Aufenthalt in Puerto de Mogán und Überfahrt nach Teneriffa

Zu Zweit sind wir auf der GusAnne in das Neue Jahr gerutscht. Für die Dauer der Feiertage war der Liegeplatz im Hafen Puerto de Mogán -trotz des dortigen Tourismus- nach unserem Geschmack. Wir lagen nicht an einem Steg, sondern direkt an der Kaimaurer, gegenüber einem Hotel. Täglich spazierten viele Menschen dort entlang, sodass wir sehr oft angesprochen wurden, wenn wir draußen in der Plicht saßen und es sind somit sehr nette Gespräche entstanden. War sehr schön.

Am 2.01.21 haben wir ein PKW gemietet und und sind der Panoramastraße im Westen entlang gefahren.  Die kurvenreichen Küstenstraße, die in den Bergen führt, ist gut ausgebaut und bietet viele Aussichtspunkte. Zunächst ging es zu dem Städtchen Mogán, welches knapp 10 Km landeinwärts von Puerto de Mogán liegt. Danach führte die Straße zur Passhöhe Degolada de la Aldea hinauf. In Puerto de la Aldea, ein kleiner Fischerhafen,  haben wir einen Stopp eingelegt.

erster Aussichtspunkt im „Park Natural de Tamadaba“ auf dem Weg nach Puerto de la Aldea
in der Nähe von Gáldar
unterwegs sehen die Bergen teilweise -aufgrund des freigelegten Schwefels-  wie bunt gemalt aus

Danach sind wir via Agaete nach Puerto de las Nieves gefahren. Letzterer Hafen war eigentlich als nächster Liegeplatz für die GusAnne gedacht. Vor Ort erfuhren wir jedoch, dass der Hafen lediglich nur einen Gästeplatz hat und dies auch nur für ein Boot kleiner als 10m. Also nichts für unserer GusAnne. Im Hafenbuch war diesbezüglich nichts vermerkt.  Gut, dass wir den Hafen vorher mit dem PKW besucht haben.

Puerto de las Nieves
und die andere Seite der Mole

Ein schöner Tag, den wir wieder genießen konnten. Die Insel Gran Canaria haben wir nunmehr kreuz und quer befahren. Es zieht uns nun zu der nächsten Insel, Teneriffa.

die Karte von Gran Canaria, die markierten schwarzen Linien zeigen die einzelnen Routen, die wir gefahren sind

Am Dienstag, 05.01.21 führte unsere 2. Fahrt nach Teneriffa, nach Santa Cruz. Einen Tag vorher hatten wir dort angerufen und nachgefragt, ob Platz für uns da ist. Die Wettervorhersage gab einen Wind von bis zu 15 Knoten an, sodass wir für die 48 Sm-Strecke von einer Fahrtdauer von ca. 8 Stunden ausgingen. Zunächst hatten wir den Wind jedoch auf der Nase, sodass wir den Motor anließen und das Großsegel zwecks Stabilisierung setzten. Dann nach ca. 10 Sm hatten wir raumschots Wind von Backbord. Die Genua konnte zusätzlich gesetzt werden und ohne Motor sind wir weitere ca. 15 Sm gesegelt und hatten rd. 5Kn Fahrt.

Etwa auf halber Strecke mussten wir ein Verkehrstrennungsgebiet (eine Art Autobahn) überqueren. Dieses darf man als Sportboot nur im geraden Winkel und zügig überqueren. Damit wir dieses Gebiet, etwa 9 Sm, zügig queren konnten, wollten wir aus Sicherheitsgründen den Motor mitlaufen lassen. Aber, dieser sprang trotz wiederholter Versuche nicht an. Guus hat in dem Maschinenraum nachgeschaut, nochmals Diesel in den Tagestank nachgefüllt, den Dieselfilter gewechselt und dann sprang der Motor tatsächlich an. Jedoch nur für kurze Dauer, nach einer knappen 1/2 Stunde fiel er wieder aus und ließ sich nicht mehr zu einem erneuten Start bewegen. Um sicher zu sein, dass der Diesel sauber ist und evtl. dazu geführt hat, dass der Motor nicht mehr läuft, hat Guus den Generator, der den gleichen Diesel benutzt,  ca. eine 1/2 Stunde laufen lassen. Der lief ohne Probleme, sodass wir unsauberen Diesel ausschließen konnten.

Weil der Wind glücklicher Weise anhielt, haben wir das Verkehrstrennungsgebiet dennoch gut und zügig queren können und sind die weiteren rd. 11 Sm bis Teneriffa gut vorangekommen.

Der Gipfel des höchsten Berges Spanien, Pico del Teide, 3.718m hoch kommt schon in der Ferne in Sicht

Gegen 18.00 Uhr waren wir nur noch knapp eine Sm vom Hafen Santa Cruz entfernt. Der Wind, der jetzt auch auflandig war, hatte nachgelassen, sodass wir die lange Hafeneinfahrt (die Marina für Sportboote liegt am Ende des Hafens) nicht hineinsegeln konnten.

