil von Nazaré zieht sich entlang des Strandes. Letztgenannter Teil ist erst seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts besiedelt, nachdem das Meer im Laufe der Zeit, die Felsvorsprünge durch die ständig anrollenden Wellen „geschliffen“ hat und die Bucht zudem versandete. Nazaré ist eine Fischer- und Tourismusstadt und als Wallfahrtsort bekannt.  Außerdem hat die „große Welle“ nördlich von Nazaré, die Aufmerksamkeit der internationalen Surfelite auf sich gezogen. Ein Tiefseegraben vor Nazaré gilt als Ursache für sehr große Brandungswellen, die sich nach Stürmen aufbauen. Hier genießen Extremsportler die „große Welle“ (absoluter Rekord in 2013: ein hawaiianischer Spezialist, der eine 30 m hohe Welle bezwang!).

Foto aufgenommen in einem Informationsbüro, wie die Welle sein kann
zum Zeitpunkt als wir vor Ort waren, entstanden Brandungswellen von ca. 4 Metern (nur ….. !!!!)

Mit einer Standseilbahn kann man zum Aussichtspunkt „Miradoro do Suberco“ fahren bzw. zum oberen Stadtteil „Sitio“. Von oben hat man einen schönen Panoramablick auf den Strand von Nazaré und den unteren Stadtteil.

die Seilbahn in Keramikfliesen dargestellt. Die Bahn überwindet eine Strecke von 318m Länge und einer 42%igen Steigung (Einweihung in 1889)
Blick vom Aussichtspunkt (rechts der Hafeneingang)
Blick von 110m Höhe auf den Strand

Pilger besuchen den Ortsteil „Sitio“, um die in der Kirche holzgeschnitzte Heiligkeit, „Santuário de Nossa Senhora da Nazaré“, zu sehen. Eine Madonnenfigur, angeblich eine authentische Darstellung Marias mit Jesus, die Schnitzarbeit soll zu jener Zeit in Nazareth in ihrer Anwesenheit erstellt worden sein. Daher entstand auch der Namen der Stadt Nazaré. Tja!

die Kirche, gleichen Namens wie die Heiligkeit
Altar, in der Mitte hinter Glas, die ca. 30cm große Holzmadonnenfigur
Blick von dem Stadtteil „Pederneira“ aus auf Sitio und den modernen Teil entlang des Strandes

Der Ort Nazaré und seine Lage haben uns sehr gefallen.

Vier Tage später, 4.10.19, sind wir nach Peniche, nur 23 Sm weiter, gefahren. Während dieser Fahrt konnten wir etwas mehr Wind genießen, bis zu 14 Knoten, sodass wir nur knappe 4 1/2 Stunde für die Strecke brauchten. 

von Nazaré nach Peniche
Zufahrt zum Hafen „Leuchtturm Cabo Carvoeiro“

Auch Peniche ist für die zum Surfen geeigneten Wellen des Atlantiks bekannt. Die Stadt ist Portugals zweitgrößten Umschlagsplatz für Sardinen. Ursprünglich war Peniche eine Insel nahe der Küste. Ab dem 15. Jahrhundert bildete sich eine natürliche Landverbindung zum Festland hin.

Blick auf unseren Liegeplatz

Eine Sehenswürdigkeit ist die Festung, „Fortaleza de Peniche“, in welcher sich heute in einem Teil des Gebäudes das Museu Regional, mit der Ausstellung „for your free thinking“ befindet. In dem Museum wird u.a. die Funktion der Festung als Gefängnis wahrend der Diktatur Salazars (1932 bis 1968) aufgearbeitet -die Ausstellung stimmt einem traurig-.

ein Teibereich der Festung bei Abendstimmung

 

 

 

 

 

