Der Aufenthalt in Pasito Blanco dauerte doch länger als wir gedacht hatten. Guus durfte noch einige -nicht alle geplant- Arbeiten erledigen. Von zu Hause hatten wir neue Treppenkantenprofile mitgebracht. Anstatt der zu schwachen und zum Teil schon gebrochenen Kunststoffprofile, welche die Werft angebracht hatte, hat Guus Aluminiumprofile angebracht, die auch besser zum Schiffsinnere passen.
Dann haben wir festgestellt, dass der Windsensor, der ganz oben im Mast angebracht ist und der auf dem Plotter angibt, welche Windstärke es zum jeweiligen Zeitpunkt gibt, nicht funktioniert. Guus ist den Mast hoch, den er eh wegen des starken Kalimawindes auf Lanzarote und den damit verbundenen Sand, sauber machen wollte. Und ja, der Windimpeller an den Windsensor fehlte, irgendwie, irgendwann runtergefallen. Und …… wie unsere Wegwerfgesellschaft heute nun mal so ist, kann man nur einen komplett neuen Windsensor kaufen.
Wir hatten, was sowieso geplant war, zwei Tage einen PKW gemietet und sind nach Las Palmas gefahren und uns dort einen neuen Windsensor besorgt. Nach Montage funktioniert auch dies alles wieder.
der defekte Windsensor, rechts ist normalerweise ein Impeller, welches sich im Wind dreht und so die Windstärke misstGuus ganz oben in den 19m hohen Mast in einem Bootsstuhl, der über Leinen mit der Winsch verbunden ist, die Anneke bedient hat. Alles gut geklappt!
In den zwei Tagen, an welchen wir ein PKW gemietet hatten, haben wir die nordwestliche Küste gesehen und am zweiten Tag sind wir ins Landesinnere bzw. in das zentrale Bergland. Letztere Tour war wesentlich interessanter. Von Maspalomas aus ging es zunächst in das Freilichtmuseum „Mundo Aborigen“, einen Wiederaufbau eines alten kanarischen Dorfes, welches sich ausschließlich mit den Ureinwohner der Kanaren befasst. Sehr interessant und umgeben von der Schönheit der Aussicht auf die Schlucht von Fagata, die größte und spektakulärste Schlucht der Insel.
Beispiel einer der früheren Behausungen, hier wurde insbesondere die Dachkonstruktion gezeigtBlick von dem ehem. Dorf auf einen Teil der Schlucht
Die Route GN-60 ist insgesamt 60 Km lang und einfach nur toll. Vorbei an das nette Städtchen Fagata und San Bartolomé de Tirajana auf ca. 900m Höhe am Talausgang. Weiter ging es zu dem Roque Nublo auf 1813m Höhe. Die markante Felsnadel, gleicht einer geballten Faust, liegt genau im Zentrum der Insel und ist ein besonderes Wahrzeichen Gran Canarias.
der Roque Nublound die schöne Aussicht von dort oben
Weiter ging es zu dem Pico de las Nieves, dem höchsten Berg der Insel (1949m). Die Aussicht dort war ebenso atemberaubend.
Blick auf den Roque Nublo und im Hintergrund Teneriffa
Insgesamt zwei schöne Tage und da hatte Guus auch wieder die Muße um als vorerst letzten Akt, das noch fehlende Leesegel anzubringen. Im Hafen hatten wir ein schwedischer Seglerpärchen kennengelernt, Sanna und Svante auf Ihrer „Black Pearl“. Svante ist u.a. Seglermacher und hat das Leesegel für uns gefertigt. Ein Leesegel ist ein Segeltuch, welches verhindert, dass man bei einer starken Krängung aus einer Koje fällt. Dies benötigen wir für Nachtfahrten, in welchen wir nicht in unserem Bett in der Eignerkabine übernachten, sondern abwechselnd in der Deckskajüte. Das Tuch wurde an einer Seite unter der Sitzbank fixiert und kann mittels Karabiner an den am Tisch befestigten Ösen angebracht werden. So kann man auch bei starker Krängung im Schlaf nicht von der Bank herunter rutschen oder fallen. Danke Svante!
