Von Muros (ES) nach Roskoff (Fr)

Vorwort:  wir haben ein Problem mit unserem WordPressprogramm, mit welchem wir unseren Blog schreiben. Fotos können nicht mehr geladen werden. Sind dabei das Problem zu lösen, somit zunächst nur Text als weiteren Info für die, die unseren Blog verfolgen. Vielleicht klappt es später auch mit Bildern, wir bemühen uns.

 

Am Montag 27.07.26 haben wir morgens um 08.30 Uhr in Vigo abgelegt und Kurs auf Muros genommen, 44 Sm nördlicher. Sonniges Wetter. Zunächst  ruhige See, die jedoch gegen 11.00 Uhr relativ hohe Wellen brachte. 18 Knoten Wind aus NNW; fuhren somit einen Am-Wind-Kurs. Bei Ankunft im Hafen Muros gegen 16.00 Uhr (bei 30°C) meinte der Skipper, es war eine „sportliche“ Segelfahrt.

Auch in Muros hatten wir schon in 2018 während unserer Reise in den Süden angelegt. Muros liegt 60km westlich von Santiago de Compostela, sodass mann in einigen Straßen die Hinweisschilder der Route dorthin findet. Waren am nächsten Tag  in einem uns vom Hafenmeister empfohlenen Fischrestaurant, welches sich „Vila de Muros“ nannte, essen. Dies war sehr gut, wir hatten u.a. zusammen eine 1/2 größere Seebrasse vom Grill, die wir  dann jedoch mit € 90,- (Beilagen extra) in Rechnung gestellt bekamen!            Tja, spanische Fische sind wohl teuer. 😳

Am 29.07. fuhren wir zum Hafen von Muxia, 36 Sm nördlicher. Eine kurze Fahrt von nur 5 Stunden. Muxia kannten wir noch nicht. Der Ort liegt an der „Costa da Morte“, einen Abschnitt der nordwestspanischen Atlantikküste. Leider wurde die Küste von Muxia durch den Untergang des Öltankers „Prestige“ in November 2002 stark verunreinigt und gehörte zu den am stärksten betroffenen Gebieten. Heute ist dies glücklicherweise nicht mehr erkennbar.

Weiteres großes Pech folgte, als am Abend des 25.12.13 ein Feuer nach einem Blitzeinschlag während eines Weihnachtssturms den Dachstuhl und einen Teil des Sanktuariums der Kirche „Virxe  da Barca“ (Marienheiligtum der Schiffsjungfrau) zerstörte. Natürlich wurde die Kirche restauriert bzw. war man zum jetzigen Zeitpunkt noch damit beschäftigt. Ein netter kleiner Ort.

Freitag, 31.07. fuhren wir die GusAnne nach La Coruña (oder A Coruña wie die Galizier sagen). Eine 7,5 Stunden-Fahrt mit bis zu 10 Knoten Wind und die letzten 3 Stunden eine unruhige See mit über 2m hohen Wellen.

Die eine Woche, die wir in La Coruña verbrachten nutzten wir insbesondere zur Vorbereitung für die Überfahrt über den Golf von Biskaya, die ca. 2 1/2 Tage dauern wird.

Guus ist in den Mast und hat dort alle Anschlüsse etc. nachgeschaut und gereinigt. Der Motor wurde entsprechend kontrolliert sowie sämtliche Bilgen. Es wurde gut gebunkert und Anneke hat Mahlzeiten für während der Fahrt vorbereitet. Hungern werden wir nicht.

Natürlich haben wir auch einige Touren mit dem Fahrrad gemacht und uns die Altstadt etc. zu Fuß angeschaut. Da wir auf der Hinfahrt in 2018 mehr als zwei Wochen in La Coruña verbrachten, war uns vieles in guter Erinnerung geblieben.