 

altes Zugangstor
Blick auf die „Hüsjer“ der Altstadt

Sonntag, den 06.10. war zunächst unser Plan nach Cascais zu fahren, ca. 45 Sm südlicher. Um 08.00 Uhr morgens haben wir abgelegt und bei einem NNO Wind mit Böen bis max. 23 Knoten ging es trotz sehr bewegter See und bis zu 3m hohen Wellen zügig voran, sodass wir schon gegen 15.00 Uhr im Hafen vom Cascais ankamen. Jedoch, hier war kein Platz mehr für unsere 13m lange GusAnne. Nur kleinere Schiffe hatten noch das Vergnügen. Wir hatten die Wahl eine Nacht im Vorhafen vor Anker zu gehen oder den auf der Seekarte gefundenen nächsten Hafen von Oeiras anzulaufen. Da Letztere nur knappe 5 Sm weiter war, haben wir uns dafür entschieden, nachdem wir vorher telefonisch nachgefragt hatten, ob Platz vorhanden war. Oeiras liegt direkt an der Mündung des Flusses Tejo, ca. 23 Km von Lissabon entfernt. Ein netter kleiner Hafen mit sehr freundlichen und hilfsbereiten Mitarbeitern/-innen im Hafenbüro.

Blick von der Hafenmole aus in Richtung Lissabon
Liegeplatz in Oeiras

Oeiros ist eine Kleinstadt im Westen des Großraums Lissabon. Vom 19. zum 20. Jahrhundert entwickelte sich das Freizeitangebot am Ort für die portugiesische Elite hin zum Baden, die Strände wurde von Angehörigen der „höheren Klasse“ um so mehr besucht, nachdem ein Arzt dem Wasser und der Luft dort heilende Wirkung zuschrieb.

Skulptur „tauchender Wal“, das Logo von Oeiras

Das Städtchen und die Umgebung sehen sehr gepflegt aus, man merkt an die vielen neuen Vierteln mit modernen, geschmackvollen Häusern die Wohlfahrt in dieser Region. Aus Sorge, dass durch weitere Erschließungen der Landschaft mehr Grünflächen fehlen, bietet die Stadt Oeiras den Bürgern die Möglichkeit, kostenlos Pflanzen für die Wohnung oder Haus zu beantragen. Eine tolle idee! Eine Besonderheit ist der „Park der Poeten“, ein 10 Hektar großer Garten mit mehreren Plätzen, nach Themen gestalteter Gärten und Skulpturen von Schriftstellern usw., alles zu Ehren der portugiesischen Kultur. Hier einige Bilder.

        Etwa eine Stunde von Oeiras entfernt liegt die Kleinstadt „Sintra“. Der Ort ist bekannt durch seine zum Teil jahrhundertealten Paläste. Seit 1995 ist die „Kulturlandschaft Sintra“ Weltkulturerbe der Unesco! Mittels einem Leihwagen sind wir hingefahren und haben u.a das „Castelo dos Mouros“ eine maurische Burganlage, hoch oben auf dem Berg „Monte da Lua“ (ca. 500m hoch) besichtigt. Die Burg wurde im 10. Jahrhundert von den Mauren erbaut. Um 1860 wurde die Anlage umfassend renoviert, jedoch ist von der ursprünglichen Anlage nur noch wenig erhalten, aber man kann nur staunen, was zu der Zeit schon zu Stande gebracht wurde.

Blick von oben auf den Palácio Nacional de Sintra
Teilbereich des Castelo dos Mouros

Anschließend haben wir das im gleichen Gebiet liegende „Palacia Nacional de Pena“ besichtigt. Dieser Palast wurde in 1840 von König Ferdinand II auf den Ruinen eines Klosters und einer Kapelle im „romantischen Stil“ errichte . Er und seine Ehefrau lebten auch dort. Der Palast erinnert an eine Zuckergußtorte und ist u.E. durch seine Kitschigkeit wieder besonders.

        

Um die sicherlich schönen anderen Paläste oder Burgen sowie die dazugehörenden tollen Parks hätten wir sicherlich noch zwei weitere Tage benötigt, aber man kann nunmal nicht alles sehen.

Auf dem Hinweg nach Sintra sind wir noch zum „Cabo da Roca“ gefahren, der westlichste Punkt des Festlands des europäischen Kontinents. Auf der Fahrt mit unserer GusAnne nach Oeiras sind wir dort vorbei und haben das Kap um 13.45 Uhr passiert. Jetzt konnten wir das Ganze von oben betrachten. Es stürmte jedoch sehr stark, bis zu 34 Knoten, sodass der herumfliegende Sand das Schauspiel ein wenig trübte.