Per Funk haben wir versucht die Marina über VHF-Kanal 09 zu erreichen, aber keine Antwort. Auch telefonisch konnten wir das Hafenbüro nicht erreichen. Da bleib uns nur die Möglichkeit über VHF-Kanal 16, die internationale Notfrequenz, Hilfe zu ersuchen. Auch hier meldete sich zunächst niemand, bis Guus dann eine Dringlichkeitsmeldung (Pan-Pan Meldung) herausgab. Daraufhin meldete sich eine Küstenfunkstelle, die sich nach Umschaltung auf Kanal 27 unser Problem anhörte und Sorge dafür trug, dass ein Seenotrettungsschiff uns in den Hafen schleppen konnte. 3/4 Stunde später war das Rettungsboot schon da und schleppte uns in den Hafen, wo zwei Marineros schon am Steg standen und mithalfen das Boot fest zu machen. Geschafft!

Route von Puerto de Mogán GC nach Santa Cruz, Teneriffa. Dort, wo sich die beiden Pfeile befinden, ist das Verkehrstrennungsgebiet
die GusAnne wird zur Abschleppung vorbereitet
die Salvamento Maritimo, unser Rettungsboot,  muchas gracias !
Liegeplatz in der Marina Santa Cruz

Die folgenden Tage hatte Guus telefonische Kontakte mit der Firma Vetus NL, Herrn Koos de Bruin, der uns schon im letzten Jahr zu Fragen bezüglich des Deutz Motors und des Bugstrahlruders Hilfestellung geboten hatte. Guus sollte zunächst prüfen, ob evtl. Luft in den Dieselleitungen wäre. Da der Dieseltagestank höher liegt als der Motor, war dies einfach zu überprüfen und bei allen vier Einspritzdüsen kam bei Öffnung direkt Diesel und keine Luft. Koos de Bruin schloss daraufhin das Dieselproblem aus.  Es müsse sich um ein elektrisches Problem handeln. Er empfahl das Solenoid (eine Magnetspule, die dafür sorgt, dass beim Abschalten des Motors die Dieselzufuhr zu den jeweiligen Düsen gestoppt wird) zu demontieren. Bei der Demontage der Steckverbindung zu dem Solenoid stellte Guus fest, dass diese 1.  nicht richtig montiert und 2. innen verklebt war, wahrscheinlich erfolgt durch einen Kurzschluss. Koos empfahl das Solenoid zu demontieren und die dadurch entstehende Öffnung mit einem Champagnerkorken zu verschließen. Dies hat Guus nachvollzogen, den Korken zusätzlich gesichert und …… unser „Deutzi“ war wieder da. Ohne Solenoid kann man den Motor jedoch nicht mit dem Kontaktschlüssel abstellen, sondern man muss den Stoppschalter am Motorblock manuell betätigen. Also muss man dazu immer in den Maschinenraum. Somit benötigen wir ein neues Solenoid.

das Solenoid (links in der Hand von Guus)

Bei diesem einen ganz herzlichen Dank an Koos de Bruin, der uns auch über das Wochenende ständig zur Seite stand. Guus wurde Samstag, 09.01.21        70 Jahre alt und nachdem Koos dies erfahren hatte, rief er montags danach an und teilte mit, dass die Firma Vetus NL Guus ein neues Solenoid, nachträglich zum Geburtstag, schenkt und dass dieses am gleichen Tag zur Marina Santa Cruz verschickt wurde. Den Service der Firma Vetus NL und insbesondere den des Mitarbeiters Koos de Bruin können wir nur wärmstens empfehlen! Nochmals vielen Dank!

Auch unser Schwager Giel (ebenfalls ein Segler) vielen Dank für seine Mithilfe zur Lösung des Problems.

Wir bleiben ca. 2 Wochen in Santa Cruz und möchten den nordöstlichen Bereich „Las Montanas de Anaga“ besichtigen. Wir warten dafür schönes Sonnenwetter ab. Es ist zwar überhaupt nicht kalt, rd. 20Grad, aber seit ein paar Tage werden wir immer wieder von kurzen Schauern überrascht. Januar ist halt der nasse Monat auf den Kanaren. Ab kommenden Sonntag soll es wieder nur schönes Wetter geben.

Santa Cruz de Tenerife ist eine der Hauptstädte der Gemeinschaft Canarias und zählt rd. 208.000 Einwohner. Am südlichen Stadtrand thront direkt am Meer, das Auditorium de Tenerife, eine Kongress- und Konzerthalle, die teilweise als Wahrzeichen der Insel angesehen wird. Das Gebäude erinnert ein wenig an das Opera House von Sidney.

     

Liebe Grüße von uns Beiden und bis demnächst!

 

Es geht bzw. wir fahren weiter ………..

Der Aufenthalt in Pasito Blanco dauerte doch länger als wir gedacht hatten. Guus durfte noch einige -nicht alle geplant- Arbeiten erledigen. Von zu Hause hatten wir neue Treppenkantenprofile mitgebracht. Anstatt der zu schwachen und zum Teil schon gebrochenen Kunststoffprofile, welche die Werft angebracht hatte,  hat Guus Aluminiumprofile angebracht, die auch besser zum Schiffsinnere passen.