Einige Tage vor de Abfahrt haben wir uns die Wettervorhersagen auf die Apps „Windy“, „Prediktwind“ und „Windfinder Plus“ angeschaut und kamen zu dem Entschluss am Freitag, 07.08.26 die Überfahrt nach Camaret-sur-Mer in der Westbretagne zu beginnen. Am Tag vorher haben wir nochmals Diesel getankt und Freitagmorgen um 05.15 Uhr ging es los.

Der erste Tag war wettermäßig dann doch wieder anders als vorhergesagt. Gegen 11.00 Uhr hatten wir sehr hohe Wellen und 16 Knoten Wind aus SO später O. Die Folge war, dass die GusAnne am Bug sehr stark abgehoben wurde und vorwärts stampfte und viel Bewegung ins Schiff brachte, was sehr unangenehm war und wir lange nicht mehr erlebt hatten. Das Ganze hielt gute 11 Stunden an. Danach wurde es etwas ruhiger, sowohl Wind- als auch Seemäßig. Anneke wurde leicht seekrank und war der erste Tag so gut wie abgemeldet. Der Skipper hingegen war standhaft 👍

Das erste Etmal schafften wir 129 Sm. Der zweite Tag, ebenfalls bei sonnigem Wetter bis zu 26°C bot mäßiger Wind und eine ruhige See ……….. sehr angenehm. Wir kamen gut voran, sodass das 2. Etmal ein Resultat von 151 Sm brachte! Haben wir so gut wie keine andere Sportboote gesehen, nur nachts waren einige Frachter über den Radar zu beobachten.

Am Morgen des letzten Tages war der Atlantik spiegelglatt, total schön anzusehen. Bei einem leichten Wind aus NNW -und natürlich von Motor unterstützt- ging es wieder gut vorwärts. Delfine haben uns von weitem gesehen, kamen zum Schiff und begleiteten uns eine Weile. Leider können wir das schöne Video momentan nicht zeigen.

Um 15.15 Uhr am 09.08.26 rief der Skipper „Land in Sicht“. Später stellten wir fest, dass dies noch nicht das Festland war, sondern die der bretonischen Westküste vorgelagerte Insel „Île de Sein“ war. Gute 4 1/2 Stunden später hatten wir dann unser Ziel Camaret-sur-mer nach insgesamt  60 1/4 Stunden erreicht. Den Abend haben wir an Deck verbracht und Revue passieren lassen, im Großen und Ganzen war es eine gute Überfahrt.

Nachdem wir uns gut erholt und den schönen Ort Camaret-sur-mer nochmals genossen hatten ging unsere „Heim“-Reise am Donnerstag, 13.08. weiter nach Roscoff. Diesmal standen 65 Sm an, die wir in 9 1/2 Stunden schafften.

Die Tour hatte es aber in sich. Wir fuhren bei leichtem Nebel los, der jedoch stärker wurde und bis ca. 14.00 Uhr anhielt.  Ferner war ab dem Kap „Ponte de St-Mathieu“ eine starke Gegenströmung bis zu 4 Knoten, gegen die trotz höhere Motordrehzahl schwer anzukommen war. Zum Teil hatten wir nur 1 Knoten Fahrgeschwindigkeit. Wir dachten schon, dass wir erst abends spät im Zielhafen ankommen würden. Gute 3 Stunden später lies die Strömung erfreulicherweise nach, sodass wir wieder unsere „normale“ Geschwindigkeit von 5 -6 Knoten fahren konnten.

Dann kam aber eine Route im nordwestlichen Bereich der Bretagne, die weit in den Atlantik hinein reichenden hohen Felsen und Untiefen beinhaltet. Es war für den Skipper eine sehr achtsame und in voller Konzentration zu fahrende Strecke, wobei sich der Nebel noch nicht gelichtet hatte.

Gegen 16.00 Uhr hatten wir dann noch eine stärkere Strömung mit, was uns eine Fahrgeschwindigkeit von bis zu 9 Knoten brachte! Die „verlorene“ Zeit wurde wieder Wett gemacht und um 17.30 Uhr hatten wir den Hafen von Roscoff schon erreicht. Erholung am Abend war angesagt!