Svante und sein Hund Cocoswenn das Leesegel nicht benötigt wird, können wir dies zusammenrollen und in einem Hohlraum unter der Sitzbank verstauen.
Am 1. Weihnachtstag hatte der Hafen Puerto de Mogán, rd. 10 Seemeilen südwestlich, Platz für unsere GusAnne. Nach insgesamt 6-monatigen Aufenthalt, zumindest für unser Schiff, sind wir gegen 11.30 Uhr los aus Pasito Blanco und die Strecke bei schönem Sonnenwetter und rd. 24°C bei mäßigen Wellen nach Mogán gesegelt. Eine herrliche entspannte Segelfahrt.
Ausfahrt Hafen Pasito BlancoKurz vor der Hafeneinfahrt in Puerto de Mogángesegelte Strecke von Pasito Blanco nach Puerto de MogánLiegeplatz ins Puerto de MogánBlick von der Kaimauer auf die Hafeneinfahrtdito
Puerto de Mogán ist ein ehem. Fischerdorf, jetzt Hafen- und Ferienort. Die Stadt Mogán liegt 12 Km landeinwärts. Wir planen 2 – 3 Wochen hierzubleiben um feststellen zu können, was der südwestlichen Bereich der Insel zu bieten hat.
Allen nochmals schöne Feiertage und kommt gut in das Neue Jahr, was in Bezug auf die Bekämpfung von Covid-19 aufgrund der Vakzine hoffen lässt.
Nach drei Monaten zu Hause verbracht zu haben, sind wir am 18.11.20 früh morgens wieder zurück nach Gran Canaria geflogen und waren gegen Mittag an Bord, jedoch noch auf dem Trocknen, in der Werft in Pasito Blanco,
Die Monaten zu Hause waren schön und wir haben, natürlich unter Corona Bedingungen, Familie, Freunden und Bekannten nach 1 1/2 Jahr wiedergesehen. Medizinisch haben wir uns checken lassen und konnten einen grünen Haken hinter den Ergebnissen bzw. Befunden machen. Für den Flug mussten wir einen negativen Corona Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden alt sein durfte. Momentan ist die Zahl der an Corona infizierten Menschen auf Gran Canaria wesentlich geringer in Vergleich zu Deutschland. Restaurants und Bars haben geöffnet, aber ein Mund/ Nasenschutz ist in der Öffentlichkeit zu jeder Zeit Pflicht.
Zunächst hat, vor allen Dingen Guus, einige Arbeiten an Bord durchzuführen bzw. Probleme zu lösen. Nachdem wir 4 Wochen zu Hause waren, teilte uns Christian, ein Mitarbeiter der Werft in Pasito Blanco, der von uns beauftragt wurde, unser Schiff im Auge zu behalten, mit, dass der Generator ständig an- und wieder ausging. Da das Schiff ja auf dem Trocknen lag und somit kein Kühlwasser den Generator kühlen konnte, ging dieser nach kurzer Zeit automatisch aufgrund des eingebauten Hitzeschutzes wieder aus und das Ganze wiederholte sich ständig. Guus hat Christian gebeten, die Batterie des Generators abzuklemmen, um dies vorerst zu lösen. Obwohl wir, bevor wir nach Hause flogen, alle an Bord befindliche Geräte vom Strom abgeschaltet hatten und darüber hinaus den Inverter bzw. den Stromumwandler ausgeschaltet hatten, hat ein Stromverbrauch stattgefunden, der dazu führte ,dass die Batterien der Hausbank tiefentladet wurden. Wieder an Bord, hatten wir somit nur Landstrom, was bedeutet das lediglich das 230V System funktionierte, jedoch nicht das 24V System, wie Wasserpumpen, Beleuchtung etc. Wir haben uns so eine knappe Woche behelfen müssen, bis ein über die niederländische Firma Whisperpower organisierte Monteur nachschauen kam. Helfen konnte dieser uns jedoch nicht, weil er was den Inverter anging, keine Ahnung hatte, sondern lediglich feststellte, was uns bereits bekannt war, dass die 4 Hausbatterien so gut wie leer waren und dass deshalb der Inverter nicht reagieren konnte. Da kam uns die Idee den Motor laufen zu lassen, um so zu versuchen, die Batterien wieder aufzuladen. Dazu hat Guus einen Wasserschlauch in der Seewasserzufuhr des Motors gesteckt und den Motor drei Stunden laufen lassen und ……… die Batterien hatten sich wieder aufgeladen. Ein Resett des Inverters ergab, dass danach der Inverter wieder funktionierte und somit auch das komplette 230 und 24V-System. Es geschehen noch Wunder!!