Dann haben wir festgestellt, dass der Windsensor, der ganz oben im Mast angebracht ist und der auf dem Plotter angibt, welche Windstärke es zum jeweiligen Zeitpunkt gibt, nicht funktioniert. Guus ist den Mast hoch, den er eh wegen des starken Kalimawindes auf Lanzarote und den damit verbundenen Sand, sauber machen wollte. Und ja, der Windimpeller an den Windsensor fehlte, irgendwie, irgendwann runtergefallen. Und …… wie unsere Wegwerfgesellschaft heute nun mal so ist, kann man nur einen komplett neuen Windsensor kaufen. 

Wir hatten, was sowieso geplant war, zwei Tage einen PKW gemietet und sind nach Las Palmas gefahren und uns dort einen neuen Windsensor besorgt. Nach Montage funktioniert auch dies alles wieder.

der defekte Windsensor, rechts ist normalerweise ein Impeller, welches sich im Wind dreht und so die Windstärke misst
Guus ganz oben in den 19m hohen Mast in einem Bootsstuhl, der über Leinen mit der Winsch verbunden ist, die Anneke bedient hat. Alles gut geklappt!

In den zwei Tagen, an welchen wir ein PKW gemietet hatten, haben wir die nordwestliche Küste gesehen und am zweiten Tag sind wir ins Landesinnere bzw. in das zentrale Bergland. Letztere Tour war wesentlich interessanter. Von Maspalomas aus ging es zunächst in das Freilichtmuseum „Mundo Aborigen“, einen Wiederaufbau eines alten kanarischen Dorfes, welches sich ausschließlich mit den Ureinwohner der Kanaren befasst. Sehr interessant und umgeben von der Schönheit der Aussicht auf die Schlucht von Fagata, die größte und spektakulärste Schlucht der Insel.

Beispiel einer der früheren Behausungen, hier wurde insbesondere die Dachkonstruktion gezeigt
Blick von dem ehem. Dorf auf einen Teil der Schlucht

 

Die Route GN-60 ist insgesamt 60 Km lang und einfach nur toll. Vorbei an das nette Städtchen Fagata und San Bartolomé de Tirajana auf ca. 900m Höhe am Talausgang. Weiter ging es zu dem Roque Nublo auf 1813m Höhe. Die markante Felsnadel, gleicht einer geballten Faust, liegt genau im Zentrum der Insel und ist ein besonderes Wahrzeichen Gran Canarias.

der Roque Nublo
und die schöne Aussicht von dort oben

Weiter ging es zu dem Pico de las Nieves, dem höchsten Berg der Insel (1949m). Die Aussicht dort war ebenso atemberaubend.

Blick auf den Roque Nublo und im Hintergrund Teneriffa

Insgesamt zwei schöne Tage und da hatte Guus auch wieder die Muße um als vorerst letzten Akt, das noch fehlende Leesegel anzubringen. Im Hafen hatten wir ein schwedischer Seglerpärchen kennengelernt, Sanna und Svante auf Ihrer „Black Pearl“. Svante ist u.a. Seglermacher und hat das Leesegel für uns gefertigt. Ein Leesegel ist ein Segeltuch, welches verhindert, dass man bei einer starken Krängung aus einer Koje fällt. Dies benötigen wir für Nachtfahrten, in welchen wir nicht in unserem Bett in der Eignerkabine übernachten, sondern abwechselnd in der Deckskajüte. Das Tuch wurde an einer Seite unter der Sitzbank fixiert und kann mittels Karabiner an den am Tisch befestigten Ösen angebracht werden. So kann man auch bei starker Krängung im Schlaf nicht von der Bank herunter rutschen oder fallen. Danke Svante!

Svante und sein Hund Cocos
wenn das Leesegel nicht benötigt wird, können wir dies zusammenrollen und in einem Hohlraum unter der Sitzbank verstauen.

Am 1. Weihnachtstag hatte der Hafen Puerto de Mogán, rd. 10 Seemeilen südwestlich, Platz für unsere GusAnne. Nach insgesamt 6-monatigen Aufenthalt, zumindest für unser Schiff, sind wir gegen 11.30 Uhr los aus Pasito Blanco und die Strecke bei schönem Sonnenwetter und rd. 24°C bei mäßigen Wellen nach Mogán gesegelt. Eine herrliche entspannte Segelfahrt.

Ausfahrt Hafen Pasito Blanco
Kurz vor der Hafeneinfahrt in Puerto de Mogán
gesegelte Strecke von Pasito Blanco nach Puerto de Mogán
Liegeplatz ins Puerto de Mogán
Blick von der Kaimauer auf die Hafeneinfahrt
dito

Puerto de Mogán ist ein ehem. Fischerdorf, jetzt Hafen- und Ferienort. Die Stadt Mogán liegt 12 Km landeinwärts. Wir planen 2 – 3 Wochen hierzubleiben um feststellen zu können, was der südwestlichen Bereich der Insel zu bieten hat.

Allen nochmals schöne Feiertage und kommt gut in das Neue Jahr, was in Bezug auf die Bekämpfung von Covid-19 aufgrund der Vakzine hoffen lässt.

Bis zum nächsten Mal!!

 

Wieder an Bord!