Bleiben hier 3 Tage und planen dann eine Weiterfahrt über Perros-Guirec (Bretagne) zur Kanalinsel Jersey. Darüber erzählen wir im nächsten Beitrag.

Wir hoffen, unser WordPressproblem klärt sich, damit wir Euch die schönen Bilder, die wir noch in Petto haben, hochladen können. Aber… shit happens.

 

 

 

 

Von Lagos (PT) nach Vigo (ES)

Eine Woche Lagos war zum Erholen, Einkaufen und Klarschiff machen, gut.

Fahrrad und Guus „beladen“

Guus Turnfreund Chris, Künstlername „Tissy“, den er in seinem Beruf nutzt, ein hochqualifizierter Werbefachmann, der für weltweit bekannte Marken seine Dienste anbietet, kam ab dem 09.07.26 an Bord. Er hat 10 Tage Zeit mit uns mit zu segeln, um sein seit neuestem entstandenem Interesse am Segelsport zu intensivieren und Erfahrungen auf zu tun.

Am Samstag, 11.07. sind wir ein zunächst nur 13 Sm  von Lagos Richtung Sagres gesegelt und haben dort in der „Walfängerbucht“, die „Enseada da Baleeira“ eine Nacht vor Anker gelegen.

unser Gast Chris an Bord
Küste direkt nahe Lagos
dto. ein schöner alter Zweimaster lag vor Anker
Blick vom Ankerplatz aus (Foto Tissy)

Am nächsten Morgen ging es schon um 06.30 Uhr los zum 68 Sm entfernten,  an der Westküste Portugals gelegenen Hafen von Sines. Wir brauchten für die Strecke rd. 11 Stunden, bei angenehmen Wetter und ruhiger See.

die südwestliche Küste von Portugal (Foto Tissy)
und die äußerste Spitze, das „Cabo de São Vicente“
Blick auf den Hafen von Sines
dto.

Zwei Tage später, 14.07. war der Hafen von Oeiras, 57 Sm nördlicher unser Ziel. Morgens waren zum Teil Nebelbänke im Küstenbereich, was sehr mystisch wirkte aber schön anzusehen war.

Foto Tissy
Leuchtturm „Farol do Cabo Raso“

In Oeiras, was wir beiden schon kannten, haben wir zusammen die Altstadt besichtigt und im Hafen auf einer Terrasse, mit Blick auf die GusAnne, llecker gegessen und viel erzählt.

Blick auf die Kirche „Ingreja Matriz de Oeiras“ in der Altstadt
und eine Foto in der Nähe der Kirche, welches Tissy von uns geschossen hat
die Befestigung von „São Juliāo da Barra“ konnte man leider nicht besichtigen, war jetzt Militärgebiet (Foto Tissy)

Donnerstag, den 16.07. die 4. Fahrt von Tissy, führte nach Peniche, 52 Sm nördlicher. Dieser Ort und Hafen kannten wir auch schon, er gefiel nicht so sehr, aber  für eine kurze Rast und Einkauf ok. Wir entschließen uns am nächsten Tag nach Nazaré zu fahren, weil Chris von dort nach eine schnellere Verbindung nach Lissabon hatte.

Am 17.07. um 08.30 Uhr ging es weiter nach Nazaré, nur 25 Sm nördlicher. Das Wetter war zum Teil bewölkt aber dennoch 20°C.

unterwegs nach Nazaré, vorbei am „Cabo Carvoeiro“
unterwegs (Foto Tissy)

und Glück, erneut Delfine gesehen…………… diesmal kamen sie nah am Schiff.

Nazaré hat uns wieder sehr gefallen. Die Bevölkerung lebt überwiegend vom Fischfang und natürlich dem Tourismus, letztere durch ein windgeschützter, etwa 2 km langen Sandstrand begünstigt. Ein Stadtteil von Nazaré, Sitio, liegt 110m oberhalb der Bucht van Nazaré auf einem hinausragenden Felsplateau.