Getreu dem Motto unseres Gedankenmotivkalenders „Schaffensfreude“ hat Guus sich weiter an die Arbeit gemacht.
Er hat den Frischwassertank von innen mit einer neuen Zementschicht versehen, die Wasserpumpe der Toilette erneuert und den Impeller des Generators erneuert. Der Impeller war durch das ständige Ein- und Ausschalten des Generators -wie oben geschildert- komplett abgenutzt.
Neubeschichtung des FrischwassertanksPumpe des WC’s erneuertErneuerung des Impellers des Generatorsder alte, total abgenutzte Impeller nach Ausbau
Ferner hat er das Öl des Motors erneuert, und auch hier den Impeller erneuert sowie sämtliche Fender gesäubert und aufgepumpt. Zwei Fender müssen erneuert werden.
Abpumpen des alten MotorölsErneuerung des Impellers des MotorsReinigung der Fender
Am Freitag, den 4.12. konnte die GusAnne wieder ins Wasser und wir bekamen einen Liegeplatz im Hafen von Pasito Blanco. Unsere GusAnne schaukelt uns wieder.
unser aktueller Liegeplatz
Jedoch hatte und hat Guus immer noch einiges zu erledigen. Bevor wir nach Hause fuhren, wurden sämtliche Leinen, das Sonnendeck, das Dinghy u.a. demontiert und an Land in einem angemietet Abstellraum gelagert, die jetzt wieder montiert und angebracht werden müssen. Und es existiert noch ein Problemchen mit dem Hebekiel, den wir elektrisch aus- oder einfahren können. Wenn das alles erledigt ist, wollen wir uns nach Mogán im Südwesten von der Insel Gran Canaria aufmachen. Von unserer Idee direkt nach Madeira zu segeln sind wir zunächst abgekommen. Aufgrund des besseren Wetters in den Wintermonaten hier auf den Kanaren, verbleiben wir bis ca. Anfang März 2021 auf den Kanaren und segeln dann nach Madeira und nach einigen Monaten dort, wollen wir zu den Azoren, d.h. wenn Corona uns keinen Strich durch die Rechnung macht.
Es wurde in den 17 Tagen, die wir jetzt wieder zurück sind aber nicht nur gearbeitet, ab und zu haben wir einen kleinen Break und z.B. Spaziergänge gemacht und die schöne Umgebung von Pasito Blanco nochmals genossen.
Blick auf den Hafen Pasito Blanco, ganz oben links die WerftKüste in unmittelbarer Nähe von Pasito BlancoAllen einen schönen 2. Advent !!
Seit Montag, dem 27.07. sind wir jetzt schon in der Werft von Pasito Blanco, auf dem Trocknen, in ca. 3 M Höhe.
zunächst 5 Tage im Hafen, bevor wir aus dem Wasser kamender Kran hat die GusAnne schon aus dem Wasser gehievt und an ihrem Platz gebracht
Wir haben einen kleinen Lagerraum vom Hafen angemietet, wo wir unser Beiboot nebst Motor, sämtliche Leinen, Reserveanker, Badeleiter, Gennaker, Fenderbrett, Notleiter u.a. und bevor wir nach Hause fliegen auch unsere E-Bikes lagern. Sehr praktisch.