Anneke suchte Windschutz hinter der großen Säule, musste aber das Cappie gut festhalten

Wieder haben wir schöne und besondere Orte kennen gelernt und freuen uns schon auf den nächsten Ort Sines, dort fahren wir morgen, Freitag, 11.10. hin. Wir berichten im nächsten Beitrag, bleibt alle Gesund und adeus!!

 

 

Porto, Aveiro und Figueira Da Foz

Am Montag, 16.09. ging unsere Reise weiter, Ziel war Porto bzw. der Hafen Douro Marina, direkt gegenüber von Porto an der anderen Seite der Ria de Porto. Porto selber hat keine Marina. Von Póvoa de Varzim nach Porto waren es lediglich 16,5 Sm, sodass die Fahrt nur 3 Std. dauerte. Der Ozean war ruhig und das Wetter bewölkt mit etwas Regen, aber warm.

Die nächsten zwei Tage blieb das Wetter schlecht, starker Nebel. Also haben wir das Schiff „tippietoppie“ gemacht. Guus von aussen und Anneke von innen. Wir hatten von Donnerstag, 19.09. bis Montag, 23.09. unsere lieben Freunde aus den Niederlanden, Jos und Maria zu Besuch. Die beiden sind von Amsterdam nach Madrid geflogen und haben mit einem Leihwagen eine Reise durch Spanien gemacht und die Gelegenheit genutzt uns in Porto zu treffen..   Zusammen haben wir Porto besichtigt. Porto hat eine schöne Altstadt; das historische Zentrum gehört zum Unesco-Weltkulturerbe. Tolle Brücken, u.a.  „Ponte Dom Luis I“.

Ponte Luis I
typische Portwein(Transport)-Boote; Blick auf das Altstadtviertel Ribeiro
Blick von der Brücke „Ponte Luis I“ Richtung Atlantik
„mir Zwei“ am Douro
„Torre dos Clérigos, der markante Glockenturm mit fast 76 Metern Höhe, diente einst den Seefahrern und ist heute das Wahrzeichen der Stadt
Häuserreihe in Porto

Porto ist sicherlich jedem bekannt wegen seines Portweines. Die Weinregion „Alto Douro“ ist die älteste Weinbauregion der Welt und gehört seit 2001 zum Unesco-Welterbe. Diese Region hatten wir beiden bereits zusammen mit unseren bretonischen Freunde besucht, als wir mit der GusAnne noch in Póvoa de Arzim lagen. Aus dieser Weinbauregion wird der Portwein nach Porto transportiert, im angrenzenden „Vila Nova de Gaia“ gelagert und von Porto aus in die Welt exportiert. Natürlich haben wir uns eine Portweinverköstigung nicht entgehen lassen. Die Rezeption unserer Marina hatte für uns Vieren eine Verköstigung bei der Firma „Churchill’s“ organisiert mit anschließender Besichtigung des Weinkellers.

Maria und Jos schenkten uns die drei Sorten Portwein, die wir bei der Verköstigung probiert hatten. Nochmals Dankeschön ihr Beiden!
In den Holzfässern lagern verschiedene Sorten Portwein bis zu 40 Jahren alt

In der Nähe vom Hafen befand sich eine historische Sehenswürdigkeit, eine öffentliche Waschanstalt „Lavadouro Pubico de Afurada“, die wahrscheinlich aus touristischen Gründen heute noch benutzt wird. In einem Waschhaus befanden sich mehrere große Becken mit ständig fließendem Wasser. Die Art wie die Wäsche anschließend zum Trocknen aufgehängt wurde, ist besonders.

Im Übrigen…., in Portugal sieht man sehr häufig ein Hahnsymbol, als Aufdruck auf Tücher, als Figur, Schlüsselanhänger etc. Für die, die es noch nicht wissen; der Hahn ist ein Symbol des Glaubens und der Gerechtigkeit, ein wichtiger Teil der portugiesischen Kultur aufgrund der genannten moralischen Werte.