Nach drei Monaten zu Hause verbracht zu haben, sind wir am 18.11.20 früh morgens wieder zurück nach Gran Canaria geflogen und waren gegen Mittag an Bord, jedoch noch auf dem Trocknen, in der Werft in Pasito Blanco,

Die Monaten zu Hause waren schön und wir haben, natürlich unter Corona Bedingungen, Familie, Freunden und Bekannten nach 1 1/2 Jahr wiedergesehen. Medizinisch haben wir uns checken lassen und konnten einen grünen Haken hinter den Ergebnissen bzw. Befunden machen.  Für den Flug mussten wir einen negativen Corona Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden alt sein durfte.  Momentan ist die Zahl der an Corona infizierten Menschen auf Gran Canaria  wesentlich geringer in Vergleich zu Deutschland. Restaurants und Bars haben geöffnet, aber ein Mund/ Nasenschutz ist in der Öffentlichkeit zu jeder Zeit Pflicht. 

Zunächst hat, vor allen Dingen Guus, einige Arbeiten an Bord durchzuführen bzw. Probleme zu lösen. Nachdem wir 4 Wochen zu Hause waren, teilte uns Christian, ein Mitarbeiter der Werft in Pasito Blanco, der von uns beauftragt wurde, unser Schiff im Auge zu behalten, mit, dass der Generator ständig an- und wieder ausging.  Da das Schiff ja auf dem Trocknen lag und somit kein Kühlwasser den Generator kühlen konnte, ging dieser nach kurzer Zeit automatisch aufgrund des eingebauten Hitzeschutzes wieder aus und das Ganze wiederholte sich ständig. Guus hat Christian gebeten, die Batterie des Generators abzuklemmen, um dies vorerst zu lösen.  Obwohl wir, bevor wir nach Hause flogen, alle an Bord befindliche Geräte vom Strom abgeschaltet hatten und darüber hinaus den Inverter bzw. den Stromumwandler ausgeschaltet hatten, hat ein Stromverbrauch stattgefunden, der dazu führte ,dass die Batterien der Hausbank tiefentladet wurden. Wieder an Bord,  hatten wir somit nur Landstrom, was bedeutet das lediglich das 230V System funktionierte, jedoch nicht das 24V System, wie Wasserpumpen, Beleuchtung etc. Wir haben uns so eine knappe Woche behelfen müssen, bis ein über die niederländische Firma Whisperpower organisierte Monteur nachschauen kam. Helfen konnte dieser uns jedoch nicht, weil er was den Inverter anging, keine Ahnung hatte, sondern lediglich feststellte, was uns bereits bekannt war, dass die 4 Hausbatterien so gut wie leer waren und dass deshalb der Inverter nicht reagieren konnte. Da kam uns die Idee den Motor laufen zu lassen, um so zu versuchen,  die Batterien wieder aufzuladen. Dazu hat Guus einen Wasserschlauch in der Seewasserzufuhr des Motors gesteckt und den Motor drei Stunden laufen lassen und ……… die Batterien hatten sich wieder aufgeladen. Ein Resett des Inverters ergab, dass danach der Inverter wieder funktionierte und somit auch das komplette 230 und 24V-System. Es geschehen noch Wunder!!

Getreu dem Motto unseres Gedankenmotivkalenders „Schaffensfreude“ hat Guus sich weiter an die Arbeit gemacht.

Er hat den Frischwassertank von innen mit einer neuen Zementschicht versehen, die Wasserpumpe der Toilette erneuert und den Impeller des Generators erneuert. Der Impeller war durch das ständige Ein- und Ausschalten des Generators -wie oben geschildert- komplett abgenutzt.

Neubeschichtung des Frischwassertanks
Pumpe des WC’s erneuert
Erneuerung des Impellers des Generators     
der alte, total abgenutzte  Impeller nach Ausbau

Ferner hat er das Öl des Motors erneuert, und auch hier den Impeller erneuert sowie sämtliche Fender gesäubert und aufgepumpt. Zwei Fender müssen erneuert werden.

Abpumpen des alten Motoröls
Erneuerung des Impellers des Motors
Reinigung der Fender      

Am Freitag, den 4.12. konnte die GusAnne wieder ins Wasser und wir bekamen einen Liegeplatz im Hafen von Pasito Blanco. Unsere GusAnne schaukelt uns wieder.

unser aktueller Liegeplatz

Jedoch hatte und hat Guus immer noch einiges zu erledigen. Bevor wir nach Hause fuhren, wurden sämtliche Leinen, das Sonnendeck, das Dinghy u.a. demontiert und an Land in einem angemietet Abstellraum gelagert, die jetzt wieder montiert und angebracht werden müssen. Und es existiert noch ein Problemchen mit dem Hebekiel, den wir elektrisch aus- oder einfahren können. Wenn das alles erledigt ist, wollen wir uns nach Mogán im Südwesten von der Insel Gran Canaria aufmachen. Von unserer Idee direkt nach Madeira zu segeln sind wir zunächst abgekommen. Aufgrund des besseren Wetters in den Wintermonaten hier auf den Kanaren, verbleiben wir bis ca. Anfang März 2021 auf den Kanaren und segeln dann nach Madeira und nach einigen Monaten dort, wollen wir zu den Azoren, d.h. wenn Corona uns keinen Strich durch die Rechnung macht.