Für das neue Antifouling des Unterwasserschiffes haben wir uns für CopperCoat entschieden. Dies ist zwar teurer als das normale Antifouling, aber es gibt eine 10-jährige Garantie und das CopperCoat ist auf diese Zeit gerechnet dann doch günstiger und umweltfreundlicher. Diese Arbeiten führt die Werft selber nicht aus, es wurde aber eine Firma über die Werft vermittelt, die direkt am nächsten Tag loslegte. Zunächst wurde das Unterwasserschiff sandgestrahlt, sodass der Stahl wieder zum Vorschein kam. Dann wurden anstatt 3, 5 Lagen Epoxy (oder Primer) angebracht für einen besseren Stahlschutz. Etwas kompliziert war der Niveau ausgleich zwischen der Wasserlinie und das Sand gestrahlte. Dieser Übergang musste ringsum neu gespachtelt und geschliffen werden. Wir warten jetzt darauf, dass das CopperCoat angebracht wird. Die Firma will Ende nächste Woche fertig werden und wir haben uns Dienstag nach Flüge erkundet und einen Flug für Mittwoch, 19.08. nach Köln gebucht. Wir planen bis Ende Oktober d.J. zu Hause zu bleiben und hoffen, dass Corona uns erlaubt dann wieder zurück nach Gran Canaria zu fliegen.
Sands Strahlung fertig 5 Lagen Epoxy angebracht, Übergang zur Wasserlinie gespachteltdie Wasserlinie sieht schon wieder sehr sauber aus, fehlt jetzt nur noch das CopperCoat
Guus hat die Zeit genutzt und die Ankerkette und den Ankerkasten kontrolliert und gesäubert, auch sämtliche Backskisten und Bilgen sowie den Schmutzwassertank (letzteres, „gut“ riechende, weniger angenehme Arbeit). Aber wat mutt, dat mutt !
Reinigung der Ankerkette (80 M) sowie den Ankerkasten. Dies geschah bevor wir aus dem Wasser warenReinigung des Schmutzwassertanks (dieser umfasst insgesamt 200 L)
Auch haben wir uns schon ein wenig in Maspalomas, etwa 4 Km vom Hafen Pasito entfernt, umgeschaut. Mit dem Rad waren wir dort. Maspalomas ist ein reiner Ferienort und sehr touristisch, es waren schon viele Deutsche, Holländische, Französische und natürliche Spanische Gäste dort. Die Briten, und dies sind normalerweise die Meisten, wie man uns erzählte, fehlen aufgrund Corona.
Der Leuchtturm „Faro de Maspalomas, eines der bekanntesten Wahrzeichen der Insel Gran Canaria (Anno 1861, 56 M hoch)die Alexandra- oder Königspalme, (lat. Archontophoenix-aleandrae oder die Herrscherpalme) Guus LieblingspalmeBlick von der Terrasse des Golfclubs in Meloneras mit Blick auf Maspalomas, auch hier jede Menge Alexandrapalmen
Die Entscheidung auf der Werft auf unserem Boot zu bleiben und nicht in einem Hotel oder Apartment zu ziehen, war eine gute Entscheidung. Wasser und Strom ist vorhanden und saubere Duschen und Toiletten sind in direkter Nähe. Guus ist so auch immer vor Ort, wenn die Arbeiten an unserem Schiff durchgeführt werden. Tagsüber ist es auch interessant die Betriebsamkeiten auf der Werft zu beobachten.
Abends, wenn die Werftmitarbeiter Feierabend gemacht haben, ist es hier sehr ruhig und wir machen es uns dann auf de Vordeck gemütlich und genießen die schöne Aussicht auf die Bucht, den Golfplatz, den Strand sowie den Blick auf Maspalomas.