Mosaikfigur am Giebel eines Hauses, der „Galo de Barcelos“

Wir hatten geplant, dass wir den nächsten Hafen „Aveiro“ zusammen mit Jos und Maria anfahren. Für den Sonntag wurde jedoch Regenwetter und Nebel vorhergesagt, sodass wir diesen Plan zunächst ad acta legten. Sonntagmorgen war Maria schon früh aufgestanden und rief, es gibt tolles Wetter. Also, raus aus den Federn und zusammen beschlossen wir, die knapp 8-stündige Fahrt nach Aveiro anzugehen. Um 09.30 Uhr wurde abgelegt bei 20° warmem und sonnigem Wetter. Der Übergang von der Ria de Porto in den Atlantik zeigte schon einen starken Wellengang und während der Fahrt wurde dies nicht anders. Der Atlantik war grob und die Wellen bis zu 3,5m hoch.

Die Wellen ragten bis über die Mole
Schon bei dem Ria-Ausgang in den Atlantik war es sehr unruhig        

Uns so kam es, wie es kommen musste, zunächst wurde Jos seekrank, kurze Zeit später hing auch Anneke über die Reling -im Übrigen das erste Mal auf der GusAnne- und auch Maria blieb die Seekrankheit nicht erspart, als sie sich für einen kurze Weile unter Deck aufhielt. Nur der Skipper blieb stabil und führte uns sicher in den Hafen von Aveiro. Um in den Hafen zu gelangen fährt man 5,5 Sm in die „Ria de Aveiro“. Dort gibt es keine Wellen mehr, sodass die drei Kranken sich schnell erholten und wieder fitt wurden.

Fahrt von Porto nach Aveiro
Fahrt in die Ria zum Hafen (rechts, wo das rote Boot gezeigt wird)

Aveiro liegt an der Lagune bzw. Ria de Aveiro. Die Stadt wird das „Venedig von Portugal“ genannt. Charakteristisch sind daher die Kanäle mit den farbenfrohen Booten „Barcos Moliceiros„. Früher wurden diese Boote zur Seetangernte genutzt.  

      Salz wird auch heute noch gewonnen in Aveiro, jedoch hat der einst historisch bedeutender Wirtschaftszweig an Bedeutung verloren.

Salzpfanne mit „Ernte“
Blick vom Liegeplatz, alles flach, ließ uns sehr an die Niederlanden erinnern

Montag, der 23.09. sind Jos uns Maria mit dem Zug zurück nach Porto um den Leihwagen, den sie dort am Hafen abgestellt hatten, abzuholen und ihre Reise zunächst durch Portugal und dann durch Spanien, fortzusetzen. Wir hatten vier schöne, gemütliche und lustige Tage zusammen erlebt. Jos und Maria, hoffentlich bis bald!

ein Unbekannter, der zufällig auf dem Hafengelände parkte, war so nett, und hat die Beiden zum Bahnhof in Aveiro gefahren, obrigado senhor!

Wir beiden sind noch weitere zwei Tage in Aveiro geblieben, haben uns das Städtchen näher angesehen und das städtische Museum besucht. Die vielen Häuser in Jugendstilarchitektur lassen an eine glanzvolle Vergangenheit erinnern.

     

 

und es wurde noch ein Waschtag eingelegt auf der GusAnne

Am 26.09. stand der Hafen „Figueira Da Foz“ an, 39 Sm südlicher. Die See war mäßig bewegt und bei sonnigem Wetter,  jedoch nur 7 Knoten Wind, haben wir 7 Stunden später im Hafen angelegt, eine sehr entspannte Fahrt.

als wir die Ria de Aveiro verließen, kamen wir an den gezeigten Viermaster vorbei, der leider sehr heruntergekommen war, schade
Strecke von Aveiro nach Figueira Da Foz

Figueira Da Foz bedeutet „Feigenbaum an der Mündung“. Die Stadt gilt als mondänes Seebad und ist für seine Strände und für verschiedene Musik- und Sportveranstaltungen bekannt. Sie liegt an der Mündung des Flusses Mondego, der längste Fluß Portugals. Es ist eher eine moderne Stadt. Eine Radtour entlang der Küste führte zu dem Aussichtspunkt „Cabo Mondego“. Oben auf dem Berg hatte man eine schöne Aussicht auf die Küste.