Blick vom Felsplateau aus
dto.
altes, traditionelles Fischerboot auf dem Strand (Foto Tissy)

Die beliebteste Aktivität in Nazaré ist das Surfen, hier entstehen riesige Wellen, wofür eine 5000 Meter tiefe Meeresschlucht, Canyon, verantwortlich ist. So entstand in 2013 ein Weltrekord für die jemals gesurfte Welle, eine 30 Meter hohe Monsterwelle.

Ferner konnten wir einen  schönen Abendhimmel wir während eines Terrassenaufenthaltes bewundern.

Sonnenuntergang
Abendhimmel mit Halbmond und Venus

Leider musste Chris am 19.07. wieder nach Hause. Es war eine schöne gemeinsame Zeit. Insgesamt ist er 215 Sm mit uns gesegelt/gefahren. Ein Pluspunkt für ihn, er ist nicht Seekrank geworden!

Dankeschön Chris für die schöne Zeit sowie die tollen Aufnahmen und Videos, die du gemacht hast ……. und AUF WIEDERSEHEN!                          (Foto Tissy)

Wir beiden sind noch einen Tag länger in Nazaré geblieben und haben uns am 21.07. wieder auf dem „Weg“ gemacht, zum Hafen in Figueira Da Foz, eine Strecke von 40 Sm. Nach 6 Stunden hatten wir den Hafen bereits erreicht. Auch dieser Ort war uns von der Hinreise in den Süden in 2019 bekannt, aber konnte zum Teil neu entdeckt werden.

Liegeplatz in Figueira da Foz

Nach 2 Tage Aufenthalt hatten wir uns den 69 Sm weiter gelegenen Hafen von Porto ausgesucht. 10,5 Stunden Fahrt bei zunächst bewölktes, später sonnigem Wetter und ruhiger See. Während der Fahrt hat Guus sein Anglerglück nochmals herausgefordert, jedoch mit geringem Erfolg. Das Knarren der Spule und die verbogene Angelrute ließ einiges erwarten, jedoch …………….

der Fang war nur ein Minikrebs, der an dem Calemarköder hing ….. also, abends gab es dann Spaghetti

In Porto gegen 17.30 Uhr angekommen, hatten wir uns kurzfristig dazu entschieden nicht im Hafen anzulegen, sondern das ruhige und schöne Wetter hatte dazu eingeladen im Vorhafen der Marina Douro im Fluß Douro zu ankern.

Blick vom Ankerplatz auf die Brücke „Ponte da Arrábida“ von Porto

Bereits um 06.00 Uhr am nächsten morgen hieß es nicht „Leinen los“, sondern „Anker hoch“ und ab nach Vigo, das ist dann schon Spanien. 76 Sm, 11 Stunden standen an. Zunächst bewölktes Wetter und Wind aus SW mit 9 Knoten. Dann wurde die Welle etwas heftiger, aber wir kamen -auch dank dem Motor- gut voran.

In Vigo, uns auch bereits bekannt, möchten wir 3 Tagen bleiben, bevor die Reise weitergeht, nach Muros.

Liegeplatz in Vigo, an der anderen Seite des Kais ein „großer“ Nachbar
….. und unter uns …..

Allen weiterhin einen schönen Sommer, bis demnächst!

 

 

 

Route von Gibraltar nach Lagos (PT)

Fünf Tage Aufenthalt in Gibraltar, bzw. im Hafen Alcaidesa auf der spanischen Seite in der Stadt La Linea de la Concepcion hat uns gut getan

Wir haben uns den Kern von Gibraltar nochmals angeschaut und ferner festgestellt dass, der Ort La Linea in den letzten Jahren Outfitmäßig aufgewertet wurde (schöne kleinere Parkanlagen, restaurierte Häuser, kleinen Innenplätze etc., was uns gut gefiel.