Blick auf die Bucht vor dem Hafen und MaspalomasBlick auf den Strand. Oben ist der Golfplatz
Noch 14 Tage, dann geht es nach 1 1/2 Jahr wieder für gute zwei Monate heim, wir freuen uns auf ein Wiedersehen!
Rast in der Nähe des Hafens bzw. der Werft. Wegen des Kraches während der Sand- Strahlarbeiten waren wir „geflüchtet“
Wie bereits im letzten Beitrag erwähnt, wurde der Lockdown auf den Kanaren weitestgehend aufgehoben, bis auf Mund- und Nasenschutzpflicht in öffentlichen Einrichtungen, Supermärkten etc. und entsprechenden Abstand zu anderen Personen.
Wir haben nochmals für drei Tage einen PKW gemietet und sind überwiegend die Spuren von César Manrique gefolgt. Zusammen mit Marie und William haben wir zunächst den „Jardin de Cactus“ besichtigt, ein toll angelegter Kakteengarten, in welchem über 1400 verschiedene Arten aus aller Welt bestaunt werden können.Panoramaufnahme
riesiger Kaktus mit mindestens 1 m Umfang …… und es gibt natürlich Blüten
Besucht haben wir auch das „Mirador del Rio„, ein toller Aussichtspunkt im Nordöstlichen Bereich der Insel Lanzarote mit Blick auf die Inseln La Graciosa, Montana Clara und Alegranza. Dort wurde in/auf einem Vulkan in einem ehem. Militärposten ein kleines Museum und ein Restaurant gebaut. Vom Meer/Ozean aus ist dies kaum zu erkennen, weil Cäsar Manrique das Gebäude komplett dem Lavageschehen angepasst hat.
rechts die Verglasung des RestaurantsEingang zum Mirador, dem Ozean abgewandte SeiteIm Restaurant des Aussichtspunktes, riesige Fensterglasanlagen machen eine tolle Aussicht möglich
Weiter ging es zu den Lavagrotten „Jameos del Aqua“. Eine teilweise eingestürzte Lavaröhre wurde hier erschlossen und mit einem Pool, Restaurants und und einem unterirdischen See ausgestattet. In dem See lebt eine weiße Krebsart, die sonst nur in ozeanischen Tiefen von über 2000 Metern vorkommt.
man muss schon genau hinschauen, um die kleinen weißen Krebse im Wasser zu erkennender Pool, in welchem jedoch nicht geschwommen wird, in Jameos del Aqua
Dann gab es in direkter Nähe die „Cueva de los Verdes“, (grüne Höhle), auch eine Lavaröhre bzw. Tunnel. Ein insgesamt 7 Km langes Höhlensystem, dass der längste Lavatunnel der Erde bildet. Ca. einen Kilometer wurde in 1964 dem Publikum zugänglich gemacht. Sehr beeindruckend.
Die Insel „La Graciosa“, die wir ja schon von Lanzarote aus bewundert hatten, haben wir auch besucht. Ab Phase 4 der Lockerung des Lockdowns waren die Fähren wieder aktiv, sodass wir einen Tag auf La Graciosa verbrachten und von dieser Insel aus auf Lanzarote schauen konnten, La Graciosa ist sehr klein, aber sehr natürlich. PKW’s sind dort verboten. Wir haben eine schöne Strandwanderung gemacht, waren ca. 10 Km unterwegs und haben anschließend bei einem kleinen Fischrestaurant lecker gegessen. Marie, William und Guus Pulpo à la Plancha (gegrillter Oktopus) und Anneke gegrillte Sardinen. Hmmmm!