Blick vom Aussichtspunkt „Cabo Mondego“
auch hier eine starke Brandung
Blick vom Liegeplatz   

Montag, 30.09. geht es weiter nach Nazaré, eine ca. 35 Sm Fahrt. Mal schauen, was uns dort erwartet. Bis dahin, liebe Grüße!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von Vigo, letzte Station in Spanien, via Viana do Castelo, erste Station in Portugal nach Póvoa de Varzim,

Nach 5 Tagen Muros wurde am 27.08. Kurs genommen auf Vigo, knapp 43 Sm Entfernung und letzte Station in Spanien. Zu Beginn sonniges Wetter mit einem leichten Wind von max. 8 Knoten, der jedoch im Laufe der knapp 8-stündigen Fahrt aus verschiedenen Richtungen kam. Leider kam nach 3 Stunden Fahrt Nebel auf, der sich hartnäckig bis kurz vor der Einfahrt in der „Rio de Viga“ hielt. Also wurde der Radar zur Hilfe eingeschaltet.

Fahrt von Muros nach Vigo
Liegeplatz in Vigo
Blick auf Vigo vom Hafen aus     

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Galicien II – von La Coruna via Camarinas nach Muros

Die GusAnne kam am Dienstag, 13.08. aus dem Wasser und am nächsten Tag wurde das Bugstrahlruder repariert. Guus nutzte die Zeit um das Unterwasserschiff auszubessern. An einigen Stellen war das Antifouling abgeblättert, also von Seiten der Werft wieder mal nicht sauber gearbeitet. Unser Bootsnachbar Damir hat Guus den ganzen Dienstag fleißig geholfen; die entsprechenden Stellen wurden angeschliffen, danach wurden 2 Schichten Primer und 2 Schichten Antifouling aufgebracht. Schließlich hat Guus noch die Schiffsschraube gereinigt und gefettet.

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Galizien: von Ribadeo – Viveiro – Sada nach La Coruna mit Ergänzungen bis zum 12.08.2019

Am 16.07. hieß das Kommando um 06.20 Uhr „Leinen los“.  Unser Ziel war das 67 Sm westlicher gelegene Ribadeo.  Mit einem schwachen SW-Wind ging es los. Gegen Mittag kam der Wind aus N bzw. NW und frischte etwas auf. Mit max. 9 Knoten achterlicher Wind haben wir das Groß und die ausgebäumte Genua gesetzt. Um 19.00 Uhr wurde im Hafen von Ribadeo und damit in Galizien angelegt.

Fahrt von Gijón nach Ribadeo.

Der Hafen liegt in der „Ria de Ribadeo“ und der „Rio Eotrennt Galizien von Asturien. Ribadeo ist ein kleiner, aber hübscher Ort. Die Fahrräder blieben an Bord, weil man alles zu Fuß erreichen konnte. Die Altstadt liegt oben auf einem Berg, aber komfortabelerweise hat die Stadt einen tollen Aufzug am Berg entlang installiert, den man sogar umsonst nutzen darf.

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Spanien: von Bermeo – Getxo – Bilbao – Santander nach Gijón

Nach vier Tagen Aufenthalt in Getaria, haben wir uns am 01.07. nach Bermeo aufgemacht, nur 22 Sm weiter. Der Westwind mit zunächst nur 4 Knoten (um 10.00 Uhr morgens), frischte nach 2 Stunden auf und der Wind kam jetzt aus NW mit 10 Knoten. Groß, Genua und Fock wurden gesetzt, Kurs war „hart am Wind“ und Kreuzen angesagt. Um 14.00 Uhr haben wir im Hafen „Puerto de deportivo de Bermeo“ angelegt. Der Gästesteg war nicht im Hafen selber, dieser war hierzu nicht tief genug, sondern direkt vor der Mole. Es war ein ziemlich unruhiger Platz, bei jedem Tidenwechsel und die sich daraus ergebenden Strömungen schaukelte das Schiff ordentlich.

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Von Hendaye, …. letzte Station in Frankreich, nach Spanien …. Olé

Am 18.06. haben wir Capbreton bereits um 07.00 Uhr (06.10 Uhr war Hochwasser) verlassen. Wiederum war der Himmel kurze Zeit später blau. Wir hatten als Ziel Hendaye, was nur 23 Sm südlicher liegt. Wir hatten Zeit, da wir bei angehendem Hochwasser in den Hafen einfahren wollten, weil die Zufahrt zum Teil nur 1,50m tief ist und wir somit Wasser brauchten. Der 7 bis 10 Knoten starke SO-Wind ermöglichte ein angenehmes Segeln, zum Teil motorunterstützt.