Es wurde in den 17 Tagen, die wir jetzt wieder zurück sind aber nicht nur gearbeitet, ab und zu haben wir einen kleinen Break und z.B. Spaziergänge gemacht und die schöne Umgebung von Pasito Blanco nochmals genossen.

Blick auf den Hafen Pasito Blanco, ganz oben links die Werft
Küste in unmittelbarer Nähe von Pasito Blanco
Allen einen schönen 2. Advent !!

 

 

 

Gran Canaria, Hafen Pasito Blanco

Seit Montag, dem 27.07. sind wir jetzt schon in der Werft von Pasito Blanco, auf dem Trocknen, in ca. 3 M Höhe. 

zunächst 5 Tage im Hafen, bevor wir aus dem Wasser kamen
der Kran hat die GusAnne schon aus dem Wasser gehievt und an ihrem Platz gebracht

Wir haben einen kleinen Lagerraum vom Hafen angemietet, wo wir unser Beiboot nebst Motor, sämtliche Leinen, Reserveanker, Badeleiter, Gennaker, Fenderbrett, Notleiter u.a. und bevor wir nach Hause fliegen auch unsere E-Bikes lagern. Sehr praktisch.

Für das neue Antifouling des Unterwasserschiffes haben wir uns für CopperCoat entschieden. Dies ist zwar teurer als das normale Antifouling, aber es gibt eine 10-jährige Garantie und das CopperCoat ist auf diese Zeit gerechnet dann doch günstiger und umweltfreundlicher. Diese Arbeiten führt die Werft selber nicht aus, es wurde aber eine Firma über die Werft vermittelt, die direkt am nächsten Tag loslegte. Zunächst wurde das Unterwasserschiff sandgestrahlt, sodass der Stahl wieder zum Vorschein kam. Dann wurden anstatt 3, 5 Lagen Epoxy (oder Primer) angebracht für einen besseren Stahlschutz. Etwas kompliziert war der Niveau ausgleich zwischen der Wasserlinie und das Sand gestrahlte. Dieser Übergang musste ringsum neu gespachtelt und geschliffen werden. Wir warten jetzt darauf, dass das CopperCoat angebracht wird. Die Firma will Ende nächste Woche fertig werden und wir haben uns Dienstag nach Flüge erkundet und einen Flug für Mittwoch, 19.08. nach Köln gebucht. Wir planen bis Ende Oktober d.J. zu Hause zu bleiben und hoffen, dass Corona uns erlaubt dann wieder zurück nach Gran Canaria zu fliegen.

Sands Strahlung fertig 
5 Lagen Epoxy angebracht, Übergang zur Wasserlinie gespachtelt
die Wasserlinie sieht schon wieder sehr sauber aus, fehlt jetzt nur noch das CopperCoat

Guus hat die Zeit genutzt und die Ankerkette und den Ankerkasten kontrolliert und gesäubert, auch sämtliche Backskisten und Bilgen sowie den Schmutzwassertank (letzteres, „gut“ riechende, weniger angenehme Arbeit). Aber wat mutt, dat mutt !

Reinigung der Ankerkette (80 M) sowie den Ankerkasten. Dies geschah bevor wir aus dem Wasser waren
Reinigung des Schmutzwassertanks (dieser umfasst insgesamt 200 L)

Auch haben wir uns schon ein wenig in Maspalomas, etwa 4 Km vom Hafen Pasito entfernt, umgeschaut. Mit dem Rad waren wir dort. Maspalomas ist ein reiner Ferienort und sehr touristisch, es waren schon viele Deutsche, Holländische, Französische und natürliche Spanische Gäste dort. Die Briten, und dies sind normalerweise die Meisten, wie man uns erzählte, fehlen aufgrund Corona. 

Der Leuchtturm „Faro de Maspalomas, eines der bekanntesten Wahrzeichen der Insel Gran Canaria (Anno 1861, 56 M hoch)
die Alexandra- oder Königspalme, (lat. Archontophoenix-aleandrae oder die Herrscherpalme) Guus Lieblingspalme
Blick von der Terrasse des Golfclubs in Meloneras mit Blick auf Maspalomas, auch hier jede Menge Alexandrapalmen

Die Entscheidung auf der Werft auf unserem Boot zu bleiben und nicht in einem Hotel oder Apartment zu ziehen, war eine gute Entscheidung. Wasser und Strom ist vorhanden und saubere Duschen und Toiletten sind in direkter Nähe. Guus ist so auch immer vor Ort, wenn die Arbeiten an unserem Schiff durchgeführt werden. Tagsüber ist es auch interessant die Betriebsamkeiten auf der Werft zu beobachten.

Abends, wenn die Werftmitarbeiter Feierabend gemacht haben, ist es hier sehr ruhig und wir machen es uns dann auf de Vordeck gemütlich und genießen die schöne Aussicht auf die Bucht, den Golfplatz, den Strand sowie den Blick auf Maspalomas.

Blick auf die Bucht vor dem Hafen und Maspalomas
Blick auf den Strand. Oben ist der Golfplatz

Noch 14 Tage, dann geht es nach 1 1/2 Jahr wieder für gute zwei Monate heim, wir freuen uns auf ein Wiedersehen!