Blick auf Hafen La Linea und Gibraltar (Foto Poster)
Liegeplatz
kleiner Innenplatz in La Linea
und nochmals Gibraltar mit aufgehendem Mond

Im Hafen hatten wir als Nachbarn, das Schweizer Ehepaar Susanne und Louis von der SY Naviot, die wir in 2021 auf der Azoren Insel Santa Maria kennen gelernt hatten. Wir haben einen netten Abend verbracht.

Susanne zeigte uns unseren Eintrag in deren Gästebuch, den wir in Santa Maria erstellt hatten; eine nette Erinnerung

Sonntag, 28.06. hatten wir vor der Fahrt nach Barbate bei einer Tankstelle in Gibraltar unsere Dieseltanks (insgesamt 1.100 Lt. Volumen) aufgetankt zu einem sehr gnädigen Dieselpreis.

da macht das Tanken „Spaß“ Dieselpreis 1,061£ = 1,24€ !!

Der Hafen von Barbate war 38 Sm entfernt. Sonniges Wetter und frischer Wind machten die 7 Stunden Fahrt sehr angenehm. Es war auch in Barbate schon das 3. Mal, dass wir dort angelegt hatten.

Am 30.06. ging es weiter zum Hafen von Chipiona, 52 Sm Entfernung. Wiederum eine angenehme und schnelle Fahrt bei mäßigem Wind und Welle, nach 8 Std. hatten wir bereits unser Ziel erreicht, was eine Durchschnittsgeschwindigkeit von guten 7 Knoten bedeutet.

Chipiona, Stadt und Hafen kannten wir bereits auch schon, hat uns wieder sehr gefallen.

Leuchtturm von Chipiona, 1869 gebaut und mit 69 Metern der höchste Leuchtturm in Spanien
das Castillo de Chipiona, eine historische Festung aus dem 15. Jahrhundert, heute ein Museum
die historischen „Coralles de Pesca“ (Fischreusen) in Chipiona. Diese steinernen vor 600 Jahren errichteten Fischfangvorrichtungen sind immer noch aktiv. Bei Ebbe werden eine Vielzahl an Meerestieren, u.a. Kraken, Krebstiere u.a. gefangen
dto.
Sonnenuntergang in Chipiona

Donnerstag, 02.07. ging es bereits um 06.45 Uhr los nach Vila Real de Santo António, Portugal, direkt an der Grenze zu Spanien. Der Fluß Guadiana bildet die Grenze. Für die 63 Sm, quer über den Golf von Cadiz, benötigten wir bei einer ruhigen Fahrt, was Wind und Welle angeht, 9,5 Stunden, auch wieder ein guter Schnitt.

Wir befinden uns jetzt wieder in Gewässer, wo sich die Gezeiten bemerkbar machen und die Fahrt in den Fluß Guadiana und vor allen die Einfahrt in den Hafen hatten es wegen der starken Strömung und auflaufendes Wasser in sich. Der Skipper meisterte die Aufgabe mit Hilfe des Marineros im Hafen, aber souverän. Vila Real ist ein kleines, früheres Fischerdorf, wo natürlich heute auch wieder der Tourismus für Auskommen sorgt. Der Ort wurde Anfang des 17. Jahrhunderts durch ein Seebeben vollständig zerstört. In 1774 wurde in nur fünf Monaten eine neue Stadt nach dem Reißbrettverfahren gebaut.

Liegeplatz in Vila Real de Santo António
Nachbarn im Hafen, Spanischer Eigner mit einem Französischen und einem Australischen Freund, hatten Pech. Sie hatten Benzin statt Diesel getankt. Der Tank musste somit ausgepumpt werden. Guus konnte behilflich sein, indem er den Skipper eine elektrische Handpumpe lieh um den Benzin in Kanister zu pumpen. Dieser kam mit dem Ganzen jedoch nicht so richtig parat, sodass Guus weitere Hilfe leistete, was ziemlich viel Zeit in Anspruch nahm. Er erhielt als Dank einen warmen Händedruck und zum Abschied wurde fleißig gewunken.