Strecke von Capbreton nach Hendaye

 

 

 

 

die Pyrenäen lassen grüßen…..

 

 

 

 

 

Um 13.00 Uhr hatten wir im Hafen von Hendyae angelegt. Die erste Aktion von Guus war, die Überprüfung des Steuerstandes. Wir waren sehr erfreut, als er feststellte, dass kein Tropfen Öl mehr im Innenbereich zu finden war. Hier fiel uns ein großer Stein vom Herzen! Der Hafen war toll gelegen, Hendaye liegt am Atlantik (Golf von Biskaya) direkt an der spanischen Grenze, die hier durch den Fluss Bidassoa gebildet wird. Vom Liegeplatz aus konnten wir bei Hochwasser den spanischen Ort Hondarribia sehen.

Blick vom Schiff aus bei Niedrigwasser
und bei Hochwasser

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Capbreton

Die 14. Fahrt in diesem Jahr von Arcachon nach Capbreton startete am 03.06. bereits um 05.30 Uhr, eine gute Stunde vor Sonnenaufgang. Um 06.10 Uhr war Hochwasser in Arcachon und die Strömung „mit“ wollten wir natürlich wieder nutzen. Abends vorher hatten wir uns per Funk über UKW-Kanal 16 mit dem Semaphore „Cap Ferret“ in Verbindung gestetzt und von dort wurde uns geraten, um 06.30 Uhr am Cap zu sein, um die betonnte Ausfahrt zum Atlantik mit dem Hochwasser gefahrlos passieren zu können. Dies hat alles gut geklappt.

Die Wanderdüne „Dune de Pilat“ in der Morgenfinsternis

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Royan und Arcachon (Süd-Frankreich) und Besuch Bordeaux

Am Dienstag, 21.05. sind wir morgens um 7.00 Uhr los zum 52 Sm südlicher gelegenen Royan. Hochwasser in La Rochelle war um 06.40 Uhr, sodass wir von Anfang an die Strömung mit hatten. Der Himmel war blau und die Temperatur kletterte im Laufe des Tages auf 18°C. Der Wind kam aus Nord und drehte auf NNW mit max. 9 Knoten, es wurde nur das Großsegel gesetzt und der Motor lief mit. Um 16.30 Uhr haben wir im Hafen von Royan angelegt. Durchschnittsgeschwingkeit  5,7 Knoten, maximal erreichten wir 8,9 Knoten.

Route von La Rochelle nach Royan. Der untere „Knicks“ war erforderlich wegen Untiefen, die wir umfahren mussten.
Liegeplatz

 

 

 

 

 

 

 

 

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Les Sables-d’Olonne – La Rochelle – die Insel „Île de Ré“

Montags, den 6.05. sind wir nach einer knappen Woche auf der schönen Insel „Île-d’Yeu“ wieder zurück zum Festland, nach Les Sables d’Olonne in der Region „Pays de la Loire“.  Erst zum 1.01.19 entstand diese Stadt, nachdem mehrere umliegenden Nachbargemeinden eingemeindet wurden. Es ist eine Hafen-, Fischer- und Badestadt (zweitgrößter Badeort Frankreichs) mit nunmehr rd. 130.000 Einwohnern.

Laut eingezeichnetem Kurs in der Seekarte war die Entfernung nach Les Sables 27 Sm. Um 10.30 Uhr, 4 Stunden nach Hochwasser, sind wir bei einem 12 Knoten starken OSO-Wind los. Wir mussten „hart am Wind“ segeln und um dies beibehalten zu können, wurde der zunächst geplante Kurs geändert und sind wir einen nördlicheren Kurs gefahren. Später drehte der Wind aus SWS und nach einer Wende kamen wir schließlich wieder auf den Kurs Richtung Hafen. Auf dieser Weise haben wir den Wind die ganze Strecke nutzen können.

Leuchtturm „les Barges“, kurz vor der Hafenzufahrt, von Bord aus fotografiert und von der Küste aus

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