Küstenwanderung auf La Graciosa mit Blick auf Lanzarote -schwer zu erkennen WillIam und Guus-kleine Rast -Marie hatte Sandwiches für uns alle mitgebracht-
Schließlich haben wir beide den Nationalpark, die „Montanas del Fuego“ (Feuerberge) = Timanfaya besichtigt. Dort kommt man aus dem Staunen nicht mehr hinaus, wenn man bedenkt, was Mutter Erde -zuletzt im Jahre 1824- ausspucken kann. Man kann mit dem PKW hoch fahren und mit einem Bus eine 14 Km lange Rundfahrt unternehmen und erhält so einen Überblick über den größten Teil des Nationalparks.
Wahrzeichen vom Timanfaya-Nationalparkwährend der Busfahrthöchster Aussichtspunkt, mit dem Bus erreichbar
die unterirdische Hitze des Vulkans reicht noch heute aus, um einen Heuballen in kürzester Zeit zu entzünden
Anfang Juli kam Niels, ein niederländischer Segler, der seine Yacht auch im gleichen Hafen liegen hat und den wir direkt bei unserer Ankunft Anfang März in Hafen kennen gelernt hatten, wieder zurück nach Arrecife. Er war während des Lockdowns noch rechtzeitig nach Hause geflogen. Niels war so freundlich und hat einige Ersatzteile für uns mitgebracht. Zusammen mit Guus hat er ein Teil ausgewechselt, welches die Meereswassertemperatur auf dem Plotter wiedergibt. Das sollte zwar von Anfang an der Fall sein, jedoch war dieses Item anscheinend nicht in Ordnung. Jetzt funktioniert’s!!
Auch hatte Guus während unseren Fahrten festgestellt, dass der elektronischer Kompass nicht exakt die von uns im Plotter eingegebenen Wegepunkte abfuhr. Niels hat dies überprüft und stellte ebenfalls eine Abweichung von rd. 10 Grad fest. Also musste eine Kalibrierung vorgenommen werden. Am 11.07. haben wir dies zusammen mit Niels etwas außerhalb des Hafens durchgeführt. Melanie und Adrian von dem Katamaran „Luana“ waren mit von der Partie. Das Ganze war innerhalb kürzester Zeit erledigt. Unsere Software enthält ein Kalibrierungsprogramm, welches vorgibt, welchen Kurs man mit welcher Geschwindigkeit fahren muss, damit die Kalibrierung vorgenommen wird. Im Grunde fährt man einen größeren Kreis. Auf alle Fälle war das Ganze erfolgreich.
Adrian, Anneke, Guus und Niels während der KalibrierungsfahrtMelanie war auch zeitweise am Steuer
Nachdem nunmehr -aufgrund Wegfall des Lockdowns und Erledigung der vorzunehmenden Arbeiten- der Weg zur Weiterfahrt gegeben war, haben wir Samstag, 18.07.20 Arrecife verlassen und uns auf dem Weg nach GranCanaria gemacht. Die Segler, die wir kennen gelernt hatten, waren Samstags früh um 09.00 Uhr auf unserem Steg und haben uns aus gewunken und eine Gute Fahrt gewünscht. Dies war sehr schön! Vielleicht sehen wir den einen oder anderen nochmals wieder. Unser Kurs ging nach Fuerteventura, Ostküste, bis zum Hafen „Puerto del Castillo“ in „Caleta de Fuste„. Wir hatten uns vorher angekündigt, was gut war, weil es nur noch 2 Plätze in dem sehr kleinen, aber sehr idyllisch gelegenen und sehr sportlich aktiven Hafen gab. Wir sind 2 Nächte geblieben und haben die Aktivität im Hafen und das schöne, zum Schwimmen einladende Wetter und Wasser, genossen. Guus hat das sehr klare und saubere Seewasser genutzt um das Unterwasserschiff, d.h. die Anoden und insbesondere die Schiffsschraube von Pocken, Muscheln etc, zu befreien. Während der Fahrt hatte Guus gemerkt, dass trotz entsprechender Motordrehzahl nicht die übliche Geschwindigkeit erreicht wurde. Dies war nach der Reinigung entsprechend besser.
