Valencia III

Zunächst kurz zum Guus Gesundheitszustand:  die weiteren Untersuchungen in einer Privatklinik in Valencia führten zu der Diagnose des Traumatologen, dass die Schmerzen im Hand-, Schulter- und Nackenbereich durch ein Karpaltunnelsyndrom (der Medianusnerv im Handgelenk wird durch eine Verengung des Karpaltunnels eingeklemmt) verursacht werden. Der Traumatologe empfahl einer ambulanten invasiven OP, was kurzfristig geregelt und am Freitag, 15.09. durchgeführt wurde. Guus soll einige Wochen seine -leider rechten- Hand schonen. Er hat  -jetzt schon zwei Wochen nach der OP- ein gutes Gefühl, keine Schmerzen mehr, obwohl er noch Medikation nehmen soll, also noch abwarten. Wir planen jetzt Mitte Oktober unsere Fahrt Richtung  Barcelona weiter anzugehen.

Also bleibt uns noch Zeit Valencia weiter zu entdecken, wie zum Beispiel das Viertel „El Cabanyal“, ein ursprünglich von Fischern bewohnter Stadtteil.  Die überwiegend zweistöckigen im Stil des Modernismo errichteten Häuser sind mit farbenfrohen Kacheln verziert. Außerdem gibt es in dem Viertel gute Bodegas.

Beispiel der vielen ehem. Fischerhäuser
dto.
….. und noch ein Beispiel

Eine Fahrradtour führte uns nach Port Saplaya, ca. 7Km nördlich von Valencia. Der Yachthafen und gleichnamigen Strand befindet sich in der Gemeinde Alboraya, man nennt es auch das Venedig von Valencia. Der Yachthafen hat verschiedene Armen und es liegen dort überwiegend kleinere Boote  an Stegen direkt vor den Häusern.

       

Auf dem Heimweg kamen wir an einem großen Einkaufscentrum vorbei „El Campo“, wo wir über die enorme Frischfischtheken staunten.

Eine weitere Radtour südlich von Valencia, Richtung Nationalpark Albufera, führte teilweise über die“Mediterranean Route 8″. Diese insgesamt 7.560km lange Mittelmeerroute, Eurovelo-Fernradtour, beginnt bei Cadiz (Spanien), weiter nach Athen, Izmir, bis zur Insel Zypern.

Guus übt schon mal

Die Radtour ging teilweise entlang eines Nebenarms des Flusses Turia und danach am Rande des Nationalparks Albufera vorbei, wo wir an verschiedenen Stellen bei der Reisernte zusehen konnten.

der Fluss Turia, der bis in den 50ger Jahren quer durch Valencia floss
ein Nebenarm des Flusses Turia. Die kleinen Boote konnten mittels eines Seils, welches quer über das Gewässer befestigt war, an Land gezogen werden. Hatten wir auch noch nicht gesehen.
nach Entwässerung der Reisfelder konnte in dem sumpfigen Gelände geernet werden

Die  App „Tripadvisor“ wies auf eines der weiteren Highlights der Stadt hin, welches wir noch nicht entdeckt hatten; das „Palacio del Marques de Dos Aguas“. Der Palast ist ein Rokoko-Adelspalast und befindet sich in einer der zentralsten Lagen der Stadt. Ein stattliches Herrenhaus, welches sich derzeit im Besitz des spanischen Staates befindet. Die Fassaden (erinnert an Produkte einer Zuckerbäckerei) und auch das Interieur waren sehr üppig und geschmacksbedürftig, aber doch imposant.

Der Marquis war im 18. Jahrhundert ein Adelsmann, ein Geschäftsmann, der u.a. mit Wein und Häusern handelte und politisch aktiv war, sowie Mitglied des spanischen Parlaments. Er war auch ein Kunstsammler, viele der gesammelten Gemälde, Skulpturen und Möbelstücke sind in dem Palacio ausgestellt. Seine Kunstsammlung und sein Palast sind bis heute ein wichtiger Teil des kulturellen Erbes Spaniens.

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üppiger geht nicht ….
das Treppenhaus
Spiegel in einer der Salons
und die Küche (nicht original)

In dem Palast ist  im 3. Geschoss das Nationale Keramikmuseum untergebracht.

Im  Untergeschoss stehen zwei opulente Kutschen und ferner befindet sich dort ein kleinere Ausstellung von Werken von Pablo Picasso.   Letztere wahrscheinlich aufgrund des 50. Todesjahr von Picasso, der Künstler wird in diesem Jahr in vielen Städten Spaniens  besonders geehrt.

die Sonntagskutsche
der Maestro am Werke
eines seiner Werke. Wenn man in den rechten Teil des Fächers schaut, siehe mann die Motive von Don Quijote de la Mancha und seinen Diener bzw. Knappe Sancho Pansa. Don Quijote, ein historischer Ritterroman

Am Wochenende vom 23. und 24.09.23 fanden im Hafengelände die „Valencia European Skate open – VESO“ statt.  Große Skatebühnen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad wurden aufgebaut und man konnte Kinder, Jugendlichen und junge Erwachsene bewundern, als diese Ihre Künste und Fähigkeiten demonstrierten. Spannend zu zusehen. Neben Skatebühnen waren auch Areale für Parcoursport, Bouldern und Streetbasketball erstellt worden. Wir beiden haben dort einen schönen Nachmittag verbracht und den jungen Menschen gerne zugeschaut.

die Skateboardpiste
Hindernis- oder Parcourbahn
die Boulderwand

Im Hafen hatten wir noch eine weitere nette Bekanntschaft gemacht. Claudia und Wolfgang mit Ihrer Contest-Segelyacht 50ft. Die Beiden möchten das Schiff auch verkaufen und sich dann eine kleinere Yacht zulegen. Zusammen haben wir zwei nette Abende verbracht.

Wolfgang und Claudia beim Abendessen, am nächsten Tag ging es für beide wieder nach Hause
Beenden diesen Beitrag diesmal mit einem schönen handgemalten und -besprayten Kunstwerk (bis auf die Figur in der Mitte, diese wurden hineingesetzt). Der Künstler hat dies im Rahmen der vorerwähnten VESO-Sportveranstaltung erstellt. Auf dem Gelände waren mehrere größere Wände aufgestellt, wo sich Sprayer austoben konnten.            Bis bald!