Rast in der Nähe des Hafens bzw. der Werft. Wegen des Kraches während der Sand- Strahlarbeiten waren wir „geflüchtet“

Bis bald!

Marina Lanzarote V ………. und weiter gehts…..

Wie bereits im letzten Beitrag erwähnt, wurde der Lockdown auf den Kanaren weitestgehend aufgehoben, bis auf Mund- und Nasenschutzpflicht in öffentlichen Einrichtungen, Supermärkten etc. und entsprechenden Abstand zu anderen Personen.

Wir haben nochmals für drei Tage einen PKW gemietet und sind überwiegend die Spuren von César Manrique gefolgt. Zusammen mit Marie und William haben wir zunächst den „Jardin de Cactus“ besichtigt, ein toll angelegter Kakteengarten, in  welchem über 1400 verschiedene Arten aus aller Welt bestaunt werden können.Panoramaufnahme

riesiger Kaktus mit mindestens 1 m Umfang …… und es gibt natürlich Blüten

 

Besucht haben wir auch das „Mirador del Rio„, ein toller Aussichtspunkt im Nordöstlichen Bereich der Insel Lanzarote mit Blick auf die Inseln La Graciosa, Montana Clara und Alegranza. Dort wurde in/auf einem Vulkan in einem ehem. Militärposten ein kleines Museum und ein Restaurant gebaut. Vom Meer/Ozean aus ist dies kaum zu erkennen, weil Cäsar Manrique das Gebäude komplett dem Lavageschehen angepasst hat. 

rechts die Verglasung des Restaurants
Eingang zum Mirador, dem Ozean abgewandte Seite
Im Restaurant des Aussichtspunktes, riesige Fensterglasanlagen machen eine tolle Aussicht möglich

Weiter ging es  zu den Lavagrotten „Jameos del Aqua“. Eine teilweise eingestürzte Lavaröhre wurde hier erschlossen und mit einem Pool, Restaurants und und einem unterirdischen See ausgestattet. In dem See lebt eine weiße Krebsart, die sonst nur in ozeanischen Tiefen von über 2000 Metern vorkommt.

man muss schon genau hinschauen, um die kleinen weißen Krebse im Wasser zu erkennen
der Pool, in welchem jedoch nicht geschwommen wird, in Jameos del Aqua

Dann gab es in direkter Nähe die „Cueva de los Verdes“, (grüne Höhle), auch eine Lavaröhre bzw. Tunnel. Ein insgesamt 7 Km langes Höhlensystem, dass der längste Lavatunnel der Erde bildet. Ca. einen Kilometer wurde in 1964 dem Publikum zugänglich gemacht. Sehr beeindruckend.

       

Die Insel „La Graciosa“, die wir ja schon von Lanzarote aus bewundert hatten, haben wir auch besucht. Ab Phase 4 der Lockerung des Lockdowns waren die Fähren wieder aktiv, sodass wir einen Tag auf La Graciosa verbrachten und von dieser Insel aus auf Lanzarote schauen konnten,  La Graciosa ist sehr klein, aber sehr natürlich. PKW’s sind dort verboten. Wir haben eine schöne Strandwanderung gemacht, waren ca. 10 Km unterwegs und haben anschließend bei einem kleinen Fischrestaurant lecker gegessen. Marie, William und Guus Pulpo à la Plancha (gegrillter Oktopus) und Anneke gegrillte Sardinen. Hmmmm!

Küstenwanderung auf La Graciosa mit Blick auf Lanzarote -schwer zu erkennen WillIam und Guus-
kleine Rast -Marie hatte Sandwiches für uns alle mitgebracht-

Schließlich haben wir beide den Nationalpark, die „Montanas del Fuego“ (Feuerberge) = Timanfaya besichtigt. Dort kommt man aus dem Staunen nicht mehr hinaus, wenn man bedenkt, was Mutter Erde -zuletzt im Jahre 1824- ausspucken kann. Man kann mit dem PKW hoch fahren und mit einem Bus eine 14 Km lange Rundfahrt unternehmen und erhält so einen Überblick über den größten Teil des Nationalparks.

Wahrzeichen vom Timanfaya-Nationalpark
während der Busfahrt
höchster Aussichtspunkt, mit dem Bus erreichbar

 

 

 

 

 

die unterirdische Hitze des Vulkans reicht noch heute aus, um einen Heuballen in kürzester Zeit zu entzünden

Anfang Juli kam Niels, ein niederländischer Segler, der seine Yacht auch im gleichen Hafen liegen hat und den wir direkt bei unserer Ankunft Anfang März in Hafen kennen gelernt hatten, wieder zurück nach Arrecife. Er war während des Lockdowns noch rechtzeitig nach Hause geflogen. Niels war so freundlich und hat einige Ersatzteile für uns mitgebracht. Zusammen mit Guus hat er ein Teil ausgewechselt, welches die Meereswassertemperatur auf dem Plotter wiedergibt. Das sollte zwar von Anfang an der Fall sein, jedoch war dieses Item anscheinend nicht in Ordnung. Jetzt funktioniert’s!! 