Liegeplatz direkt im Eingang des Hafens „Puerto des Castillo“
Danach ging es weiter zum Süden der Insel Fuerteventura, geplant war der Hafen Morro Jable. Auf der knapp 8 stündigen Fahrt wurden wir unterwegs von einem -nicht vorhergesagten- starken Wind, Windstärke 7 = 35 Knoten, überrascht. Reffen der Segel war angesagt. Die GusAnne und natürlich der Skipper haben das Ganze souverän gemeistert. In Morro Jable angekommen, stellte sich heraus, dass dieser -eigentlich keine direkte Marina für Gäste- belegt war. Wir meldeten uns per Funk, aber keine Antwort. Nach einiger Zeit ein paar spanische Sätze. Unsere Frage, ob englisch gesprochen wird, ebenfalls ohne Reaktion. Also haben wir nach einem Ankerplatz Ausschau gehalten, den wir in direkter Nähe des Hafens fanden. Das azurblaue Wasser und die schöne Aussicht haben uns dazu veranlasst auch hier 2 Nächte zu verweilen.
Ankerplatz in der Nähe von Morro Jable
Am 22.07. wollten wir eigentlich zur Ostküste von Gran Canaria um auch dort eine Nacht zu ankern, bevor wir zu unserem Ziel, den Hafen Pasito Blanco im Süden der Insel weiterfahren wollten. Während der Überfahrt von Fuerteventura nach Gran Canaria, ca. 13 Stunden, frischte der Wind erneut bis zu 35 Knoten auf. Als wir den geplanten Ankerplatz erreichten, gab die dortige Betonnung zu erkennen, dass kein Ankern erlaubt war. Das „Imray“ Hafenhandbuch, Edition 2016, war diesbezüglich nicht aktuell. Aufgrund des Windes und den ansonsten sehr raren Ankermöglichkeiten beschlossen wir kurzerhand direkt zum Hafen Pasito Blanco zu fahren. Dies waren nochmals 25 Seemeilen, sodass wir erst gegen 21.30 Uhr dort ankamen. Da wir einen Tag zu früh als abgesprochen dort ankamen, haben wir zunächst am Tankponton angelegt. Die Hafenboys haben uns nach 1 – stündigem Hin und Her- einen Liegeplatz zuweisen können. Nachdem das Schiff klar gemacht wurde, sind wir nach einer erfrischenden Dusche müde ab ins Bett.
Fahrt von Fuerteventura nach Gran Canaria, Puerto Pasito Blanco.
Montag, 27.07. kommt das Schiff aus dem Wasser und ab Dienstag wird das Unterwasserschiff, d.h. das Antifouling erneuert. Wir informieren uns nach Flügen nach Deutschland und werden voraussichtlich Mitte August für zwei Monate nach Hause kommen. Mal schauen, ob dies klappt.
Hafen Puerto Pasito Blanco. Dies wird für unsere GusAnne, mindestens die nächsten zwei Monate, ein sicheres zu Hause sein
Bevor wir nach Hause fliegen, melden wir uns nochmal kurz. Bis dahin allen einen schönen Restsommer und weiterhin Gesund bleiben!
Corona beeinträchtigt -noch- unsere weitere Planungen. Seit Beginn der „Phase 3“ am 8.06.20, darf man sich frei auf der Insel bewegen und auch andere Häfen, jedoch nur die auf der Insel, anfahren. Ab dem 19.06. sind die Museen und Naturparks etc. wieder geöffnet und ab Juli darf man mit seinem Schiff wieder dorthin fahren, wohin man möchte. Also können wir langsam wieder weiter planen.