Zwei Tage später fuhren wir kurz nach Hochwasser nach Lagos, wo wir eine Woche verbleiben wollen. 70 Sm standen an, sodass wir bereits 05.30 Uhr portugiesischer Zeit ( eine Stunde früher als in Deutschland) losfuhren. Wir hatten jedoch erneut Glück mit dem Wetter, bis zu 17 Knoten Wind aus der richtigen Richtung (NNO), ebenso die Wellen. Zu Beginn der Fahrt waren Letztere ziemlich hoch, sodass Anneke nach langer Zeit ein wenig mit Seekrankheit zu kämpfen hatte.  Mit einem erneuten „Rekord“ erreichten wir bereits nach 10 Stunden Lagos.

unterwegs nach Lagos, Leuchtturm „Alfanzina“

Ja, auch in Lagos sind wir jetzt bereits zum 3. Mal, aber ein guter Hafen zum Ausruhen und Einkaufen. Wir planen eine Woche zu bleiben, bevor wir die Westküste von Portugal und Spanien bis A Coruna angehen, das sind von hier aus gerechnet rd. 450 Sm.

Guus Freund Tissy kommt am 09.07. zu Besuch und segelt mit uns bis nach Lissabon. Darauf freuen wir uns.

Bis zum nächsten Mal, liebe Grüße aus Lagos

 

 

 

 

 

Von Valencia nach Gibraltar -Marina Alcaidesa in La Linea de la Conceptión-

Insgesamt waren wir 19 Tage in Valencia, doch leider ohne eine Reparatur des Bugstrahlruders. Die Firma, welche die Motorwartung ausgeführt hatte, teilte mit, dass sie die nächsten 2 Wochen keine Zeit hätten. Die Werft, die die GusAnne aus dem Wasser holen sollte und die Reparatur auch ausführen könnte – wann, wie teuer etc. wurde uns nicht gesagt- , teilte mit, dass nur sie an dem Schiff arbeiten durften, Guus als Eigner nicht. Der Skipper beschloss weiter zu fahren und die Reparatur in einem anderen Hafen ausführen zu lassen, weil das Ganze zu lange dauern würde und unbefriedigend war.

Liegeplatz in Valencia. Zunächst hatten wir einen Platz im Nordhafen. Weil der Steg, an dem wir lagen, demontiert wurde -der Hafen wird umgebaut- erhielten wir einen Liegeplatz in dem Stadthafen. Dieser war wegen den vielen Cafés und Kneipen abends bis spät in die Nacht sehr laut, eine Zumutung!
noch ein Letztes aus Valencia: dieses „Street-Art“ Kunstwerk zeigt die ikonische Stencil-Figur (Schablonenfigur) „The Photographer“, die man auf vielen Mauern und Wänden in der Stadt sieht

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Fahrt ab 1.05.26 ab Werft Port-de-Bouc (nahe Marseille) bis Valencia

Seit dem 16.04.26 wieder an Bord, d.h. auf dem „Trockenen“ auf der Werft in Port-de-Bouc. Ausführung von Arbeiten am Unterwasserschiff etc. und am 29.04. wurde die GusAnne wieder ins Wasser gekrant.

Guus bei der Arbeit
Abschied von dem sehr freundlichen Team der Werft, von links: Bérénice, Eric, Guus, Elias, Dewe und Anneke   

Ziel unserer diesjährigen Reise ist die Überführung der GusAnne zu den Niederlanden, nach Zeeland zum Hafen von Bruinisse. Da wir u.a. die gesamte Küste von den Niederlanden bis Marseille bereits befahren haben, werden wir uns unterwegs in den einzelnen Häfen nicht lange aufhalten und hoffen spätestens in September in Bruinisse zu sein.

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