Auch hatte Guus während unseren Fahrten festgestellt, dass der elektronischer Kompass nicht exakt die von uns im Plotter eingegebenen Wegepunkte abfuhr. Niels hat dies überprüft und stellte ebenfalls eine Abweichung von rd. 10 Grad fest. Also musste eine Kalibrierung vorgenommen werden. Am 11.07. haben wir dies zusammen mit Niels etwas außerhalb des Hafens durchgeführt. Melanie und Adrian von dem Katamaran „Luana“ waren mit von der Partie. Das Ganze war innerhalb kürzester Zeit erledigt. Unsere Software enthält ein Kalibrierungsprogramm, welches vorgibt, welchen Kurs man mit welcher Geschwindigkeit fahren muss, damit die Kalibrierung vorgenommen wird. Im Grunde fährt man einen größeren Kreis. Auf alle Fälle war das Ganze erfolgreich.

Adrian, Anneke, Guus und Niels während der Kalibrierungsfahrt
Melanie war auch zeitweise am Steuer

Nachdem nunmehr -aufgrund Wegfall des Lockdowns und Erledigung der vorzunehmenden Arbeiten- der Weg zur Weiterfahrt gegeben war, haben wir Samstag, 18.07.20 Arrecife verlassen und uns auf dem Weg nach Gran Canaria gemacht. Die Segler, die wir kennen gelernt hatten, waren Samstags früh um 09.00 Uhr auf unserem Steg und haben uns aus gewunken und eine Gute Fahrt gewünscht. Dies war sehr schön! Vielleicht sehen wir den einen oder anderen nochmals wieder. Unser Kurs ging nach Fuerteventura, Ostküste, bis zum Hafen „Puerto del Castillo“ in „Caleta de Fuste„. Wir hatten uns vorher angekündigt, was gut war, weil es nur noch 2 Plätze in dem sehr kleinen, aber sehr idyllisch gelegenen und sehr sportlich aktiven Hafen gab. Wir sind 2 Nächte geblieben und haben die Aktivität im Hafen und das schöne, zum Schwimmen einladende Wetter und Wasser, genossen. Guus hat das sehr klare und saubere Seewasser genutzt um das Unterwasserschiff, d.h. die Anoden und insbesondere die Schiffsschraube von Pocken, Muscheln etc, zu befreien. Während der Fahrt hatte Guus gemerkt, dass trotz entsprechender Motordrehzahl nicht die übliche Geschwindigkeit erreicht wurde. Dies war nach der Reinigung entsprechend besser.

Liegeplatz direkt im Eingang des Hafens „Puerto des Castillo“

Danach ging es weiter zum Süden der Insel Fuerteventura, geplant war der Hafen Morro Jable. Auf der knapp 8 stündigen Fahrt wurden wir unterwegs von einem -nicht vorhergesagten- starken Wind, Windstärke 7 = 35 Knoten, überrascht. Reffen der Segel war angesagt. Die GusAnne und natürlich der Skipper haben das Ganze souverän gemeistert. In Morro Jable angekommen, stellte sich heraus, dass dieser -eigentlich keine direkte Marina für Gäste- belegt war. Wir meldeten uns per Funk, aber keine Antwort. Nach einiger Zeit ein paar spanische Sätze. Unsere Frage, ob englisch gesprochen wird, ebenfalls ohne Reaktion. Also haben wir nach einem Ankerplatz Ausschau gehalten, den wir in direkter Nähe des Hafens fanden. Das azurblaue Wasser und die schöne Aussicht haben uns dazu veranlasst auch hier 2 Nächte zu verweilen.

Ankerplatz in der Nähe von Morro Jable

Am 22.07. wollten wir eigentlich zur Ostküste von Gran Canaria um auch dort eine Nacht zu ankern, bevor wir zu unserem Ziel, den Hafen Pasito Blanco im Süden der Insel weiterfahren wollten. Während der Überfahrt von Fuerteventura nach Gran Canaria, ca. 13 Stunden, frischte der Wind erneut bis zu 35 Knoten auf. Als wir den geplanten Ankerplatz erreichten, gab die dortige Betonnung zu erkennen, dass kein Ankern erlaubt war. Das „Imray“ Hafenhandbuch, Edition 2016, war diesbezüglich nicht aktuell. Aufgrund des Windes und den ansonsten sehr raren Ankermöglichkeiten beschlossen wir kurzerhand direkt zum Hafen Pasito Blanco zu fahren. Dies waren nochmals 25 Seemeilen, sodass wir erst gegen 21.30 Uhr dort ankamen. Da wir einen Tag zu früh als abgesprochen dort ankamen, haben wir zunächst am Tankponton angelegt. Die Hafenboys haben uns nach 1 – stündigem Hin und Her- einen Liegeplatz zuweisen können.  Nachdem das Schiff klar gemacht wurde, sind wir nach einer erfrischenden Dusche müde ab ins Bett.

Fahrt von Fuerteventura nach Gran Canaria, Puerto Pasito Blanco.

Montag, 27.07. kommt das Schiff aus dem Wasser und ab Dienstag wird das Unterwasserschiff, d.h. das Antifouling erneuert. Wir informieren uns nach Flügen nach Deutschland und werden voraussichtlich Mitte August für zwei Monate nach Hause kommen. Mal schauen, ob dies klappt.