Hallo aus Arrecife, an Bord alles OK. Heute ist bereits der 76. Tag seit Verhängung der Urlaubssperre bzw. des Lockdowns. Seit Montag, dem 25.05. begann auf den Inseln die sog. Phase 2 der Lockerungen. Restaurants durften öffnen, jedoch darf nur die Terrasse mit max. 50% Auslastung und Gewährleistung des vorgegeben Abstandes, geöffnet sein. Ab kommenden Montag dürfen Gäste auch innen – ebenfalls mit 50%iger Auslastung- speisen. Museen und öffentliche Gebäude werden geöffnet. Man darf auch mit dem Boot andere Häfen anfahren, jedoch vorerst nur auf Lanzarote. Anfang Juli d. J. sollen dann alle Häfen wieder geöffnet werden und ggfs. Flüge möglich werden. Wir genießen die „neuen“ Freiheiten.
während eines Abendspazierganges an dem ersten Tag der Lockerung der RegelungenArrecife grüßt jetzt ……………….. etwas mehr
Heute haben wir bereits unseren 46. „Boots-tag“ nach Verhängung der strengen Regelungen in Bezug auf die Ausgangssperre. Wir harren -wie ihr zu Hause ja auch- weiter aus, obwohl es allmählich etwas schwer fällt. Guus hat zwischenzeitlich für sich ein kleines Fitnessprogramm und für Anneke Rückengymnastikübungen erstellt. Man merkt die fehlenden Wanderungen und Radtouren.
Seit dem 9. März liegen wir jetzt in der Marina Lanzarote in Arrecife und -wie im letzten Beitrag berichtet- gilt seit dem 15.03. eine Ausgangssperre, die gestern bis zu 26.04. verlängert wurde. Das ist nicht schön, aber da kann man nichts ändern, und dies müssen wir -wie ihr zu Hause- durchstehen, uns an die Regeln halten und so versuchen, Gesund zu bleiben.
Wir haben zwar immer wieder etwas zu tun an Bord, sodass mehr oder weniger keine Langweile aufkommt. Dann lesen wir beide sehr gerne und nutzen die Zeit um die von zu Hause mitgebrachten Spanisch Kurse durchzunehmen. Wir nehmen uns gerne die Zeit um leckere Sachen zu kochen und uns kulinarisch zu verwöhnen. Im Hafen an unserem Steg liegen etwa an die 20 Boote unterschiedlicher Nationen, die wie wir, hier „gestrandet“ sind, sodass man sich von Schiff zu Schiff unterhalten kann. Dabei kann man sich austauschen über gemachte Erfahrungen in Bezug auf Service-, Wartung- und Reinigungsarbeiten, die auch wir in diesem Jahr an unserer GusAnne noch ausführen müssen. Wir haben schon Kontakt aufgenommen zu einer Werft in der Marina „Puerto Calero“ nur 8 Sm südlicher. Die GusAnne soll aus dem Wasser, damit das Unterwasserschiff gereinigt und eine neues Antifouling angebracht werden kann. Sobald die Werft wieder arbeiten darf, meldet der Werftinhaber sich bei uns.
Mittwoch, 19.02. haben wir um die Mittagszeit in Safi die Leinen los gemacht und die 140 Sm lange Fahrt nach Agadir gestartet. Wir hatten einen Tag und eine Nacht an benötigte Zeit einkalkuliert. Zunächst sind wir ca. 10 Sm von der Küste weg gefahren um das Risiko zu umgehen, in Fischernetze zu geraten, die dort ausreichend vorhanden waren. Wind kam aus NNO, somit achterlicher Wind, bis zu 20 Knoten. Die Wellen waren zunächst grob, nachts war der Ozean dann wieder mäßig bewegt und der Wind ließ etwas nach. Um 14.00 Uhr am nächsten Tag haben wir in der Marina von Agadir angelegt.
Entschuldigung bitte, dass wir uns erst jetzt wieder melden, aber das WLAN in Marokko ist nicht so dolle oder es gibt gar keins in den Häfen. Auch trotz unser Reservehandy mit Prepaidsimkarte klappt es nicht immer so richtig. Im Moment sitzt Anneke in der Marina von Agadir in einer Poolbar und mit deren W-LAN klappt es. Also, dann …….