Hafen Puerto Pasito Blanco. Dies wird für unsere GusAnne, mindestens die nächsten zwei Monate, ein sicheres zu Hause sein

Bevor wir nach Hause fliegen, melden wir uns nochmal kurz. Bis dahin allen einen schönen Restsommer und weiterhin Gesund bleiben!

ADIOS !!!

 

Marina Lanzarote IV

Corona beeinträchtigt -noch- unsere weitere Planungen. Seit Beginn der „Phase 3“ am 8.06.20, darf man sich frei auf der Insel bewegen und auch andere Häfen, jedoch nur die auf der Insel, anfahren. Ab dem 19.06. sind die Museen und Naturparks etc. wieder geöffnet und ab Juli darf man mit seinem Schiff wieder dorthin fahren, wohin man möchte. Also können wir langsam wieder weiter planen.

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Marina Lanzarote III

Hallo aus Arrecife, an Bord alles OK. Heute ist bereits der 76. Tag seit Verhängung der Urlaubssperre bzw. des Lockdowns. Seit Montag, dem 25.05.  begann auf den Inseln die sog. Phase 2 der Lockerungen. Restaurants durften öffnen,  jedoch darf nur die Terrasse mit max.  50% Auslastung und Gewährleistung des vorgegeben Abstandes, geöffnet sein. Ab kommenden Montag dürfen Gäste auch innen – ebenfalls mit 50%iger Auslastung- speisen.  Museen und öffentliche Gebäude werden geöffnet. Man darf auch mit dem Boot andere Häfen anfahren, jedoch vorerst nur auf Lanzarote.  Anfang Juli d. J. sollen dann alle Häfen wieder geöffnet werden und ggfs. Flüge möglich werden. Wir genießen die „neuen“ Freiheiten.

während eines Abendspazierganges an dem ersten Tag der Lockerung der Regelungen
Arrecife grüßt jetzt ……………….. etwas mehr

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Marina Lanzarote in Arrecife in Zeiten des Coronavirus (II)

Heute haben wir bereits unseren 46. „Boots-tag“ nach Verhängung der strengen Regelungen in Bezug auf die Ausgangssperre. Wir harren -wie ihr zu Hause ja auch- weiter aus, obwohl es allmählich etwas schwer fällt. Guus hat zwischenzeitlich für sich ein kleines Fitnessprogramm und für Anneke Rückengymnastikübungen erstellt. Man merkt die fehlenden Wanderungen und Radtouren. 

Fitness auf dem Steg

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Lanzarote, Marina in Arrecife in Zeiten des CoronaVirus

Seit dem 9. März liegen wir jetzt in der Marina Lanzarote in Arrecife und -wie im letzten Beitrag berichtet- gilt seit dem 15.03. eine Ausgangssperre, die gestern bis zu 26.04. verlängert wurde. Das ist nicht schön, aber da kann man nichts ändern, und dies müssen wir -wie ihr zu Hause- durchstehen, uns an die Regeln halten und so versuchen, Gesund zu bleiben.

Wir haben zwar immer wieder etwas zu tun an Bord, sodass mehr oder weniger keine Langweile aufkommt. Dann lesen wir beide sehr gerne und nutzen die Zeit um die von zu Hause mitgebrachten Spanisch Kurse durchzunehmen. Wir nehmen uns gerne die Zeit um leckere Sachen zu kochen und uns kulinarisch zu verwöhnen. Im Hafen an unserem Steg liegen etwa an die 20 Boote unterschiedlicher Nationen, die wie wir, hier „gestrandet“ sind, sodass man sich von Schiff zu Schiff unterhalten kann. Dabei kann man sich austauschen über gemachte Erfahrungen in Bezug auf Service-, Wartung- und Reinigungsarbeiten, die auch wir in diesem Jahr an unserer GusAnne noch ausführen müssen. Wir haben schon Kontakt aufgenommen zu einer Werft in der Marina „Puerto Calero“ nur 8 Sm südlicher. Die GusAnne soll aus dem Wasser, damit das Unterwasserschiff gereinigt und eine neues Antifouling angebracht werden kann. Sobald die Werft wieder arbeiten darf, meldet der Werftinhaber sich bei uns.

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Agadir, Rundreise im südöstlichen Bereich Marokkos und Überfahrt nach Lanzarote

Mittwoch, 19.02. haben wir um die Mittagszeit in Safi die Leinen los gemacht und die 140 Sm lange Fahrt nach Agadir gestartet. Wir hatten einen Tag und eine Nacht an benötigte Zeit einkalkuliert. Zunächst sind wir ca. 10 Sm von der Küste weg gefahren um das Risiko zu umgehen, in Fischernetze zu geraten, die dort ausreichend vorhanden waren. Wind kam aus NNO, somit achterlicher Wind, bis zu 20 Knoten. Die Wellen waren zunächst grob, nachts war der Ozean dann wieder mäßig bewegt und der Wind ließ etwas nach. Um 14.00 Uhr am nächsten Tag haben wir in der Marina von Agadir angelegt.

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